Fr., 08.01.2016

Fußball: 3. Liga Sahneteilchen für Preußen-Verteidiger Kopplin in Estepona

Geburtstag mit Kuchen und Kerzen: Björn Kopplin mit (v.l.) Michael Klein, Georg Krimphove, Uwe Landheer, Thomas Bäumer, Wilfried Tandetzki und Mike Schmitz – Vorstand und Aufsichtsrat.

Geburtstag mit Kuchen und Kerzen: Björn Kopplin mit (v.l.) Michael Klein, Georg Krimphove, Uwe Landheer, Thomas Bäumer, Wilfried Tandetzki und Mike Schmitz – Vorstand und Aufsichtsrat. Foto: Jürgen Peperhowe

Estepona - 

Es gehört zu den ersten überlieferten Leitsätzen des neuen Preußen-Trainers Horst Steffen, im Training einen Mix aus harter Belastung und relaxter Entlastung auf die Reihe zu bekommen. Unter gewissen Umständen gibt es sogar zum Frühstück ein Sahnetörtchen.

Von Alexander Heflik

So mitgeteilt bei seiner Vorstellung vor wenigen Tagen. Gerade für ein Trainingslager gilt das besonders, wo der Fußball-Drittligist aus Münster sein Bergfest am Donnerstag still und leise feierte. Vormittags wurde eine überschaubare Stunde vor allem sogenannten Stabilisationsübungen gewidmet, nach dem Mittagessen gab es dann Rausgang und frei, ein paar Stunden ohne Ball. „Nicht für mich“, fügte der 46-jährige Steffen an, der sich in die Video­analyse stürzte.

Der Tag begann wie immer um acht Uhr mit dem gemeinsamen Frühstück, wo Björn Kopplin zu Müsli und Brötchen auch eine kleine Torte serviert bekam. Aus gutem Grund: 27 Jahre wurde der Verteidiger jung, und zu seinen Ehren sangen seine Mitspieler lauter Inbrunst, tonal aber nicht immer treffend „Happy Birthday“. Der Essensraum bebte fast wie die Fiffi-Gerritzen-Kurve in Bestform. Es war mal wieder Harald Menzel, Münsters Chef-Scout, der an diesen Ehrentag gedacht und das überdimensionale Sahneteilchen mit Kerze organisiert hatte.

Tatsächlich hatte da ein Großteil von Münsters Entscheiderriege aus Präsidium und Aufsichtsrat den ersten sportlichen Wettkampf bereits hinter sich. Es wurde zunächst gelaufen an der Strandpromenade von Estepona, die sechsköpfige Gruppe startete früh am Morgen, später musste Präsident Georg Krimphove auf Platz drei abreißen lassen, ehe der Aufsichtsrats-Vorsitzende Thomas Bäumer und Sportvorstand Carsten Gockel das Finale gazellenartig zu einem guten Ende brachten – Sieger nicht ermittelt. Der Donnerstag also stand ganz im Zeichen von einem ersten Durchatmen, viele aus der Preußen-Familie benötigten das. (Be-)Schnupperkurs Teil eins mit dem neuen Coach ist geschafft.

Später zogen einige leger ab, das Sportdress wurde gegen Zivilkleidung getauscht. Die meisten schlenderten davon, andere wie Marco Pischorn pflegten via „Facebook“ mit der Familie daheim Kontakt, wieder andere suchten das hoteleigene Spa auf. Es bleibt dabei auch beim vierten Andalusien-Aufenthalt der Preußen, dass keiner ausbüxte, keiner über die Mauer kletterte und erst in den frühen Morgenstunden wieder den Weg ins Hotel fand. Wobei die Clubanlage von Estepona gar keine Mauern hat. Die Räuber­pistolen aus Trainingslagern bei Profifußballern gehören wohl landauf, landab, europaweit wohl in eine andere Epoche.

Sorgen hatte nur einer: Amaury Bischoff hatte sich eine Blessur am Knie zugezogen im Testspiel gegen Lüttich, er beschäftige die medizinische Abteilung genauso wie Charles Elie Laprevotte, der weiterhin Pro­bleme mit dem Knie hat. Philipp Hoffmann war mit seiner mit drei Stichen genähten Kinnverletzung für den gleichen Tag von körperlicher Ertüchtigung befreit. Mit ihnen wird im Endspurt von Estepona ab Freitag allerdings wieder voll gerechnet.



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