Mi., 06.01.2016

Fußball: Hallen-Stadtmeisterschaft der B-Junioren Münster 08 im Freudentaumel

Jubel ohne Ende: Die B-Junioren des SC Münster 08 feiern sich und den insgesamt nun schon vierten Titel.

Jubel ohne Ende: Die B-Junioren des SC Münster 08 feiern sich und den insgesamt nun schon vierten Titel. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Der SC Münster 08 ist nach den Erfolgen von 2000, 2004 und 2008 zum vierten Mal B-Jugend-Stadtmeister. Im Endspiel besiegte der Westfalenligist den 1. FC Gievenbeck mit 2:1. In der jubelnden Siegertraube wurde besonders der Doppeltorschütze und Mann des Tages geherzt.

Von Pjer Biederstädt

Jonathan Tegtmeier war in dem Feier-Rudel der Nullachter kaum mehr zu sehen. Alle wollten ihn herzen, schließlich hatte er gerade seine Farben mit zwei Toren zum Titel geschossen. „Es ist ein überragendes Gefühl. Aber es war vor allem eine geschlossene Mannschaftsleistung“, sagte Tegtmeier, als seine Mitspieler endlich von ihm abließen. Und sein Coach Julian Wiedenhöft fügte in Richtung des Matchwinners an: „Und wir wollen mal nicht vergessen, dass du auch den Gegentreffer verschuldet hast.“ Denn nachdem Tegtmeier in der fünften Minute satt zur 1:0-Führung getroffen hatte, leistete er sich nur eine Minute später einen Fehlpass. Gievenbecks bester Hallenakteur, Robert Flügel, nahm den Ball an, zog mit Vollspann ab - Ausgleich. Danach ging das vorsichtige Abtasten weiter. Beide Teams waren auf Fehlervermeidung aus, mieden das Risiko. Also musste ein Standard her. Christopher Hömann, Nullachts stets agiler Angreifer, wurde zu Fall gebracht. Den umstrittenen Freistoß drosch Tegtmeier in die Maschen und Nullacht auf den Thron.

Den Platz darauf haben sich die Kanalkicker verdient, auch wenn sie in der Endrundengruppe eine 0:3-Schlappe einstecken mussten gegen Finalgegner Gievenbeck, das im Semifinale Wacker Mecklenbeck klar mit 3:0 schlug, so überzeugten die Nullachter gegen Westfalia Kinderhaus und den TuS Hiltrup, was ihnen aber das schwere Halbfinal-Los gegen die bis dahin überragenden Preußen einbrachte. 37 Tore in sechs Spielen in der Vor- und Endrunde hatten die Adlerträger zuvor erzielt, doch Nullacht konterte sich eiskalt zu einem 3:0-Erfolg. „Heute Abend gibt es für jeden eine Apfelschorle und morgen dann Straftraining – im Halbfinale nur 3:0 und dann so knapp im Finale gewonnen“, behielt Trainer Wiedenhöft auch in der Siegerstunde seinen Humor.



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