Di., 12.01.2016

Fußball: 3. Liga Preußen wollen Fans im Test gegen Roxel mitnehmen

Jordi Scigliotti (M.) bleibt zunächst in der U 23, aber für Tests und das Training im Visier der Profis.

Jordi Scigliotti (M.) bleibt zunächst in der U 23, aber für Tests und das Training im Visier der Profis. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Das erste Testspiel auf deutschem Boden in diesem Jahr bestreitet Preußen Münster am Mittwoch in Albersloh gegen den BSV Roxel. Beim Gegner des Drittligisten ist auch eine Menge los, doch vor allem will sich der SCP seinen Fans präsentieren.

Von Thomas Rellmann

Auf die spontane Chance, gegen die Preußen anzutreten, hatten sich die frischgebackenen Stadtmeister des BSV Roxel eigentlich gefreut. Genießen können die, die am Mittwoch (19 Uhr) in Albersloh gegen den Drittligisten auflaufen, die 90 Minuten vermutlich auch. Doch der am Dienstag bekannt gewordene Weggang von Trainer Carsten Winkler, der bei Team und Umfeld hohe Sympathiewerte genießt, drückt vorab ein wenig auf die Stimmung.

Der Coach selbst richtet den Fokus natürlich auf das besondere Spiel, das er vor allem der jüngeren Garde nicht vorenthalten will. „Das wird ein Riesenevent für das Team, so eine Anfrage blockt man nicht ab. Der Stellenwert ist groß.“ Am Montag bat er seine Spieler sogar zur Prä-Trainingseinheit für das Freundschaftsspiel, eigentlich ist erst eine Woche später offizieller Auftakt.

Erfahrene Riege im Urlaub

Allerdings sind einige der eher erfahrenen Riege aktuell im Ski-Urlaub (Philipp Daldrup, Julian Seeger, Manuel Beyer, Thomas Rauen). „Wir haben auch vier Wochen draußen nichts gemacht. Ich bin gespannt, wie fit wir sind“, sagt Winkler. Immerhin: In der Halle hat sein Team mit Erfolg den Rhythmus beibehalten.

Der Blick der meisten Zuschauer wird sich trotz aller Schlagzeilen, die die Kleeblätter in den vergangenen Wochen produziert haben, auf den großen Nachbarn richten. Ganz bewusst hat sich der SCP nach der Verpflichtung von Coach Horst Steffen entschieden, noch ein Freundschaftsspiel im Münsterland zu bestreiten. Die Fans sollen mit ins Boot genommen werden beim Anflug von Aufbruchstimmung, sie sollen die Veränderung im aktiven Spiel miterleben. „Ist doch klar, dass wir uns noch mal zeigen wollen“, sagt Sportvorstand Carsten Gockel.

Schwarz fraglich

Elie Laprevotte, Stéphane Tritz und Simon Scherder sind noch kein Thema für einen Einsatz, Danilo Wiebe wartet noch auf seine endgültige Diagnose und muss definitiv aussetzen. Jesse Weißenfels droht wegen seiner rätselhaften Fußverletzung sogar das Saison-Aus. Fraglich ist noch das Mitwirken von Benjamin Schwarz, der leicht angeschlagen ist.

Das Nachwuchs-Trio (Jordi Scigliotti, Bennet Eickhoff, Tobias Warschewski), das im Trainingslager in Estepona zum Kader zählte, gehört gegen Roxel übrigens nicht zum Aufgebot, soll aber weiter eine Nähe zu den Profis erhalten – also ab und an mittrainieren. „Sie haben ein Lob auf breiter Ebene bekommen“, sagt Gockel. „Sie sollen sich entwickeln, alles weitere besprechen wir.“ Für Warschewski (Jungjahrgang der U 19) muss noch eine Pflichtspielberechtigung her.



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