Do., 07.01.2016

Fußball: 3. Liga Drei junge Preußen-Kräfte dürfen sich im Trainingslager zeigen

Ein Preuße in Spanien mit argentinischen Wurzeln: Jordi Scigliotti.

Ein Preuße in Spanien mit argentinischen Wurzeln: Jordi Scigliotti. Foto: Jürgen Peperhowe

Estepona - 

Diese drei Jungs waren alle überrascht, überhaupt mit dabei zu sein, aber allen gefällt es nun gut, und alle sind mächtig geschlaucht. Jordi Scigliotti und Bennet Eickhoff aus der Westfalenliga-Reserve der Preußen sowie Tobias Warschewski aus dem U-19-Bundesligateam sind mittendrin im Trainingslager der Adlerträger.

Von Alexander Heflik

So etwas wie „Jugend forscht“ in Andalusien, ran an die Etablierten, kein Gnadenbrot, wohl eher eine Bewährungschance mit ferner Perspektive am Horizont. „Sie haben es sich mit ihren Leistungen in der ersten Saisonhälfte verdient“, stellt Sportvorstand Carsten Gockel klar. „Sie können was mitnehmen“, fügte Trainer Horst Steffen an, der die „Youngstars“ gerade auch beim Testspiel gegen Standard Lüttich (0:1) genau ins Visier nahm.

Mächtig pumpen musste gerade der 17-jährige Angreifer Warscheweski. „Ich hatte schon mit der Umstellung von der B-Jugend bei Eintracht Dortmund zum Training bei Preußens A-Jugend zu kämpfen“, sagt er, innerhalb von sechs Monaten übersprang er gleich mehrere Stufen an Intensität und Qualität im Training. Ihm kam der übungsfreie Nachmittag am Mittwoch gerade recht. Aber seine vier Tore in zwölf Junioren-Bundesliga-Einsätzen ließen die Verantwortlichen nicht in Ruhe, Warschewski wird im Trainingslager mal gleich auf Herz und Nieren geprüft.

In Rödinghausen hatte Innenverteidiger Eickhoff bereits für den SCP in einer Testpartie gespielt, mehrfach noch unter Ralf Loose im Drittliga-Aufgebot mittrainiert. Der Student, Fächer Sport und Geschichte, kam von RW Ahlen zum SCP, er wolle nun alles mitnehmen, was im Camp der Preußen so zu holen ist. Er zuckt mit den Achseln, wie es weitergeht bei den Preußen, und spricht: „Ich will das Beste daraus machen.“

Während Warschweski und Eickhoff mit dem Preußen-Tross anreisten, hatte Jordi Scigliotti die kürzeste Anfahrt. Zwei Autostunden entfernt von Estepona in Granada – Stadt der Alhambra – ist seine Heimat. Wobei das auch nicht richtig ist. Der 20 Jahre alte Mittelfeldspieler wurde in Argentinien geboren, für Santa Fe und beim viertklassigen Armilla Granada war er auf der iberischen Halbinsel am Ball, ehe es ihn nach Münster verschlug. Sein Berater lotste ihn nach Westfalen, beim TuS Ascheberg absolvierte er aus Langeweile eine Trainingseinheit, ehe er beim SCP unterkam. „Das ist großartig“, sagt er, dass er einen kleinen Karrieresprung aus der Westfalenliga hin zur Erstvertretung – zumindest für diese Woche – geschafft hat. Der Allrounder, flexibel einsetzbar auf allen Mittelfeldpositionen, hofft auf die Profikarriere in naher Zukunft. Ein erster Schritt ist gemacht.

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