Mo., 02.10.2017

Fußball: Kreisliga B2 Steinfurt Spielabbruch ist keine Option

Verwirrung herrschte bei den Spielern von SW Weiner (hier Ansgar Huning und Yannick Bode) nicht nur im Strafraum, sondern auch beim Abbruch in der 53. Minute. Torhüter Jan Peters (kl. Bild Nr. 1) musste den verletzten Lukas Asbrock ersetzen und hatte in der Partie keinen leichten Stand.

Verwirrung herrschte bei den Spielern von SW Weiner (hier Ansgar Huning und Yannick Bode) nicht nur im Strafraum, sondern auch beim Abbruch in der 53. Minute. Torhüter Jan Peters (kl. Bild Nr. 1) musste den verletzten Lukas Asbrock ersetzen und hatte in der Partie keinen leichten Stand. Foto: Günter Saborowski

Steinfurt/Ochtrup - 

Die Begegnung zwischen dem FC Galaxy und SW Weiner verlief am Sonntag ein wenig chaotisch. Nicht so sehr, weil die Beteiligten schlecht spielten, sondern weil Schiedsrichter Adrian Manning die Partie nach 53. Minuten wegen Übelkeit unterbrechen musste.

Von Günter Saborowski

Ein Stück weit Verwirrung herrschte am Sonntag im Burgsteinfurter Stadion, als Schiedsrichter Adrian Manning in der zweiten Halbzeit der Partie Galaxy gegen Weiner beim Spielstand von 2:1 für den FC Galaxy seine Pfeife aus dem Mund nahm und den Beteiligten ankündigte, er könne die Begegnung nicht mehr zu Ende leiten. Er habe sich in der Kabine schon übergeben müssen, berichtete Ali Pish Been, der Vorsitzende des FC Galaxy, dann sei ihm auf dem Platz nach Wiederanpfiff schwindelig geworden und er habe Durchfall bekommen.

Gute Gründe, ein Fußballspiel zu beenden. Die Gesundheit geht allemal vor. Nur, was tun? Ein Fußballspiel dauert nun mal 90 Minuten und nicht 53. „Abbrechen geht gar nicht. Ein Spiel muss durchgeführt werden“, sagt Kreisschiedsrichterobmann (KSO) Jürgen Lütkehaus, den der FC Galaxy daraufhin kontaktierte.

Die Regularien sehen vor, so erklärt der KSO, dass zunächst nach einem neutralen Schiedsrichter gesucht werden muss. Befindet sich keiner am Platz, darf der Gastverein einen geprüften Unparteiischen aus seinen Reihen einsetzen. Ist auch dies nicht möglich, kann der Heimverein einen geprüften Schiedsrichter aus seinen Reihen bitten, die Partie zu Ende zu leiten. Mit Mehmet Tuztekin war ein geprüfter Schiri vor Ort. Der hatte allerdings seinen Schiedsrichterschein nicht in der Tasche. Auf die Vorlage dieses Scheins bestanden die Weiner-Verantwortlichen jedoch, also musste Tuztekin erst nach Hause fahren und den holen.

Danach lief die Partie weiter, mit der Folge, dass Weiner schnell das 1:3 kassierte und auch klar verlor.

Nicht ohne Grund, wie Trainer Patrick Niemeyer im Nachhinein erläuterte, denn mit Lukas Asbrock verletzte sich Weiners Stammkeeper und musste durch Jan Peters ersetzt werden. Der hatte jedoch aufgrund einer Verletzung vier Wochen keine Spielpraxis gehabt und irrte einige Mal ziemlich planlos durch seinen Strafraum.

Verständlich, dass Niemeyer es am liebsten gewesen wäre, wenn die Begegnung beim Spielstand von 1:2 schon abgebrochen worden wäre und es eine Wiederholung gegeben hätte. Doch die Durchführungsbestimmungen sehen diesen Fall nicht vor. „Wir haben vom Kreisvorstand vor kurzem noch darauf hingewiesen, dass dieser Fall demnächst öfter mal vorkommen kann, weil wir zu wenige Schiedsrichter haben“, verweist Lütkehaus auf die Personalnot bei den Referees. Ein Abbruch, weil kein Schiedsrichter vor Ort ist, sei nicht möglich. Die angesetzte Partie müsse durchgeführt werden. „Zur Not mit einem Betreuer als Schiedsrichter“, sagt der KSO deutlich.



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