Mo., 06.11.2017

Fußball: Niederländische Ehrendivision Enschedes Stefan Thesker ist der große Pechvogel

Stefan Thesker traf auf beiden Seiten.

Stefan Thesker traf auf beiden Seiten. Foto: Twente media

Enschede - 

Beinahe hätte der FC Twente Enschede im Auswärtsspiel beim Tabellenführer PSV Eindhoven für eine Überraschung gesorgt. Doch dann unterlief Stefan Thesker ein folgenschweres Missgeschick, und die erste Partie unter der Leitung des neuen Trainer Gertjan Verbeel endete mit einer mehr als unglücklichen 3:4-Niederlage.

Von Daniel Buse

Erst trommelte er mit den Fäusten auf den Rasen, dann vergrub er sein Gesicht in seinen Händen: Stefan Thesker konnte es nicht fassen. Sein FC Twente Enschede war in der niederländischen Fußball-Ehrendivision auf dem besten Weg, ein Ausrufezeichen zu setzen, doch dann patzte der Verteidiger im entscheidenden Moment. In der 91. Minute grätschte Thesker eine flache Hereingabe unglücklich zur 3:4 (1:1)-Niederlage bei der PSV Eindhoven ins eigene Netz.

Drei Mal machten die Enscheder einen Rückstand wett, doch gegen den vierten Rückschlag konnten sie nichts mehr ausrichten. „Das ist ganz bitter. Mir fehlen die Worte“, sagte Thesker und fügte dann doch hinzu: „Ein Punkt wäre für uns gerecht gewesen – und jetzt verlieren wir auf diese Art und Weise.“

Die Vorzeichen für die Enscheder, im ersten Spiel unter dem neuen Trainer Gertjan Verbeek eine Überraschung in Eindhoven zu schaffen, waren schlecht: Twente hatte noch keinen Auswärtspunkt in dieser Saison gesammelt – und der Spitzenreiter noch keinen Zähler vor eigenem Publikum abgegeben.

Die Dinge schienen schon früh ihren erwarteten Gang zu nehmen, denn die Hausherren gingen in der 14. Minute durch Jürgen Locadia nach in Führung. Nur sieben Minuten später antworteten die Gäste aber das erste Mal: Thesker erzielte per Kopf nach einer Ecke das 1:1.

Zwar hatte die PSV im ersten Durchgang optische Vorteile, allerdings verzeichneten auch die Enscheder längere Phasen mit Ballbesitz und wurden durch schnelles Umschalten regelmäßig gefährlich.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs machte Eindhoven enorm viel Druck. Marco van Ginkel traf die Unterkante der Latte (47.) und den Pfosten (50.), bevor er mit einem verwandelten Elfmeter, der allerdings zweifelhaft war, für die erneute PSV-Führung sorgte (61.). „Wir haben das gut überstanden, auch mit dem nötigen Glück“, wusste Verbeek, dass es für seine Elf noch schlimmer hätte kommen können. So blieben die Gäste im Spiel – und mit einem harten Schuss von Thomas Lam aus 18 Metern kamen sie zum 2:2 (68.).

Kurz darauf legte die PSV zum dritten Mal durch einen Kopfball von Luuk de Jong vor (72.). Und wiederum nur drei Minuten später reagierten die Enscheder zum dritten Mal: Fredrik Jensen zog aus 22 Metern aus dem Stand ab – 3:3 (75.). Es wäre ein passendes Ergebnis für dieses Duell gewesen, wenn der Ahauser Thesker nicht noch den einen entscheidenden Aussetzer geleistet hätte.

PSV Eindhoven: Zoet – Arias (85. Ramselaar), Schwaab, Isimat-Mirin, Brenet – van Ginkel, Pereiro, Hendrix (79. Luckassen) – Bergwijn (67. de Jong), Locadia, Lozano.

FC Twente Enschede: Brondeel – ter Avest (73. van der Lely), Bijen, Thesker, Cuevas (90.+2 Kvasina) – Lam, Liendl – Slagveer, Jensen, Tighadouini (71. George) – Boere.

Tore: 1:0 Locadia (14.), 1:1 Thesker (21.), 2:1 van Ginkel (61., Foulelfmeter), 2:2 Lam (68.), 3:2 de Jong (72.), 3:3 Jensen (75.), 4:3 Thesker (Eigentor, 90. +1 ).



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