Mo., 16.10.2017

Fechten beim TB Burgsteinfurt Stammgast auf dem Podium

Nicht zu schlagen: Marius Braun (l.) verließ die Planche nach all seinen zwölf Gefechten als Sieger – wie schon bei der letzten Ausgabe. Im Januar schlug er im Finale Ciaran Veitenheimer.

Nicht zu schlagen: Marius Braun (l.) verließ die Planche nach all seinen zwölf Gefechten als Sieger – wie schon bei der letzten Ausgabe. Im Januar schlug er im Finale Ciaran Veitenheimer. Foto: Jan Gudorf

Burgsteinfurt - 

Marius Braun beherrschte die Konkurrenz bei der Neuauflage des Herrenflorett-Turniers um den STU-Cup. Zugegen in Burgsteinfurt war auch Bundestrainer Uli Schreck, der ein positives Fazit zog.

Von Jan Gudorf

„Burgsteinfurt ist ein gutes Pflaster für mich”, hatte Marius Braun bereits nach seiner letzten Teilnahme am STU-Cup festgestellt. Diese schloss der 28-Jährige als Sieger ab, nachdem er zuvor bereits zwei Podestplätze in Stemmert hatte einheimsen können. Wenig überraschend also, dass Braun, der nun für den KTF Luitpold München ficht, auch bei der fünften Auflage des vom TB Burgsteinfurt veranstalteten Herrenflorett-Turniers auf dem Podium zu finden war – und zwar erneut ganz oben.

Souverän wurde Braun seiner Favoritenrolle gerecht. In der Vorrunde gelangen ihm in sechs Gefechten sechs Siege, um in der anschließenden Direktausscheidung in jeder Runde mit mindestens fünf Treffern Vorsprung zu gewinnen, so auch im Halbfinale (15:10) gegen Dominik Schoppa vom OFC Bonn. Erst im hochklassigen Finale gegen den Weinheimer Felix Klein musste der Team-Europameister von 2013 neben seinem fechterischen Können auch Nervenstärke beweisen. Klein, der in der Vorschlussrunde den Niederländer Job de Ruiter ausgeschaltet hatte (15:11), gestaltete das Gefecht über die gesamte Dauer spannend, musste sich letztlich aber knapp mit 14:15 geschlagen geben.

Aufmerksam beobachtet wurde das sportliche Treiben von Uli Schreck. Trotz der kurzfristigen Absage von Olympiasieger Benjamin Kleibrink bewertete der Herrenflorett-Bundestrainer das Niveau als „sehr hoch. Abgesehen von Kleibrink und Peter Joppich sind alle hier, die in den Ranglisten vorne stehen.” Neben der deutschen Elite befanden sich unter den 112 Teilnehmern auch Fechter aus Belgien und den Niederlanden sowie ein Ägypter. Die aufgrund des Junioren-Turniers am Folgetag vielen jugendlichen Starter „müssen in solchen Wettbewerben noch Erfahrung sammeln. Für sie war es eine gute Standortbestimmung”, erklärte Schreck.

Gleiches galt für die vier Fechter des TB Burgsteinfurt. Jedoch kamen Tom-Florin Löhr (Platz 38), Justian Moor (50) und Konstantin Krüger (52) nicht über die Runde der letzten 64 hinaus. „Wir wollten unter die letzten 32 kommen, daher können wir nicht ganz zufrieden sein”, bewertete Trainer Jerzy Nowakowski das Abschneiden. Für den A-Jugendlichen Julius Tiedemann war nach der Vorrunde Schluss.

Deutlich positiver fiel das Fazit von TBB-Abteilungsleiter Dirk Baldauf aus. Dank des eingespielten Teams seien sowohl der STU-Cup als auch das Turnier „Steinfurter Schloss” einwandfrei über die Bühne gegangen.

Die zahlreichen Gäste mit weiter Anreise übernachteten in der Region und gaben zum Abschied sehr positive Rückmeldungen. „Langsam stoßen wir an unsere Kapazitätsgrenze. Steinfurt wird sehr gerne angefahren und hat sich auf lange Sicht als fester Turnierstandort etabliert”, freute sich Baldauf.

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Burgsteinfurt ist ein gutes Pflaster für mich.

Marius Braun

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