So., 10.01.2016

K+K-Cup: Großer Preis Cristofoletti und Belony gewinnen erste Quali mit letzter Runde

Alexander Kernebeck überzeugte in der ersten Qualifikation zum Großen Preis. Erst auf den letzten Drücker verdrängte Michael Cristofoletti den Gronauer von Platz eins..

Alexander Kernebeck überzeugte in der ersten Qualifikation zum Großen Preis. Erst auf den letzten Drücker verdrängte Michael Cristofoletti den Gronauer von Platz eins.. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Michael Cristofoletti hatte sich das Beste für die letzten Parcoursrunde aufbewahrt. Mit Belony blieb der Italo-Grevener fehlerfrei im Stechen und schubste in der Qualifikation am späten Freitagabend noch Alexander Kernebeck und Mary Lou vom ersten Platz.

Von Henner Henning

Das Beste kam in der ersten Qualifikation zum Großen Preis zum Schluss. Als letzter Starter ging Michael Cristofoletti in den Stechparcours, als letzter Starter hatte der Italiener die Chance, die ungemein gute Vorgabe von Alexander Kernebeck zu unterbieten. Denn dem Gronauer war mit seiner Stute Mary Lou eine verdammt fixe Runde geglückt, seine Zeit von 36,11 Sekunden schien nicht zu toppen. Doch dann kam Cristofoletti mit Belony, legte einen nahezu perfekten Ritt hin und war tatsächlich noch einmal um 49 Hundertstel schneller.

„Es war gar nicht der Plan, das Stechen zu gewinnen. Aber nach den ersten beiden Sprüngen hatte ich ein super Gefühl und habe Belony laufen gelassen“, meinte der für den RV Greven startende 25-Jährige, der damit die exakt richtige Entscheidung getroffen hatte. Seit zwei Jahren ist er im Stall von Premiumhorses in Emsdetten und galt nach seinen guten Ergebnissen schon im Vorfeld als ein Geheimfavorit. „Michael hat gewaltige Fortschritte gemacht. Er arbeitet sehr konzentriert und fleißig, ist fast schon überehrgeizig. Manchmal muss man hin ein bisschen stoppen“, meinte sein Trainer Kurt Holz. Doch am Freitagabend hielt ihn kein Konkurrent auf, der Freund der Grevener Reiterin Jana Wargers flog mit dem neun Jahre alten Wallach zum Sieg. „Belony macht immer super mit und hat eine Einstellung vom Allerfeinsten“, lobte Cristofoletti sein Pferd, das wie an der Schnur gezogen durch den Parcours kam.

Kernebeck enttäuscht

Sehr zum Leidwesen von Kernebeck, der ganz nah am Sieg war. „Wenn man so knapp verliert, ist das immer ärgerlich. Ich habe die Linie von Sprung eins zu zwei nicht gut erwischt und da die Zeit liegengelassen“, meinte der 25-Jährige, der dennoch einverstanden war mit dem Auftritt von Mary Lou. „Sie ist super gesprungen. Es ist das erste Mal, dass sie eine Prüfung auf diesem Niveau bestritten hat. Da kann man mehr als zufrieden sein.“ Teil eins seines gefühlten Heimspiels ist trotz der knappen Niederlage geglückt, am Samstag im Championat will er einen erneuten Angriff wagen. „Die Qualität hat Mary Lou. Und Münster ist immer eine Reise wert, ich war schon als kleiner Junge mit meinen Eltern zum Gucken hier. Wenn man jetzt wiederkommt und noch erfolgreich ist, ist es ein kleiner Traum.“

Die dritte Nullrunde im zehnköpfigen Stechen zeigte Stephan Gerdener (RFV Laer) mit Carina – es war die erste im entscheidenden Durchgang. Ohne Wackler kam das Duo über die sieben Hindernisse mit acht Sprüngen, sein Ritt – mit dem Wissen um die patzende Konkurrenz zuvor – war sicher und ruhig. Und wurde mit Rang drei belohnt.



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