Fr., 08.01.2016

Fußball: 3. Liga Preußen-Trainer Steffen am Werk – schimpfen loben, sortieren

Selbst auch gern am Ball: Horst Setffen.

Selbst auch gern am Ball: Horst Setffen. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Allmählich bekommen die Spieler des SC Preußen einen Eindruck davon, was ihr neuer Trainer von ihnen verlangt. Beim Intensivkurs im Trainingslager in Estepona zeigt sich bereits die Handschrift von Horst Steffen. Unter anderem führt er das Gegenpressing ein.

Von Alexander Heflik

Die Schnupperwoche mit Horst Steffen und seinen Schützlingen neigt sich dem Ende entgegen. Am Freitag wurde das Tempo in den beiden Übungseinheiten nach einem regenerativen Vortag wieder deutlich angezogen, zudem bekam das Team die Manöverkritik aus der Partie gegen Standard Lüttich (0:1) vor Augen geführt.

Nun wartet am Samstag in Los Barrios der albanische Serienmeister KF Skenderbeu Korca auf den Drittligisten aus Münster. Zwei Trainingseinheiten am Sonntag runden die Maßnahme in Andalusien ab.

Das Steffensche Mantra des Freitags lautete jedenfalls: „Was die Länge betrifft, müsst ihr diagonal stehen.“ Das galt für den Defensivblock. Er griff häufig in die intensiven Übungseinheiten ein, erklärte, schimpfte, lobte, sortierte – das aus seiner Sicht wichtige Positionsspiel ist verbesserungswürdig.

Es ist, wenn man den Vergleich zu Vorgänger Ralf Loose ziehen darf, lauter und gesprächiger auf dem Feld. Steffen legt den Finger sofort in spielerische Wunden, seine Kommandos sind präzise. Die Spieler nehmen den Konkurrenzkampf an. „Keiner ist sich seiner Position sicher“, erklärt Innenverteidiger Marco Pischorn.

„Das Training ist schon ein anderes“, sagt auch Stürmer Marcel Reichwein. Steffen trimmt sein Team in Richtung „Gegenpressing“, so wie er unlängst erklärte, dass er sich das vom Ex-Dortmunder Jürgen Klopp (jetzt FC Liverpool) und auch Noch-Bayern-Coach Pep Guardiola versucht hat abzuschauen.

Der 46-Jährige erklärte den Abschied vom defensiv kompakten Kontrollfußball der Ära Loose, er legt Wert auf „hohes Verteidigen mit hoher Laufbereitschaft“. Das ist ein kompletter Wechsel, als würde ein Computer ein neues Betriebssystem aufgespielt bekommen.

Samstag gegen Korca

Am Samstag gegen Korca, den Europa-League-Teilnehmer aus Albanien, will er genau das sehen. Er hofft auf ein besseres Resultat, als es das 0:1 gegen Lüttich war. Ein Sieg wäre ein nettes Nebengeräusch, der Beleg auch für ihn, dass die Mannschaft etwas von seinen Ideen bereits angenommen hat. Korca spielte im Übrigen am Donnerstag gegen den belgischen Erstligisten KV Mechelen und verlor mit 1:2.

► Für Preußens Franzosen Stéphane Tritz ist das Trainingslager aufgrund einer fiebrigen Erkältung beendet. Er fliegt bereits am Samstag zurück.

Fotostrecke: Impressionen aus dem SCP-Trainingslager in Estepona

Wie bewerten Sie diesen Artikel?

Vielen Dank für Ihre Bewertung.

Nur eine Abstimmung möglich!

Ihre Bewertung wurde geändert.

  • Derzeit 0 von 5 Sternen.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Bewertung: 0/5

1 Stern = überhaupt nicht gut; 5 Sterne = hervorragend

Google-Anzeigen


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3725957?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F