Sa., 09.01.2016

K+K-Cup: Springreiten Nieberg und seine hoffnungsvollen Sprösslinge

Sohn und Vater: Gerrit und Lars Nieberg sind im Springsport ein gutes Gespann.

Sohn und Vater: Gerrit und Lars Nieberg sind im Springsport ein gutes Gespann. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Im Hause Lars Nieberg reift Nachwuchs heran. Der Springreiter bescheinigt seinen Söhnen Gerrit und Max großes Talent und prognostiziert beiden eine hoffnungsvolle Karriere. Der Ältere, Gerrit, durfte sich jetzt auch in der Halle Münsterland zeigen.

Von Henner Henning

Fliegende Wechsel verbinden die Reiter gemeinhin mit dem Dressursport. Doch zum Jahreswechsel gab es im Hause Nieberg eben einen solchen – und die Familie ist nicht im Viereck, sondern vielmehr im Parcours unterwegs. Nach zwei Jahren Ausbildung zum Pferdewirt kehrte Gerrit Nieberg zurück zu Gut Berl, seinen Bruder Max (21) hingegen zog es für einige Monate nach Wellington/Florida.

„Ich bin frisch zurück und freue mich auf die Aufgabe bei meinem Vater. Zumal ich nun mehr Pferde zur Verfügung habe“, sagt der 22 Jahre alte Gerrit, der momentan beim K+K-Cup in Münster startet. Schritt für Schritt nahm seine reiterliche Entwicklung in den vergangenen Jahren ihren Lauf, die Spitze ist das Ziel des sympathischen jungen Mannes. „Auf lange Sicht ist es mein Traum, in diesem Sport so weit nach vorne wie möglich zu kommen“, erklärt der frühere Soldat der Sportförderkompanie. Und dabei baut er natürlich auf die Unterstützung seines Vaters. „Ich profitiere sehr von seinen Tipps und versuche, sie direkt umzusetzen. Dabei lässt er mir aber auch Freiraum, Dinge auszuprobieren.“

Förderung des Vaters

Der Förderung seines Vaters kann sich Gerrit gewiss sein. Lars Nieberg attestiert beiden Sprösslingen mehr Können, als er in dem Alter hatte. „Ich bin damals mit 23 erst meine ersten S-Springen geritten und war weit weg von ihrem Können. Sie haben Talent und konnten in Ruhe reifen. Aber man muss auch sagen, dass es heutzutage deutlich schwerer für junge Reiter ist als zu meiner Zeit. Ich gehe davon aus dass meine Söhne reiterlich besser werden als ich. Wie weit es dann geht, wird man sehen müssen“, sagt der zweifache Team-Olympiasieger von 1996 und 2000.

Er selber geht mit verhaltenen Ansprüchen in das Jahr 2016. Seine Top-Pferde Leonie und Nabab de Revel sind nach Verletzungen noch nicht fit, die genaue Saisonplanung steht daher noch nicht abschließend. Aber Nieberg nimmt es gelassen, sagt: „Ich bin 52 Jahre und bin überall gewesen.“ Und wenn alles gut läuft, können diese Gelassenheit in 30 Jahren auch seine Söhne an den Tag legen.

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