Mi., 08.11.2017

Fußball: Die Fusion der Ochtruper Fußballvereine Der Ball liegt jetzt beim FC Lau-Brechte

FCL-Vorsitzender Markus Bender (Bild) und Peter Oeinck vom 1. FC Arminia Ochtrup setzen auf eine gemeinsame Zukunft ihrer Vereine in einem Fusionsverein.

FCL-Vorsitzender Markus Bender und Peter Oeinck vom 1. FC Arminia Ochtrup setzen auf eine gemeinsame Zukunft ihrer Vereine in einem Fusionsverein. Foto: Jonas Katerkamp

Ochtrup - 

Eine mögliche Fusion der Ochtruper Fußballvereine wird in der Töpferstadt weiterhin heiß diskutiert. Nachdem die Arminen und der FC SW Weiner ihre Hausaufgaben gemacht haben, liegt der Ball nun beim FC Lau-Brechte. Ein Thema könnte auch eine „kleine Fusion“ sein.

Am 3. März hatten Peter Oeinck und Markus Bender in ihren Funktionen als Abteilungsleiter der SCA-Fußballer beziehungsweise als Vorsitzender des FC Lau-Brechte zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Fusion der Ochtruper Fußballvereine“ eingeladen. Knapp 700 Interessierte waren erschienen. Mittlerweile hat sich eine Menge getan: Die SpVgg Langenhorst/Welbergen möchte eigenständig bleiben, die SCA-Kicker haben sich vom Gesamtverein abgespalten und den 1. FC Arminia Ochtrup ins Leben gerufen. Marc Brenzel aus der Sportredaktion der Westfälischen Nachrichten wollte von Peter Oeinck und Markus Bender wissen, wie der Stand der Dinge ist und wie es weitergeht.

Herr Oeinck, Herr Bender, seit der Info-Veranstaltung haben sich die beteiligten Vereine nicht mehr gemeinsam zu dem Thema „Fusion“ geäußert. Ruhen die Gespräche?

Peter Oeinck: Nein, auf keinen Fall. Dass es zuletzt etwas ruhiger war, lag auch daran, dass wir mit der Abspaltung vom SC Arminia und der Neugründung des 1. FC Arminia viel beschäftigt waren. Jetzt widmen wir uns unter anderem wieder der eigentlichen Fusion.

Markus Bender: Das war sozusagen der Startschuss, der erste echte Schritt ist vollzogen. Wir haben jetzt drei Vereine, die einen potenziellen neuen Verein mit Leben füllen können.

Die Arminen haben vorgelegt, wie geht es jetzt beim FC Lau-Brechte weiter?

Bender: Der Ball liegt nun bei uns. Genau, wie es der FC Schwarz-Weiß Weiner schon gemacht hat, werden wir in einer Briefwahl ein genaueres Stimmungsbild ermitteln. Die daraus zu erkennenden Tendenzen geben den weiteren Weg vor.

Wie läuft das Prozedere genau ab?

Bender: Alle 565 Mitglieder sind angeschrieben worden und haben eine Stimme. Für Minderjährige votieren die Eltern. Die Briefe gehen jetzt raus, bis zum 24. November (Freitag) müssen die Stimmzettel abgegeben werden. Eine Wahlurne steht im Café Knitterfrei, eine in der Vereinsgaststätte Bätenvoss. Zudem können die Unterlagen bei mir zu Hause, Bentheimer Straße 89, abgegeben werden. Unsere Mitglieder können sich zwischen drei Optionen entscheiden.

Wieso drei?

Bender: Für eine Fusion, gegen eine Fusion und für eine Fusion der Jugendabteilungen.

Oeinck: Wenn jemand nicht für eine große Fusion sein sollte, wäre es schön, wenn er sich zumindest Gedanken um die zukünftige Nachwuchsförderung in Ochtrup macht.

Aber das anvisierte Ziel ist und bleibt eine Fusion der Gesamtvereine, oder?

Oeinck: Natürlich. Unser Ziel ist es nicht, dass sich existierende Vereine auflösen, sondern vielmehr, den Fußball in Ochtrup zu fördern und zu stärken. Und das in einer gemeinsamen, positiven Absicht.

Herr Bender, wie geht es nach der Briefwahl beim FCL weiter?

Bender: Finden sich genügend Befürworter einer Fusion, stimmen wir darüber im Rahmen der nächsten Generalversammlung ab. Die findet im ersten Quartal 2018 statt. Im April könnte dann schon der Fusionsverein gegründet werden. Erkennen wir, dass eine Fusion nicht gewünscht ist, verfolgen wir das Thema nicht weiter.

Was könnte Ihrer Meinung nach denn die Mitglieder veranlassen, gegen eine Fusion zu votieren?

Bender: Ich habe in letzter Zeit viele Gespräche geführt. Da ging es unter anderem um Mitgliedsbeiträge und die sportlichen Perspektiven im Breitensportbereich. Da kann ich beruhigen: Die Beiträge werden gleich bleiben, und es fällt auch kein Spieler hinten runter. Natürlich wird es einen Leistungsbereich geben, für den sich jeder qualifizieren kann. Aber dahinter können die jetzt bestehenden Teams in ihrer momentanen Zusammensetzung natürlich bestehen bleiben.

Oeinck: Gerade beim FC Lau-Brechte genießt der Breitensportgedanke einen sehr hohen Stellenwert, und das soll auch so weitergeführt werden. Als Verein kann man nicht nur auf den sportlichen Erfolg gucken, der gesellschaftliche Aspekt ist genauso wichtig.



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