Do., 20.04.2017

Fußball in der Kreisliga A Steinfurt Arminia-Trainer Thomas Schulten spielt seine Joker aus

Arminias Micael Carvalho (l.) kann Jens Heinenbernd nicht am flanken hindern, was aber nicht ins Gewicht fiel.

Arminias Micael Carvalho (l.) kann Jens Heinenbernd nicht am flanken hindern, was aber nicht ins Gewicht fiel. Foto: Marc Brenzel

Ochtrup - 

Nach fünf Niederlagen in Folge hat der SC Arminia Ochtrup wieder gewonnen. Leidtragender war der Lokalrivale aus der Weiner, der sich nach vier Siegen in Serie mit 1:3 (0:1) geschlagen geben musste. Am Ende waren es zwei Einwechselspieler, die für die Entscheidung sorgten.

Von Marc Brenzel

Der SC Arminia Ochtrup hat seinen freien Fall gestoppt. Nach fünf Niederlagen in Folge gewann die Mannschaft von Trainer Thomas Schulten am Donnerstag mit 3:1 (1:0) beim Lokalrivalen FC Schwarz-Weiß Weiner, der zuvor vier Siege in Serie gefeiert hatte.

Obwohl beide Teams von Beginn an viel investierten, spielte sich das Geschehen in der ersten Hälfte lange zwischen statt in den Strafräumen ab. Praktisch aus der ersten nennenswerten Torchance resultierte auch die Gäste-Führung: Chris Liening setzte sich über die linke Seite durch und bediente Tim Niehues, der den Ball direkt aus rund elf Metern im Giebel versenkte (28.). Wenig später hatte Niehues noch Pech mit einem Lattenknaller, zudem hätten Janik Hannekotte und Jannik Holtmann den SCA-Vorsprung vergrößern können. „Wir können von Glück sagen, dass wir zur Pause nur mit 0:1 hinten gelegen haben. In den ersten 45 Minuten sind wir zu lieb, zu verkrampft aufgetreten“, kritisierte Weiner-Trainer Florian Dudek.

Das änderte sich nach dem Wiederbeginn, denn dann hatten die Hausherren das Kommando inne. Sie übten viel Druck aus, während sich die Arminen kaum noch befreien konnten. Den möglichen Ausgleich verhinderte Gäste-Keeper Robin Neumann, als er nach einer Stunde einen Kopfball von Michael Möllers zur Ecke klärte.

Wenig später spielte Schulten seine Trümpfe aus und brachte mit Andre Vieira und Michael Ransmann zwei frische Kräfte für die Offensive. Zwei Minuten nach seiner Einwechslung verdoppelte Vieira per Kopf die Arminia-Führung (69.), und sieben Minuten später stach im Anschluss an einen Konter mit Ransmann auch noch der zweite Joker – 0:3. Kurz vor dem Abpfiff betrieb Michael Möllers nach einer Hereingabe seines Bruders Bernd Ergebniskosmetik und verkürzte auf 1:3.

„Wir haben die Partie heute in der ersten Halbzeit verloren. Das muss man so klar sagen. Aber nach zehn wirklich guten Halbzeiten in Folge darf man sich auch mal eine schlechte leisten“, resümierte Dudek.

Guter Dinge war sein Gegenüber. „Nach den Leistungen in den vergangenen Wochen mussten wir heute mit dem Schlimmsten rechnen. Doch meine Mannschaft hat das super gemacht und auch verdient gewonnen. Wenn wir etwas cleverer gewesen wären, hätten wir vor dem Wechsel noch ein, zwei Treffer mehr erzielen können“, bilanzierte Schulten, der sich vor allem über die Stabilität seiner Hintermannschaft freute. Großen Anteil daran hatten Jan Frieling und Jan Kappelhoff, die als neues Duo in der Innenverteidigung ohne Fehl und Tadel blieben.

FC SW Weiner: Na­dicksbernd – Hüntemann, Löcker, Lenfert, Heinenbernd – Tümler (49. Schultejann), Walzel – Weyring (46. Thihatmar), B. Möllers, J. Bröker (80. Stohldreyer) – M. Möllers.

Arminia Ochtrup: Neumann – Carvalho, Kappelhoff, Frieling, M. Engbring – Hannekotte, J. Engbring (80. Lienkamp) – Niehues, Holtmann, Liening (67. Ransmann) – Stoth (Vieira).

Tore: 0:1 Niehues (28.), 0:2 Vieira (69.), 0:3 Ransmann (76.), 1:3 M. Möllers (89.).



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4779702?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686799%2F