Fr., 08.01.2016

Bauernolympiade: Mannschaftskür RV Gustav Rau Westbevern stellt einen neuen Rekord auf

Bauernolympiade: Mannschaftskür : RV Gustav Rau Westbevern stellt einen neuen Rekord auf

RV Albachten belegte zum Ende des Tages den 2. Platz. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Beim Kampf um die Wanderstandarte der Stadt Münster hat Westbevern die anderen 14 Vereine deutlich hinter sich gelassen. Bei der Mannschaftskür gab es für den Seriensieger sechsmal die Traumnote „10“, das hat es in der 80-jährigen Geschichte der „Bauernolympiade“ noch nie gegeben.

Von Michael Schulte

Es haute ihn wieder aus dem Stuhl. Stehend applaudierte Christoph Hess, überbot sich selbst in Superlativen, als er die Mannschaftskür des RV Gustav Rau Westbevern nachkommentierte. Kein Wunder. Denn das Quartett des Titelverteidigers und Abonnementsiegers der Bauernolympiade hatte einmal mehr alle Register gezogen. Pferde und Reiter in Extraform, eine Kür mit Pfiff auf höchstem Niveau – alles passte, alles saß, da war der Weg frei zum neuen Rekord. Sechsmal die Traumnote „10“, das hat es in 80 Jahren Wettkampf um die Wanderstandarte der Stadt Münster noch nie gegeben.

Entsprechend glücklich zeigte sich Reitlehrerin Tanja Alfers nach dem grandiosen Auftritt ihrer Truppe. „Ich habe die Kür nur genossen. Es hat von Anfang an alles gepasst. In meiner Mannschaft ziehen alle mit, da macht die Arbeit so richtig Spaß.“

Fotostrecke: Mannschaftskür bei der Bauernolympiade

Westbevern kann machen, was es will, die Leistung stimmt immer. Egal, wer im Sattel sitzt oder wer den Sattel trägt. Ob Helmut Korte, Elke Stegemann oder Tanja Alfers das Team vorbereiten – die Leistung stimmt immer. Offensichtlich wird in diesem Reiterverein sehr viel richtig gemacht. Der 33-fache Champion der Bauerolympiade ist auf dem besten Weg, den 34. Titel zu holen. Übrigens, es wäre der fünfte in den vergangenen fünf Jahren.

Fotostrecke: Bauernolympiade 2016 - die Mannschaften

Aber Westbevern ist nicht alles. Da waren auch 13 weitere Teams, die die einmal mehr ausverkaufte Halle zu Begeisterungsstürmen hinrissen. Nicht unbedingt mit der Traumnote belohnt zeigten sie dennoch großen Sport. Kommentator Christoph Hess hatte seine helle Freude an der „fröhlichen Mannschaft“ aus Wolbeck, er war hingerissen vom „Quantensprung“ der Albersloher, er schwärmte von der „Superkür“ der Saerbecker, er freute sich mit Albachten und deren Vierbeinern. „Die Pferde mögen sich. Da legte keiner die Ohren an, da war keine Unruhe im Schweif.“ Und weil sich die vier im Sattel ebenfalls mögen, fiel der Auftritt sehr positiv aus.

In Sachen Choreografie hatten sich die Reitlehrer wieder so einiges einfallen lassen. Meist ging es hintereinander, mal nebeneinander, schon mal gegeneinander, aber immer miteinander. Spannung war gut, Anspannung nicht, Verspannung gar nicht, aber Entspannung sehr wohl. All das boten die Vierbeiner, ob bei der Schritt-, Trab- oder Galopptour, ob bergauf oder auf dem Mittelzirkel, ob bei den Wechseln oder nach den Übergängen. Und alles mit der notwendigen Gelassenheit und Elastizität, sodass es spielerisch aussah.

Und wenn mal etwas misslang, dann fand Hess schnell tröstende Worte und lobte sehr charmant die Art und Weise, wie die jungen Reiter den Fauxpas souverän in den Griff bekamen.

Ja, es war wieder ein großer Abend gestern Abend. Mit der klaren Erkenntnis: Die Mannschaften werden immer jünger, immer weiblicher und immer besser. Dem Vernehmen nach sollen die ersten Kartenbestellungen für 2017 bereits gestern Abend bei Geschäftsführer Rainer Kohaus eingegangen sein. Sehr verständlich. Christoph Hess kommt auch wieder.

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