So., 07.01.2018

Fußball: Kreisliga A Steinfurt Germania Horstmar – sonst nur Mittelmaß

Germania Horstmars Torschützenkönig Tim Hellenkamp.

Germania Horstmars Torschützenkönig Tim Hellenkamp. Foto: Thomas Strack

Kreis Steinfurt - 

GW Rheine führt vor der Fortsetzung der Meisterschaftssaison die Tabelle an. Mit Preußen Borghorst, Germania Horstmar, TuS Laer, Westfalia Leer, Matellia Metelen, 1. FC Nordwalde I und II sowie Arminia Ochtrup spielen acht Mannschaften aus der hiesigen Region im Kreisliga-Oberhaus. Positive Akzente setzte nur Germania Horstmar. Ansonsten ist die Zwischenbilanz eher mau. Dafür gibt es Gründe.

Von Heiner Gerull

Grün-Weiß Rheine ist dominierende Kraft in der Halbjahresbilanz der Kreisliga-A-Saison 2017/18. Wobei es den Kräfteverhältnissen entspricht, dass es bezeichnenderweise der hartnäckigste Verfolger Germania Horstmar war, der den Grün-Weißen die bislang einzige Niederlage beigebracht hatte. Aus Sicht der heimischen A-Ligisten fällt das erste Resümee eher durchwachsen aus. Mit dem TuS Germania gibt es ein Topteam – ansonsten überwiegt tristes Mittelmaß.

Die Horstmarer gehörten zweifelsohne zu jenen Clubs, die in der ersten Halbserie positive Akzente setzten. Zu erkennen ist, dass nach dem Abstieg aus der Bezirksliga im Sommer 2016 wieder etwas zusammenwächst. Nicht zuletzt deshalb, weil der Kader in der Sommerpause gezielt verstärkt wurde. Drei Punkte liegen die Horstmarer hinter den Grün-Weißen. Germania darf in den verbleibenden 14 Meisterschaftsspielen noch neunmal zu Hause antreten. Das sollte eine Chance sein, um das Rennen um die Meisterschaft bis zum Ende offenzuhalten. Es dürfte also spannend bleiben.

Der 1. FC Nordwalde war im vergangenen Jahr erster Verfolger des späteren Aufsteigers Amisia Rheine. Klar, dass viele den „Vize“ in der neuen Serie ganz oben auf der Rechnung hatten. Bislang vermochte der FCN diese – in erster Linie von außen an die Mannschaft herangetragenen – Erwartungen nicht zu erfüllen. Bei zehn Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter ist der Zug in Richtung Meisterschaft praktisch abgefahren. Neben zahlreichen Verletzungen war es vor allem die Heimschwäche, die den Vorwärtsdrang hemmte. So holten die Nordwalder aus sieben Heimspielen nur elf Punkte – das ist eindeutig zu wenig und erklärt die maue Zwischenbilanz.

Besser als die „Erste“ machte es die Nordwalder „Zweite“, die zwar schon neunmal daheim spielte. Doch 16 Punkte sind eine gute Grundlage, um den Klassenerhalt zu schaffen.

Der TuS Laer 08 steht bei 22 Punkten auf Platz sieben. Ein bisschen mehr hätte es beim letztjährigen Tabellensechsten schon sein dürfen. Doch ein qualitativ guter, aber stark auf Kante genähter Kader sowie der Umstand, dass es zwischen Teilen der Mannschaft und Trainer Florian Dudek offensichtlich nicht gepasst hat, standen einer besseren Platzierung im Wege. Unter Interimscoach Harry Toonen will der TuS jetzt das Beste aus der Situation machen. Erste Voraussetzung dafür wäre, die durchwachsene Auswärtsbilanz aufzupolieren.

Preußen Borghorst stand im vergangenen Sommer vor einem schwierigen Neuaufbau, weil das Mannschaftsgerüst nach dem Abstieg aus der Bezirksliga nahezu komplett auseinandergebrochen war. Die Befürchtungen, auch in der A-Liga nicht konkurrenzfähig zu sein, schienen sich zu bestätigen. Doch inzwischen hat sich die Mannschaft stabilisiert. Eine Entwicklung ist unverkennbar. Preußen hat als Tabellenneunter gute Chancen, den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden.

Unter ähnlichen Voraussetzungen wie die Borghorster war auch Arminia Och­trup in die Saison gestartet. Etliche Stammspieler hatten sich in der Sommerpause aus unterschiedlichen Gründen verabschiedet, so dass Neu-Trainer Frank Averesch vor der Aufgabe stand, aus den verbliebenen Akteuren und den nachrückenden Jugendlichen eine Einheit zu formen. Ein Auftrag, der noch erledigt werden kann, sofern es der Arminia in der zweiten Halbserie gelingt, die unerklärliche Heimschwäche abzustellen.

Westfalia Leer bangte in der vergangenen Saison bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt, und auch in dieser Saison schien es in diese Richtung zu gehen. Doch als Tabellenzehnter schlägt sich Westfalia wacker. Leer zählt zu den positiven Überraschungen der ersten Halbserie.

Den Tabellen-13. Matellia Metelen trennen nur drei Punkte von Sechsten, Emsdetten 05 II. Daraus wird ersichtlich, wie eng es in der Liga zugeht. Sich darauf verlassen, dass es am Saisonende bei zwei Absteigern aus der Kreisliga A bleibt, sollte man besser nicht. Matellia ist absolut konkurrenzfähig in der Liga. Doch in ruhigen Fahrwassern befindet sich das Team nicht. Matellia fehlt es noch an Stabilität. Was die Mannschaft zu leisten vermag, zeigte sie etwa beim 2:2-Remis bei Spitzenreiter GW Rheine. Auf der anderen Seite ließ das Team von Trainer Bertino Nacar aber zu viele Punkte bei abstiegsgefährdeten Mannschaften wie SuS Neuenkirchen III (0:3) und Vorwärts Wettringen II (1:1) liegen.



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