Mi., 27.09.2017

Fußball: Kreispokal Germania Horstmar chancenlos gegen SuS Neuenkirchen

Horstmars Tim Hellenkamp (li.) und Neuenkirchens zweifacher Torschütze Mirko Janning kämpfen um den Ball. Dabei blieben die Gäste oftmals Sieger.

Horstmars Tim Hellenkamp (li.) und Neuenkirchens zweifacher Torschütze Mirko Janning kämpfen um den Ball. Dabei blieben die Gäste oftmals Sieger. Foto: Thomas Strack

Horstmar - 

A-Ligist TuS Germania Horstmar wehrte sich nach Kräften, doch am Ende war er in der dritten Kreispokalrunde chancenlos gegen den drei Spielklassen höher angesiedelten SuS Neuenkirchen.

Von Heiner Gerull

Wie heißt es doch so schön? Aus Schaden wird man klug. Im Frühsommer hatte sich SuS Neuenkirchen, damals noch als Oberligist, im Kreispokal-Halbfinale vom Bezirksligisten SC Altenrheine aufs Glatteis führen lassen. In der neuen Pokalsaison zeigte sich der inzwischen in die Westfalenliga abgestiegene Club zumindest Donnerstagabend geläutert, denn im Kreispokalspiel der dritten Runde verstand der Club überhaupt keinen Spaß, so dass sich der tapfer kämpfende, letztlich aber chancenlose TuS Germania Horstmar mit 0:8 (0:5) dem drei Spielklassen höher angesiedelten Gegner geschlagen geben musste.

„Als Außenseiter wünscht man sich natürlich, seinen Kasten so lange wie möglich sauber zu halten. Dieses Konzept war leider schon nach gefühlten 48 Sekunden über den Haufen geworfen“, sagte André Rodine. Germanias Trainer spielte damit auf den frühzeitigen Rückstand an, den seine Mannschaft schon mit dem ersten Angriff der Gäste hinnehmen musste. So schlug der Ball nach einem Weitschuss des Neuenkircheners Malte Nieweler unhaltbar für TuS-Keeper Daniel Kock im Horstmarer Gehäuse ein.

Der Westfalenligist machte fortan deutlich, dass er gewillt war, rasch für klare Verhältnisse zu sorgen. Das frühzeitige Pressing, das bereits an Germanias Strafraum begann, setzte den Gastgebern mächtig zu und erwies sich als Gift für deren Spielaufbau. Die Balleroberungen nutzten die Neuenkirchener, indem sie blitzschnell umschalteten und zu weiteren Treffern kamen. Als Oliver Janning in der achten Minute zum 2:0 vollendete, war die Entscheidung praktisch schon gefallen.

Der Westfalenligist forcierte das Tempo und kam zu weiteren Möglichkeiten. Das 3:0 erzielte Merlin Schütte in der elften Minute mit einem Schuss aus 18 Metern flach ins Eck des Horstmarer Tores. Nur fünf Minuten später erhöhte derselbe Spieler auf 4:0. Mit dem 5:0 stellte Mirko Janning in der 27. Minute den Halbzeitstand her.

„Ich hätte mir gewünscht, dass wir in der ersten Halbzeit näher an den Gegenspielern gestanden hätten und wir aggressiver zu Werke gegangen wären“, betrieb Rodine Ursachenforschung. Immerhin blieb ihm die Erkenntnis, dass seine Mannschaft das im zweiten Durchgang wesentlich besser umsetzte. So dauerte es bis zur 69. Minute, ehe Nieweler die Kugel aus gut 30 Metern in den Winkel des Horstmarer Tores nagelte. Trotz des 0:6 agierte Germania jetzt mutiger und erspielte sich sogar die eine oder andere Chance. Schon vor dem 0:6 hatte Sven Sunke Pech, als er sich den Ball erlief, sofort abzog, er aber nur den Pfosten traf. Später verzog der eingewechselte Jannik Oldach mit einem Schrägschuss nur knapp, und schließlich hatte kurz vor Schluss auch noch Christopher Backhaus noch eine Chance. „Wir hätten uns natürlich gerne mit einem Ehrentreffer verabschiedet. Schade, dass er uns nicht gelungen ist“, bedauerte Rodine. Er wäre nicht nur möglich, sondern auch verdient gewesen. Stattdessen kassierte der A-Ligist in der 73. und 77. Minute durch Joshua Roß und Patrick Klug sogar noch die Treffer zum 0:8. Am Ende war es ein bisschen zu viel des Schlechten.

TuS Germania Horstmar: Kock (46. Michael Schenkwald) – Ünalir, Jung, Höing, Alexander Berkenbrock – Oepping, Hellenkamp – Smith (80. Volmer), Sunke (63. Oldach), Backhaus – Lars Berkenbrock. – Tore: 0:1 Nieweler (1.), 0:2 Janning (8.), 0:3, 0:4 Schütte (11./16.), 0:5 Janning (27.), 0:6 Nieweler (69.), 0:7 Roß (73.), 0:8 Klug (77.).



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