Sa., 09.01.2016

Reiten: Wettkampf um die Wanderstandarte Westbevern dominiert die Bauernolympiade weiter – 34. Titelgewinn

In der Kür, in der die Richter sechsmal die Traumnote 10,0 verteilten, stellte der RV Gustav Rau Westbevern die Weichen auf Sieg. Im abschließenden Springen am Samstag verteidigte der Rekordchampion seinen Titel und gewann zum 34. Mal die Bauernolympiade.

In der Kür, in der die Richter sechsmal die Traumnote 10,0 verteilten, stellte der RV Gustav Rau Westbevern die Weichen auf Sieg. Im abschließenden Springen am Samstag verteidigte der Rekordchampion seinen Titel und gewann zum 34. Mal die Bauernolympiade. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Am Donnerstag hatte sich der RV Gustav Rau Westbevern dank einer traumhaften Kür die beste Ausgangslage im Wettkampf um die Wanderstandarte der Stadt Münster geschaffen – und diese nun am Samstag im Springen genutzt. Hinter dem Rekordchampion wurde Albachten Zweiter.

Von Henner Henning

Der RV Gustav Rau Westbevern ist und bleibt im Wettkampf um die Wanderstandarte der Stadt Münster einfach eine Macht. Alle Angriffe wehrte der Rekordchampion ab und ließ im abschließenden Springen keine Zweifel aufkommen, wer die 80. Auflage der Bauernolympiade gewinnt. Zu stark war der Titelverteidiger, der sich mit fünf Nullrunden vor seinem Herausforderer RV Albachten durchsetzte und damit zum 34. Mal triumphierte. Dritter wurde der RV St. Georg Saerbeck, der RV Roxel verbesserte sich vom sechsten noch auf den fünften Rang.

Die dritte Teildisziplin des Wettbewerbs eröffneten auch am Samstag traditionell wieder jene Teams, die nach der Dressur und der Kür auf den unteren Rängen standen. Und wie im Vorjahr sicherte sich der RFV Havixbeck-Hohenholte die Optimalausbeute von 40 Punkten und schob sich damit als Neunter noch in die Top Ten.

Rieselfeld rutscht ans Ende

Aus der purzelte der RFV Zum Rieselfeld Münster, der wie 2015 einen gebrauchten Tag erwischte und nahm satte 28 Strafpunkte mit in die Wertung – dies bedeutete den Absturz auf Rang 14. Überhaupt taten sich die Mannschaften in dem Parcours schwer, neben Havixbeck glückte nur Westbevern noch das perfekte Resultat. Immerhin drei Nullrunden brachte Roxel ins Ziel, die Equipe von Daniela Waldmann überflügelte damit noch den RV Greven, der zwei Abwürfe mit ins Ergebnis einfließen lassen musste.

Die heiße Phase war eingeläutet, die Top-Teams kämpften um ihre Siegchancen. Dem RV Albersloh reichten drei fehlerfreie Ritte, um Roxel abzulösen, Saerbeck aber verdrängte direkt im Anschluss den RVA und übernahm die Spitzenposition. Damit war klar, dass Albachten nicht nur den Blick auf Westbevern, sondern auch noch in den Rückspiegel werfen musste, lagen doch vor dem Springen nur mickrige 0,15 Zähler zwischen der Truppe von Carmen Ohmen und Saerbeck. Doch Tim Scheunemann, Anna Maria Holkenbrink mit 0,5 Punkte für die Zeitüberschreitung, Kim Schulze Hillert und Yasmine Lounici hielten dem Druck stand und gaben ihn galant an den Gejagten weiter. „Unser Springen war wirklich gut“, sagte Ohmen, die nach den Auftritten ihrer Schützlinge schnell erkannte, dass erneut kein Weg vorbei an Westbevern führen würde.

Beuing nutzt die Chance direkt

Sogar einen Fehler hätte sich der alte und neue Sieger, der seinen fünften Erfolg in Serie feierte, erlauben dürfen. Davon aber war Westbevern weit entfernt, Kathrin Kolkmann, Charlotte Wiegert und Nils Trebbe besorgten den beiden letzten Startern Matchbälle. Und gleich die erste Möglichkeit nutzte Daniela Beuing, die mit ihrer makellosen Runde riesigen Jubel im Team und in der großen Westbeverner Fankolonie auslöste. „Dass die Mannschaft es tatsächlich so durchgezogen hat, ist spitze. Man weiß ja nie, was passiert, es ist immer spannend. Aber auf das Team kann ich mich echt verlassen“, sagte Tanja Alfers, die von ihrer Albachtener Kollegin Ohmen ein faires Lob bekam. „Hut ab vor Westbevern. Die Kür war ganz toll, das Springen souverän. Aber wir sind super zufrieden und glücklich mit Platz zwei. Es gibt nichts zu meckern. Der Zusammenhalt ist richtig groß, abends feiern wir erstmal zusammen“, so Ohmen.

Gefeiert hat auch Westbevern – und zwar verdient. Denn der Favorit hat einmal mehr seine Rolle ausgefüllt.



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