Do., 26.10.2017

Fußball: Frauen-Bezirksliga 6 Vier Punkte zwischen Platz zwei und zwölf

In der Vorsaison lief es in Sachen Toreschießen besser bei Anna Spieker (l., hier im Zweikampf mit Vera Brune). Dass es insgesamt nicht läuft beim FC Nordwalde, liegt auch daran, dass Anke Markmann (kl. Bild) verletzt ist.

In der Vorsaison lief es in Sachen Toreschießen besser bei Anna Spieker (l., hier im Zweikampf mit Vera Brune). Dass es insgesamt nicht läuft beim FC Nordwalde, liegt auch daran, dass Anke Markmann (kl. Bild) verletzt ist. Foto: Thomas Strack

Altenberge/Ochtrup/Nordwalde - 

In der Bezirksliga der Frauen trennen den Zweiten in der Tabelle und den Zwölften nur vier Punkte. Mit einem Schlag kann sich (fast) jede Mannschaft von unten nach oben katapultieren. Vor allem der FC Nordwalde könnte diesen Sprung gut gebrauchen.

Von Günter Saborowski

Was ist bloß mit den Frauen los? In der Fußball-Bezirksliga 6 gibt die Tabelle ein merkwürdiges Bild ab. Spitzenreiter mit 19 Punkten nach neun Spielen ist der TuS Altenberge. So weit, so gut. Aber den TuS Recke auf Platz zwei und den FC Nordwalde auf Rang zwölf trennen gerade mal vier Zähler. Sechs Mannschaften weisen 14 Punkte auf, zwei (Esch und Langenhorst) haben 13 auf ihrem Konto, Germania Hauenhorst II hat zwölf, Borussia Emsdetten II und der FC Nordwalde jeweils zehn Zähler.

Zum Vergleich: In der Vorsaison lag der FCN mit 27 Punkten auf Platz eins, Altenberge fand sich mit 15 Zählern auf Rang neun wieder und Langenhorst war mit vier Punkten Vorletzter. Anna Spieker hatte zu dem Zeitpunkt in sechs Spielen bereits 16 Treffer erzielt – aktuell sind es sechs. Dafür schießen sich derzeit andere Spielerinnen in den Fokus, beispielsweise Shanice Lüttecke, die für Altenberge zwölf Tore erzielt hat, oder Klara Koers, die neunmal ins Schwarze getroffen hat.

„Unsere Ergebnisse des Vorjahres kann man nicht als Maßstab nehmen. So etwas habe ich als Fußballer selten erlebt, dass sich eine Mannschaft so in einen Rausch gespielt hat“, sagt Tim Lambers, der Co-Trainer der Nordwalder Damenmannschaft. Die Tabellenführung bis zum 26. Spieltag Anfang Mai und am Ende mit 70 Punkten die Vizemeisterschaft hinter Turo Darfeld (74) waren der Lohn dieses Rausches.

Und nun? Ernüchterung einerseits, aber auch die Erkenntnis ohne bestimmte Spielerinnen geht es nicht. Anke Markmann, die Vorbereiterin, liegt seit ihrem Schlüsselbeinbruch verletzt auf Eis; Alex Schröer, Sechser und mit zuständig für den Spielaufbau, laboriert an einer Leistenverletzung; Kapitän Susanne Adermann hat durch ihre Mutterschaft die Schuhe (vorerst) an den Nagel gehängt, und Nina Wobbe, „unsere Flügelwaffe“, wie Lambers sagt, plagt sich mit Kniebeschwerden herum. „Dass wir den Kader ständig umbauen müssen, führt dazu, dass es einfach nicht läuft“, sagt Lambers.

Zudem spielt und trifft Anna Spieker noch nicht wieder so, wie sie es in der Vorsaison konnte. „Es wird von Mal zu Mal besser. Aber man muss bedenken, dass sie nach ihrem Beinbruch erst seit der Rückrunde 16/17 wieder dabei ist. Dann kam vor kurzem noch der Verdacht auf einen Bänderriss dazu, außerdem kennt die Konkurrenz sie jetzt natürlich und weiß um ihre Qualitäten“, wird Spieker – wenn sie spielt – mehr im Auge behalten als früher. „Aber“, sagt der Nordwalder Co, „das wird schon.“

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So etwas habe ich als Fußballer selten erlebt, dass sich eine Mannschaft so in einen Rausch gespielt hat.

Tim Lambers

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