Mo., 04.01.2016

Michael Jung Der Vielseitige: Olympiasieger gibt in Münster sein Debüt als Springreiter

Deutsche Meisterschaft in der Vielseitigkeit 2012: Ingrid Klimke gratuliert Michael Jung zum Titelgewinn.

Deutsche Meisterschaft in der Vielseitigkeit 2012: Ingrid Klimke gratuliert Michael Jung zum Titelgewinn. Foto: dpa

Münster - 

Der Mann braucht nur ein Pferd – schon geht es los. Ob Gelände, Viereck oder Parcours, Michael Jung macht sich vor gar nichts bange. Wie auch, er reitet ja schließlich in der Vielseitigkeit.

Von Michael Schulte

Aber nicht nur das, er kann auch jede Disziplin richtig gut. Dressur bis hinauf zum Grand Prix, Springen auf höchstem Niveau, und über die Vielseitigkeit muss man eigentlich kein Wort mehr verlieren: Olympiasieger, Weltmeister, Europameister – von deutschen Meisterschaften ganz zu schweigen.

In seiner Karriere stellte er sogar einen bislang einmaligen Rekord auf: Er war von 2012 bis zu den Weltreiterspielen 2014 als erster Vielseitigkeitsreiter gleichzeitig Olympiasieger, Welt- und Europameister in der Einzelwertung.

Seit April 2015 hat er zum ersten Mal die Führungsposition in der Weltrangliste inne. Der 33-Jährige aus Horb am Neckar hat natürlich auch zu etlichen Mannschaftstiteln der deutschen Vielseitigkeits-Equipe ganz entscheidend beigetragen.

In dieser Woche gibt Jung sein Debüt beim K+K-Cup – als Springreiter. „Ich habe ihn immer mal wieder bei verschiedenen Turnieren gesehen. Und da habe ich ihn angesprochen, ob er mal zu uns kommen möchte“, schildert Oliver Schulze Brüning die erste Kontaktaufnahme zu Jung. Dieser hat sich die Ausschreibung angesehen und dann zugesagt. „Ich komme gern mit meinen Springpferden nach Münster.“

Es hätte auch Dressur sein können, aber momentan ist er mehr im Parcours zu Hause. Wie er in Balve bewiesen hat, wo er den Großen Preis gewonnen hat, in München wurde er Zweiter.

Schulze Brüning freut sich auf den vielseitigen Mann aus Baden-Württemberg. „Er gilt als bester Reiter der Welt. Einfach deshalb, weil er alles kann.“ Münsters Turnierchef nennt ein Beispiel. Als sich Jung im Springreiten verbessern wollte, hospitierte er bei Marcus Ehning.

Aber der war bald mit seinem Latein am Ende: „Ich weiß gar nicht, was ich ihm noch beibringen soll.“ Eine Einschätzung, wie sie auch vom Bundestrainer hätte kommen können. Oliver Schulze Brüning: „Otto Becker hält Michael Jung für einen Nationenpreisreiter im Springen.“

Fehlt nur noch, dass Monica Theodorescu um die Dienste Jungs buhlt, damit die Dressur-Equipe noch stärker auftrumpfen kann. So weit wird es nicht kommen, auch wenn Jung in der Tat schon in der Grand-Prix-Tour im Viereck gesehen wurde und immer wieder dort auftaucht.

Beim K+K-Cup ist mit Michael Jung zu rechnen. Das sagt zumindest Oliver Schulze Brüning: „Der Mann reitet nicht nur mit, er gewinnt auch gerne.“

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