So., 17.01.2016

Fußball: 3. Liga Preußen beim 2:0-Testsieg in Düsseldorf mit Lust und Laune

So macht Fußball Spaß: Münster überzeugt gegen Düsseldorf.

So macht Fußball Spaß: Münster überzeugt gegen Düsseldorf. Foto: Jürgen Peperhowe

Düsseldorf - 

Preußen Münster ist heiß auf den Liga-Neustart: Eine Woche vor Beginn der Punkterunde bei Aufsteiger Würzburger Kickers zeigte sich der Drittligist im Test gegen Zweitligist Fortuna Düsseldorf in bester Verfassung. Marcel Reichwein und Mehmet Kara trafen zum 2:0-Sieg in Düsseldorf.

Von Ansgar Griebel

Man soll die Feste bekanntlich feiern, wie sie fallen – und so blieb Horst Steffen am Samstagnachmittag in der betagten Paul-Janes-Festung im Flinger Broich gar nichts anderes übrig, als zwar mit sympathischer Zurückhaltung, aber doch breitem Lächeln den 2:0(1:0)-Testspielsieg seines SC Preußen Münster gegen den Zweitligisten Fortuna Düsseldorf zu kommentieren. „Das war ein guter Test. Ich bin sehr zufrieden“, sagt der 46-Jährige nach dem überzeugenden Auftritt seiner Mannschaft.

Als Blaupause für den Neustart in die Liga am kommenden Wochenende will der neue Trainer des Drittligisten diesen Erfolg allerdings nicht gelten lassen. „Gegen Düsseldorf hat das gut geklappt, Würzburg ist eine ganz andere Geschichte, dieser Gegner wird uns anders fordern“, so Steffen – mithin ist auch die Startelf vom Samstag nicht zwingend die, die auch bei den Würzburger Kickers auflaufen wird. „Da sind wir noch variabel, aber große Teile der Elf, die diesmal begonnen hat, werden wohl auch in Würzburg starten.“ Damit könnte auch die vermeintliche Notlösung im Mittelfeld zu einem Erfolgsmodell ausgebaut werden. „Mehmet Kara auf der Sechs oder halbrechts, das war neu und hat gut geklappt“, berichtet Bauleiter Steffen von den massiven Umbauarbeiten in der Verletzungsgebeutelten Zentrale. Hinter Kara übernahm Chris Philipps den defensiven Part der „Doppelsechs“. Der Luxemburger ließ sich in bester Libero-Manier beim Spielaufbau sogar hinter die Viererkette zurückfallen und übernahm mit sicherem Auge und zuverlässigem Fuß die Aufbauarbeit. Auch an dieser Stelle gab‘s ein kleines Sternchen ins Zwischenzeugnis.

Einsame Spitze wird Doppelspitze

In der Spitze könnte aus dem „Entweder-Oder“-Duo durchaus eine „Sowohl-als-auch“-Formation werden, denn Seite an Seite schufen sich Rogier Krohne und Marcel Reichwein Räume und Gelegenheiten – immer bestens unterstützt vom wohl auffälligsten Preußen am Samstag, Philipp Hoffmann, der von den Fortuna-Verteidigern kaum zu stoppen war. Nun dürfte Düsseldorf abgesehen von der Ligazugehörigkeit und den klingenden Namen in der Startaufstellung mit Michael Rensing (einst Bayern München und 1. FC Köln) im Tor, Karim Haggui (Bayer Leverkusen und VfB Stuttgart), Didier Ya Konan (Hannover 96) und Alexander Madlung (Wolfsburg und Frankfurt) auf dem Spielfeld nicht der dickste Prüfstein gewesen sein. Neu-Trainer Marco Kurz sah sich im Anschluss in schwere Erklärungsnöte gebracht. „Vielleicht war das der Weckruf zur rechten Zeit“, so Kurz, der sein Team, das allerdings auch noch drei Wochen Zeit hat bis zur Ligafortsetzung, gegen die Preußen hilf- und ratlos sah. Im ersten Abschnitt dauerte es acht Minuten, ehe Reichwein nach schöner Vorarbeit von Hoffmann mit einem Flachschuss aus etwa elf Metern zum 1:0 vollendete. Den zweiten Streich besorgte Kara (58.) – jetzt gegen eine komplett neue Fortuna-Elf, die aber in einem zunehmend an Form und Qualität verlierenden Spiel ebenfalls wenig zu bieten hatte. Als Höhepunkt platzierte Joel Pohjanpola den Ball nach 80 Minuten völlig freistehend vor SCP-Keeper Niklas Lomb an den rechten Pfosten. Zuvor verpassten die eingewechselten Cihan Özkara und Abdenour Amachaibou ihre Chance, sich mit Treffern ins Trainer-Gedächtnis zu schießen.

Preußen Münster: Lomb – Kopplin, Pischorn (80. Schweers), Heitmeier (80. Stoll), Müller (63. Schöneberg) – Bischoff (80. Eickhoff), Philipps, Kara (68. Amachaibou) – Hoffmann (68. Özkara), Reichwein (54. Tritz), Krohne.



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