Mi., 06.01.2016

Fußball: Hallen-Stadtmeisterschaft der A-Junioren 08-Torwart Timo Jasper wird zum Final-Held

Stadtmeister des Jahres 2016: Die A-Junioren des SC Münster 08 waren nach dem Titelgewinn kaum zu halten, der Jubel war grenzenlos.

Stadtmeister des Jahres 2016: Die A-Junioren des SC Münster 08 waren nach dem Titelgewinn kaum zu halten, der Jubel war grenzenlos. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Das Finale gegen den 1. FC Gievenbeck war äußerst dramatisch. Doch schließlich konnten die A-Junioren von Münster 08 ihren Hallen-Titel verteidigen. Den Sieg hatten sie vor allem ihrem Torwart zu verdanken.

Von Max Keldenich

Ein wenig erinnerte die Show vor dem finalen A-Junioren-Spiel zwischen Münster 08 und dem 1. FC Gievenbeck an einen Klitschko-Boxkampf. Zu „Eye of the tiger“ von Survivor wurden die Namen der Spieler verlesen. An Unterstützung mangelte es in der bestens gefüllten Sporthalle am Berg Fidel nicht, die 08-Anhänger zündeten sogar Wunderkerzen. Auch die Akteure brannten ein spannendes Feuerwerk ab. Gievenbeck ging in der Verlängerung durch Ricardo Lopes mit 2:1 in Führung. Doch Münster 08 steckte nicht auf: Der nach vorne geeilte Timo Jasper traf mit einem fulminanten Schuss in den Winkel zum umjubelten Ausgleich. So fiel die Entscheidung erst im Neunmeterschießen, in dem erneut Keeper Jasper der Held war, denn er wehrte den Strafstoß von Felix Remmermann ab. So gelang Münster 08 die erfolgreiche Titelverteidigung. „Das ist eine großartige Leistung. Wir waren zwei Mal in Rückstand und kommen so zurück. Das werden wir heute ausgiebig feiern“, sagte 08-Trainer Jan Niehoff.

Viel sprach vor dem ersten Halbfinale indes für den TuS Hiltrup. Mit einem überzeugenden 3:0-Auftaktsieg gegen den BSV Roxel erlebte das Team von Trainer Omid Asadollahi einen optimalen Start in das Turnier. Es folgte ein souveränes 2:0 gegen Münster 08, sodass im Halbfinale der 1. FC Gievenbeck erwartet wurde. Einzig der Hiltruper Schlussmann schien einem Erfolg im Wege zu stehen, der mehrmals glänzend reagierte. Zwischenzeitlich sorgte der leitende Schiedsrichter für leichte Irritationen, als er über die Füße eines Gievenbeck-Akteurs stolperte. Dieser Fauxpas brachte den FCG aber nicht aus der Fassung, denn Maximilian Brüwer besorgte kurz vor dem Abpfiff die Entscheidung.

Auch beim zweiten Halbfinale galt Preußen Münster als Favorit, schied aber gegen Münster 08 knapp mit 0:1 aus. Die Preußen-Jungs hatten sich unspektakulär für das Halbfinale qualifiziert. Einem 0:0 im Auftaktspiel folgte ein knappes 1:0 gegen den 1. FC Gievenbeck. Offenbar hatten sich die Preußen-Jungs zu sehr auf ihre technische und spielerische Klasse verlassen, denn auch im Halbfinale dominierten Einzelaktionen und lange Bälle im Preußen-Spiel. Diese Unzulänglichkeiten bestrafte das beherzt kämpfende Team von Münster 08: Fünf Sekunden vor Schluss brachte Luca Rehberg einen Abpraller im Preußen-Tor unter. Der Anhang bejubelte diesen Treffer frenetisch, der den verdienten Finaleinzug bescherte. Gegen den 1. FC Gievenbeck gelang dann der umjubelte Finaltriumph.



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