Do., 07.09.2017

Handball in der Bezirksliga Münsterland Burgsteinfurts Trainer Stephan Nocke backt kleine Brötchen

Die Handballer des TB (oben, v.l.): Leon Huffer, Robert Barnow, Patrick Lange, Nils Wiemeler, Thorben Steenweg, Dimitrij Gasanov und Trainer Stephan Nocke, (unten. v.l.) Manuel Volkmer, Kevin Aguiar, Frederik Schnittker, Jarno Wesselmann, Luca Lehmann, Stephan Kretzschmar, Stephan Volkeri und Edwin Hermann.

Die Handballer des TB (oben, v.l.): Leon Huffer, Robert Barnow, Patrick Lange, Nils Wiemeler, Thorben Steenweg, Dimitrij Gasanov und Trainer Stephan Nocke, (unten. v.l.) Manuel Volkmer, Kevin Aguiar, Frederik Schnittker, Jarno Wesselmann, Luca Lehmann, Stephan Kretzschmar, Stephan Volkeri und Edwin Hermann. Foto: TBB

burgsteinfurt - 

Für die Handballer des TB Burgsteinfurt beginnt die neue Saison am Sonntag mit einem Heimspiel gegen die Warendorfer SU. Stephan Nocke sieht seine Mannschaft nur in der Rolle des Außenseiters. „Das war in den drei Jahren, die ich jetzt in Burgsteinfurt bin, die schlechteste Vorbereitung“, begründet der Trainer.

Von Günter Saborowski

Zugegeben, Stephan Nocke war vor dem Saisonstart schon mal euphorischer. Der Trainer der Handballer des TB Burgsteinfurt ist derzeit, angesprochen auf sein Saisonziel und die Leistungen seiner Mannschaft, einigermaßen zurückhaltend bis unwissend. Am Sonntag erwarten er und sein Team die Warendorfer Sportunion zum ersten Meisterschaftsspiel. Anwurf in der Willibrordhalle ist um 18 Uhr.

Des Trainers zurückhaltende Worte resultieren aus einer Vorbereitung, die er trotz Trainingslager und zehn Wochen Zeitplan als „durchwachsen“ bezeichnen möchte. Hinter vorgehaltener Hand hat er sich drastischer ausgedrückt. „Wir haben nicht einmal in voller Sollstärke trainiert oder gespielt. Das war in den drei Jahren, die ich jetzt in Burgsteinfurt bin, die schlechteste Vorbereitung. Ich kann an der Einstellung oder der Mitarbeit der Jungs nichts aussetzen“, sagt der Coach, aber dass ständig Spieler gefehlt haben, nervt ihn schon. Vor allem aber: „Ich weiß überhaupt nicht, wo wir stehen.“

Kein Wunder, dass der sonst von der Stärke seiner Mannschaft überzeugte Übungsleiter Warendorf auf den Favoritenschild hebt: „Das ist eine eingespielte Truppe, die kaum Abgänge hatte und vor zwei Jahren noch Landesliga gespielt hat. In der Vorsaison war sie Dritter, und sie gehört auch jetzt für mich zu den Top Vier der Liga“, sieht Nocke die WSU ganz weit vorne. Ein Grund ist unter anderem die stabile 6:0-Deckung, die die reinste „Klagemauer“ sei.

Gegen diese Wand gelte es mit schnellen und flexiblen Spielzügen anzuarbeiten – sonst könne man gegen Warendorf keine Punkte holen.

Alle drei Neuzugänge – Edwin Hermann, Luca Lehmann und Leon Huffer – seien gut in die Mannschaft integriert worden. Huffer falle jedoch vorerst wegen eines Mittelfußbruchs aus. Und Edwin Hermann, der in der Rückraummitte oder links spielen soll, falle gegen Warendorf schon eine „elementare Rolle“ zu. „Ich bin ja oft für eine Überraschung gut und lasse mir taktisch was einfallen“, sagt Nocke, der an den Einsatz des siebten Feldspielers denkt, um die Warendorfer Deckung entsprechend in Schwierigkeiten zu bringen.

Weitere Ausfälle sind Manuel Volkmer, der sich einen Finger gebrochen hat, und eventuell auch Kevin Aguiar, bei dem Stephan Nocke hofft, dass er doch wird auflaufen können. Unwichtig wäre der schnellste TBler am Sonntagabend sicherlich nicht.



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