Do., 07.01.2016

Fußball: 3. Liga Preußen unterliegen Lüttich im Trainingslager mit 0:1

Marcel Reichwein (l.) führt diesen Zweikampf gegen Lüttichs Jorde Teixeira. Der Angreifer der Preußen hatte nach der Pause die beiden besten Chancen zum Ausgleich.

Marcel Reichwein (l.) führt diesen Zweikampf gegen Lüttichs Jorde Teixeira. Der Angreifer der Preußen hatte nach der Pause die beiden besten Chancen zum Ausgleich. Foto: Jürgen Peperhowe

Marbella - 

Eine gute Leistung lieferte der SC Preußen im ersten Testspiel unter Neu-Trainer Horst Steffen ab. Gegen den belgischen Erstligisten Standard Lüttich gab es allerdings in Marbella eine 0:1-Niederlage. Im Trainingslager in Spanien feilt das Team nun weiter an der Form für die Restsaison.

Von Alexander Heflik

So richtig rausrücken wollte Horst Steffen direkt nach der Partie im Estadio Municipal Marbella mit seiner Meinung nicht. Lieber wäre er gleich wieder ins Hotel zurückgefahren, hätte sich die Videoaufzeichnung geschnappt und Gutes wie Schlechtes zurechtgeschnitten. „Damit das die Spieler gleich wissen und wir das im Training verarbeiten können“, sagte der 46-Jährige nach dem 0:1 (0:0)-Niederlage gegen den belgischen Erstligisten Standard Lüttich. Gab es Gewinner? Gab es Verlierer? Machte einer was gut, einer was richtig schlecht? Steffen grinste und wollte nichts dazu sagen.

Glücklicherweise hatte er nicht mitbekommen, dass bei der Auflistung der beiden Kader durch den Veranstalter in einer ersten Fassung noch Ralf Loose als Trainer beim SCP angekündigt wurde. Als die Partie auf dem Spielfeld angepfiffen wurde, war das korrigiert.

„Bereitschaft war da“

Am Montag waren die Preußen eingeflogen, am Dienstag wurden zwei Einheiten absolviert, Tag drei brachte das erste von am Ende fünf Testspielen, die der Club in der Winter-Vorbereitung absolvieren will. „Die Bereitschaft war überwiegend da, die Fehlpassquote aber zu hoch, das war nur der Auftakt“, so Steffen. Auf keinen Fall wollte er den Eindruck hinterlassen, dass das Ergebnis unwichtig sei, Niederlagen machen sich nie gut, obwohl er nicht unzufrieden war. Aha.

Fotostrecke: Testspiel: Preußen Münster - Standard Lüttich

Der Gegner war von gehobenem Niveau und machte vor allem in der ersten Halbzeit keine Gefangenen. Als zum Beispiel Sambou Yatabare Münsters Debütanten in der Innenverteidigung, Bennet Eickhoff, rustikal im Mittelfeld abräumte, da war auch gleich Alarm am Seitenrand. Das einzige Tor der Partie resultierte ebenfalls aus einer fragwürdigen Entscheidung, weil Chris Philipps am Standbein gefoult wurde und deshalb den Ball verlor – so sahen es die Preußen zumindest. Steffen ließ durchblicken, dass das auch besser gelöst hätte werden können.

Überhaupt hatte der SCP vor dem Wechsel mehr Probleme, das belgische Team zu kontrollieren. Ein Freistoß von Amaury Bischoff (16.) und ein Schuss von Cihan Özkara (41.) waren die Chancen zum Ausgleich. Einen Schreckmoment erlebte Philipp Hoffmann, der nach einem Zweikampf auf das Hinterfeld rutschte und sich das Kinn aufriss. Für ihn war nach 13 Minuten Schluss, Teamarzt Dr. Cornelius Müller-Rensmann nähte die Wunde mit drei Stichen in der Kabine.

Wiebe dreht auf

Nach dem Wechsel standen die Preußen sehr sicher, vor allem Danilo Wiebe gewann in der Mittelfeldzen­trale einige wichtige Bälle. Vorne hätte Marcel Reichwein (46./50.) ausgleichen können. Das war alles ganz ordentlich, konditionell sehr ansprechend, weil der SCP häufig versuchte, Gegenpressing zu spielen. „Es ist schon was angekommen“, freute sich Coach Steffen nach den ersten vier Übungstagen mit seiner neuen Mannschaft. Details, nein Details wollte er nicht benennen. Steffen ist noch ein Geheimniskrämer.

SCP (1. HZ) : Lomb – Schöneberg, Pischorn, Eickhoff, Tritz – Schwarz, Philipps, Bischoff – Hoffmann (13. Özkara), Kara, Krohne. – SCP (2. HZ): Lomb – Kopplin, Schweers, Heitmeier, Müller – Scigliotti, Wiebe, Stoll – Özkara (66. Warschewski), Reichwein, Amachaibou.

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