So., 29.10.2017

Fußball: Kreisliga A Steinfurt Bertino Nacar leitet die Wende ein

Matellia Metelens Spielertrainer Bertino Nacar (2.v.l.) ging mit gutem Beispiel voran und führte seine Elf zum Sieg.

Matellia Metelens Spielertrainer Bertino Nacar (2.v.l.) ging mit gutem Beispiel voran und führte seine Elf zum Sieg. Foto: Marc Brenzel

Metelen - 

Der FC Matellia Metelen hat das Derby gegen Westfalia Leer mit 2:1 (1:1) für sich entschieden. Matthias Meis hatte die Gäste früh in Führung geschossen, doch die Hausherren schlugen durch Bertino Nacar und Steffen Krabbe zurück. Die Entscheidung fiel erst in der Schlussphase.

Von Marc Brenzel

Die A-Liga-Fußballer von Matellia Metelen haben ihren Negativlauf beendet. Nach drei Niederlagen in Serie gewannen sie das Derby gegen Westfalia Leer mit 2:1 (1:1). „Das ist ein zu 1000 Prozent gerechtes Ergebnis“, jubelte Spielertrainer Bertino Nacar.

Aus Sicht der Hausherren ging die Partie ganz bescheiden los, denn bereits nach sieben Minuten gerieten sie mit 0:1 ins Hintertreffen. Torschütze für die Leerer war Matthias Meis, der alleine auf Matellia-Keeper An­dreas Stadler zulaufend die Übersicht behielt.

Da sich beide Teams im Kampfmodus befanden, war in der ersten Hälfte beinahe durchgehend Action in der Begegnung. Dass Schiedsrichter Fikri Jusufi (Coesfeld) Westfalia-Torwart Michael Denkler nach einer Notbremse an Nacar auf dem Feld ließ (19.), sorgte für viel Gesprächsstoff. Ohnehin erwies sich Jusufi nicht als „Heimschiedsrichter“, denn im zweiten Abschnitt verwehrte er der Matellia zwei durchaus zu gebende Strafstöße. „Gott sei dank war das alles nicht spielentscheidend“, atmete Nacar auf.

Der Metelener Spielertrainer war es vielmehr selbst, der dem Nachbarschaftsduell mit seinem 1:1 aus gut 22 Metern eine Wende gab (29.). „Wir haben es leider verpasst, nach dem Führungstreffer nachzulegen“, kritisierte Leers Coach Thomas Overesch.

Mitte des zweiten Abschnitts übernahm die Matellia das Kommando. Dabei ging Nacar mit gutem Beispiel voran. Mit seinen Antritten mit Ball inszenierte er mehrmals gefährliche Situationen, die aber nicht von Erfolg gekrönt waren. In der 78. Minute hatten die Metelener den Torschrei auf den Lippen, doch Denkler entschärfte den Kopfball von Lennart Van De Velde im letzten Moment.

Die Entscheidung fiel drei Minuten später. Im Anschluss an eine Ecke traf Steffen Krabbe aus dem Gewühl heraus zum 2:1. Erst der Rückstand inspirierte die lange Zeit zu passiven Leerer, mehr zu investieren. Da sie jedoch zu spät zur Schlussoffensive bliesen, fehlte ihnen die Zeit, wenigstens noch zu einer Punkteteilung zu kommen.

„Was wir in der zweiten Halbzeit geboten haben, war eine Katastrohe. Das war ein blutleerer Auftritt“, ging Overesch mit seiner Elf hart ins Gericht. Für Nacar stand hingegen fest: „So, wie wir heute gekämpft haben, muss das sein. Wir haben zwar etwas gebraucht, um in das Spiel zu finden, aber nach dem Wiederbeginn waren wir die klar bessere Mannschaft. Die Leerer sind doch – wenn überhaupt – nur bei Standardsituationen gefährlich geworden.“

Matellia Metelen: Stadler – Hüweler, op de Bekke, Lange­haneberg, Feldhues (80. Doedt) – J. Kippelt (41. Zenuni), Krabbe – L. Van De Velde, Nacar, van Goer (77. Focke) – Weßeling.

Westfalia Leer: Denkler – D. Thiemann, Eweler, Hölscher, Hüsing – Thiele (60. Selker), M. Thiemann, Raus (83. Feldkamp, Iger – Meis (85. Laumann), Joormann.

Tore: 0:1 Meis (7.), 1:1 Nacar (28.), 2:1 Krabbe (82.).



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