Fr., 08.01.2016

K+K-Cup: Dressur Helen Langehanenberg ist zurück im Geschäft

Mit sich und der Welt im Reinen: Helen Langehanenberg.

Mit sich und der Welt im Reinen: Helen Langehanenberg. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Nach ihrer Mutterpause hat sich Helen Langehanenberg beim K+K-Cup zurückgemeldet. Freundlich und höflich wie eh und je. Und mit Diamigo und Suppenkasper hat sie auch zwei hoffnungsvolle Nachwuchspferde für die Dressur im Schlepptau.

Von Michael Schulte

Wer sich mit Helen Langehanenberg verabredet, der muss Zeit mitbringen. Ihr ist es nun mal nicht möglich, unbehelligt durch die Messehalle zu huschen. Dazu ist die junge Dame bei den Zaungästen zu bekannt. „Schön, dass du wieder da bist.“ – „Wie geht’s der Kleinen?“ – „Welches Pferd bringst du an den Start?“ Und, und, und. Sie ist zu höflich und beantwortet alles.

Und kommt schließlich doch zum Treffpunkt. „Tut mir leid, aber es ging leider nicht schneller. Trinken wir ’nen Kaffee?“

Ganz die Alte

Sie ist wieder da, als wäre sie nie weg gewesen. Ganz die Alte, wenn man das bei der jungen Dame sagen darf. Sie lacht: „Am Donnerstag fand ich mich noch nicht so gut. Aber am Freitag war es wirklich so, ganz die Alte.“

Fotostrecke: K+K-Cup - Tag 3

Im November ist sie Mutter einer Tochter geworden und jetzt schon wieder im Turniersport dabei. Probleme? „Eigentlich nicht. Ich wurde gefragt, ob ich nach meinem ersten Training Muskelkater hatte. Aber da waren keine Muskeln mehr, also habe ich auch nichts gemerkt.“ Das Reiten verlernt man nicht, die Arbeit mit Pferden liegt ihr ohnehin, der Start bei einem Turnier ist ihr nicht fremd.

„Das macht mich stolz“

Also alles gut. Wenn sie einreitet, dann wird sie stets als ehemalige Mannschafts-Welt- und Europameisterin angekündigt. Wie empfindet sie das, wo sie doch heute (noch) ohne Grand-Prix-Pferd in der Dressur dasteht? „Das macht mich schon stolz. Das ist eine Form von Wertschätzung. Auch wenn ich meine Titelgewinne selber völlig anders bewerte.“ Unter Druck gesetzt fühlt sie sich dadurch aber nicht.

Zumal die sportliche Perspektive eine gute ist. Mit dem neunjährigen Diamigo und dem achtjährigen Suppenkasper hat sie zwei Pferde mit großer Veranlagung im Stall. Und auch dahinter folgen jüngere Pferde, die einiges versprechen. Helen Langehanenberg ist in ihrer sportlichen Planung schon sehr konkret, verspricht aber selten etwas. „Es wäre schön, wenn ich im nächsten Jahr wieder angreifen könnte.“

Tochter geboren

Mit der Geburt ihrer Tochter ist zwar ein schöner Einschnitt in ihrem Leben passiert, verändert hat sie das aber nicht. „Es war von vornherein klar, dass ich nicht ausschließlich Hausfrau und Mutter werde.“ Sie hat ihren Pferdebetrieb in Billerbeck weiterzuführen, sie will im Sport mitmischen und natürlich auch der Familie gerecht werden. Mit ihrem Mann David hat sie die Dinge geregelt.

„Andere haben das doch auch hingekriegt“, sagt sie, „da werden wir das auch schaffen.“ Und sie macht dabei den Eindruck, dass das nun wirklich kein Problem sein wird. Weil sie sich in der Rolle gefällt, privat wie sportlich. Junge Pferde auszubilden, macht ihr Spaß. Sie in den großen Sport zu führen, ist eine Aufgabe. Und zugleich auch eine gute Mutter zu sein, das ist für sie Ehrensache.

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