So., 28.01.2018

Fußball: Der 38. Volksbankcup von Arminia Ochtrup 1899 Hoffenheim in Ochtrup erneut vorne

1899 Hoffenheim durfte am Ende wieder jubeln. Beim 6:1-Finalsieg trug sich auch Armindo Sieb (Foto unten) zwei Mal in die Torschützenliste ein. Davis Asante (r.) erzielte den Ehrentreffer für die Bremer.

1899 Hoffenheim durfte am Ende wieder jubeln. Beim 6:1-Finalsieg trug sich auch Armindo Sieb (Foto unten) zwei Mal in die Torschützenliste ein. Davis Asante (r.) erzielte den Ehrentreffer für die Bremer. Foto: Thomas Strack

Ochtrup - 

1899 Hoffenheim hat den Titel beim großen Ochtruper Hallenturnier verteidigt. Im Finale besiegte der Tabellenführer der Regionalliga Süd den SV Werder Bremen mit 6:1. Im Halbfinale gegen Schalke 04 stand der spätere Sieger aus Baden schon kurz vor dem Aus.

Von Marc Brenzel

Der Titel beim 38. Volksbankcup in Ochtrup ist wieder an 1899 Hoffenheim gegangen. Im Finale bezwangen die Badener das Überraschungsteam aus Bremen deutlich mit 6:1. Damit sind die Hoffenheimer die erste Mannschaft nach Borussia Dortmund im Jahr 2005, die ihren Vorjahreserfolg wiederholen konnte.

Der mit vielen Vorschusslorbeeren angereiste Spitzenreiter der Regionalliga Süd dokumentierte seine Favoritenrolle bereits in der Vorrunde. Alle fünf Partien entschied „Hoffe“ für sich – unter anderem das erste Duell mit dem SV Werder (3:2). Für die Hanseaten stand das Weiterkommen auf der Kippe, doch am Ende waren die Bremer ein Tor besser als die punktgleichen Dortmunder.

In der Gruppe B zog der VfL Wolfsburg seine Kreise und qualifizierte sich mit 13 Zählern als Gruppenerster für die Vorschlussrunde. Den „Wölfen“ folgten die von Willi Landgraf trainierten Schalker, die dem Mitfavoriten aus Leipzig die lange Nase zeigten.

Die Halbfinalpartien hatten es in sich und lieferten zwei Krimis zur Vorabendzeit. Die Schalker hatten Hoffenheim nach zwei Treffern von Ken Mata und Louis Köster am Rand einer Niederlage, aber dann drehte 1899 auf und verkürzte durch Nick Breitenbücher. Schalkes überragender Keeper Justin Treichel verhinderte bis zur letzten Minute, dass das Hoffenheimer Powerplay belohnt wurde. Doch letztlich glich Breitenbücher zum verdienten 2:2 aus und sorgte somit für ein Neunmeterschießen. Dort erwies sich der Titelverteidiger als abgeklärter und gewann mit 3:2. „Ich habe immer an die Jungs geglaubt. Ich weiß ja, dass sie kämpfen können“, lobte 1899-Trainer Benjamin James.

Das zweite Semifinale zwischen den beiden Nordvertretern Wolfsburg und Bremen verlief etwas zäher. Nach torlosen 13 Minuten wollte sich auch im Neunmeterschießen lange kein Gewinner ermitteln lassen. Erst der insgesamt 14. Versuch, den Bremens Kapitän Emre Karagöz verwandelte, brachte die Entscheidung.

Damit war die Dramatik aus dem Wettbewerb gewichen. Zwar lieferten sich Schalke und Wolfsburg im kleinen Finale – der S04 setzte sich mit 2:1 durch – noch einen Kampf, doch das war nichts im Vergleich zu den Dramen im Vorfeld.

Im Finale standen die Bremer komplett auf verlorenem Posten. Mamin San­yang und Armindo Sieb mit Doppelschlägen sowie Melkamu Frauendorf und Torwart Tom Boeff schossen einen 6:0-Vorsprung heraus, ehe Davis Asante mit dem Ehrentreffer Ergebniskosmetik betrieb.

„Wir sind trotzdem super zufrieden. Ein Halbfinale zu erreichen, ist immer ein Bremer Ziel. Das haben wir heuten sogar toppen können. Im Finale waren die Hoffenheimer einfach zu stark“, resümierte Werder-Coach Daniel Nolan.

Für Benjamin James stand nach der Siegerehrung fest: „Unsere Mannschaft ist einfach gut drauf. Unser Pressing war heute einer der Schlüssel zum Erfolg“, fand der ehemalige nigerianische Nationalspieler, bevor es für ihn und die Mannschaft mit dem Pokal in der Tasche auf die sechsstündige Heimfahrt ging.

► Zum besten Torwart des Turniers wurde Schalkes Justin Treichel gewählt, als bester Spieler wurde der Hoffenheimer Luca Campanile ausgezeichnet. Igor Matanovic (FC St. Pauli) holte sich die Torjägerkrone. Mit 13 Treffern stellte er gleichzeitig einen neuen Volksbankcup-Rekord auf.



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