So., 10.01.2016

Basketball: Regionalliga WWU Baskets schlagen widerspenstige Salzkottener mit 83:78

in den entscheidenden Szenen waren die WWU Baskets aus Münster besser: Hier setzt sich Konrad Tota gegen Daniel Lieneke durch.

in den entscheidenden Szenen waren die WWU Baskets aus Münster besser: Hier setzt sich Konrad Tota gegen Daniel Lieneke durch. Foto: Thomas Austermann

Münster - 

Die WWU Baskets Münster sind zu großen Sprüngen in der Lage, ab und an springen sie aber auch nicht einen Zentimeter höher als unbedingt nötig – und dann wackelt die Latte mitunter bedenklich. So auch am Samstagabend, als der Spitzenreiter seine Position mit Ach und Krach gegen einen wackeren Gegner aus Salzkotten behaupten konnten. Am kommenden Samstag geht es zum Gipfeltreffen nach Schalke, dann sind die ganz großen Sprünge nötig ...

Von Thomas Austermann

Vor dem ersten Spiel im Jahr haben die Trainer immer Bammel. Nach der Pause passt meistens wenig zusammen – getreu diesem Erfahrungswert quälten sich die WWU Baskets tatsächlich nur zu einem 83:78 (35:37) über den widerspenstigen wie wurfstarken TV Salzkotten. Der münsterische Erste bleibt oben und kann den 14. Regionalligasieg am Samstag im Schlager beim punktgleichen Zweiten FC Schalke 04 veredeln.

„Da müssen und werden wir ans Limit gehen“, versprach Trainer Philipp Kappenstein beinahe die notwendige Steigerung seines Kaders in einem vorentscheidenden Duell, auf das er sich richtig freut. Weil er weiß, dass sich alle Mann ganz anders aufstellen als jetzt vor rund 600 Zuschauern in der rappelvollen Unihalle, die ein Anziehungspunkt bleibt. „Der letzte Fokus fehlte uns heute“ – der Pädagoge war stark gefordert, die richtige Rotation gegen „einen wirklich guten Gegner“ zu finden.

Johnson trifft verlässlich

Nur Dallis Johnson traf zunächst verlässlich, aber insgesamt war die Trefferquote aller WWU-Spieler aus dem Spiel heraus eine dünne (35 Prozent). Besonders aus der Distanz haperte es mächtig mit nur fünf Dreiern bei 24 Versuchen. Ganz anders agierte die lediglich achtköpfig aus dem Kreis Paderborn angerückte Auswahl von Trainer Artur Gacaev. Der 19-jährige Alan Boger, in der Pro A bei Kooperationspartner Baskets Paderborn ein Bankspieler, setzte fünf Dreier vor der Pause, ehe seine Kreise endlich gestört wurden.

Mit hohem Pressing gegen Aufbauspieler Matthias Finke agierte Münster durchgehend. Zuerst übernahm Stephan Kreutzer den Job, der sich die Regiestelle mit Anselm Hartmann und Rückkehrer Aaron Henrichs teilte. Kappensteins Fünfergruppen ließen aber zu viele freie Würfe anderer Gäste zu und verschleuderte selbst etliche Möglichkeiten. „Ja, wir haben mehr erwartet“, gab der Coach zu. „Das Training nämlich war klasse.“

Konsequenz – nein danke

Auffällig war eine Seltenheit in dieser Serie. Nämlich die, dass die Uni-Jungs selbst aus guten Phasen kein Kapital schlugen und keine Kraft zur Konsequenz tankten. Sie stürzten sich und die Fans permanent ins Wechselbad. Richtig ans Laufen kam der Spitzenreiter kaum einmal. „Im vierten Viertel immerhin“ sah Kappenstein die 70:60-Führung, als Henrichs aggressiv zupackte und Finke beinahe ausschaltete. Die „Sälzer“ aber öffneten die Schlussphase mit zwei Dreiern noch einmal. Münster zog weiter die Fouls und war an der Linie sicher mit 30 von 36 möglichen Zählern.

WWU Baskets: Johnson (22), J. König (11/2), Jean-Louis (11/1), A. König (10/1), Hartmann (9/1), Tota (9), Henrichs, Narendorf (je 5), Woltering (1), Göknil, Kreutzer.

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