Di., 19.01.2016

Volleyball: Bundesliga USC Münster: Ausfallerscheinungen mit Folgen

USC-Trainer Andreas Vollmer kann sich auf seine Talente Irina Kemmsies (l.) und Hanna Orthmann (r.) verlassen, die Leistungsträgerinnen Ashley Benson und Ines Bathen werden dennoch schmerzlich vermisst.

USC-Trainer Andreas Vollmer kann sich auf seine Talente Irina Kemmsies (l.) und Hanna Orthmann (r.) verlassen, die Leistungsträgerinnen Ashley Benson und Ines Bathen werden dennoch schmerzlich vermisst. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Der USC Münster kann mit der Niederlage gegen Aufsteiger Straubing wenn auch unter Schmerzen leben. Bedrohlicher als das 0:3, sind indes die Ursachen für die Schlappe. Mit Ines Bathen und Ashley Benson fehlen zwei wichtige Leistungsträgerinnen. Trainer Andreas Vollmer wartet sehnsüchtig auf ihre Rückkehr ...

Von Thomas Rellmann

Nur auf den ersten Blick wirkt das Abrutschen des USC Münster in der Tabelle eklatant. Lange Dritter, ist der Rekordmeister nach der 0:3-Heimpleite gegen Nawaro Straubing nur noch Siebter. Doch auf die für die Playoffs so wichtigen Plätze drei und vier sind es ja nur zwei Zähler. Sorgen bereiten vielmehr zwei Leistungsträgerinnen, deren Ausfall in den kommenden Wochen Risiko bergen würde.

Ines Bathen, die in der Annahme unverzichtbar ist, hofft auf schnelle Besserung bei ihrer Sprunggelenksverletzung. Allerdings ist womöglich auch eine Kapsel betroffen. Und wie schwer der Ausfall von Ashley Benson, deren Knie immer mal wieder Probleme macht und deren Rückkehr noch offen ist, im Mittelblock wirkt, ließ sich am Sonntag bei der Niederlage gegen den Neuling gut beobachten. „Sie hat an allen Ecken und Ende gefehlt“, sagte Trainer Andreas Vollmer. Nach zwei Trainingswochen, in denen der halbe Stamm aussetzen musste, war der Coach schwer gefrustet. „Wir haben mit sechs bis acht Spielerinnen gearbeitet. So langsam könnten wir mal wieder Glück gebrauchen.“

Keine Panik

Panik ist angesichts der bisherigen Leistungen im USC-Lager dennoch nicht angebracht. „Na klar, es haben Alternativen auf außen gefehlt“, sagte Leonie Schwertmann. „Aber malen wir den Teufel mal nicht an die Wand. Ich habe keine Befürchtungen, dass wir jetzt ins Schlingern geraten. Wir Spielerinnnen müssen diese Engpässe auf dem Feld sowieso ausblenden.“ Vollmer wollte sich bei der anschließenden Ursachenforschung auch gar nicht auf die Verletzungen berufen. „Der Gegner hatte mehr Tempo, gerade im Mittelblock-Angriff“, führte er an.

Nachwuchstalente in den Startlöchern

Profiteurin der Personalnot war zunächst Hanna Orthmann. Die 17-Jährige agierte forsch und soll künftig fest auch an Spieltagen zum Kader des Bundesliga-Teams zählen. Bisher stand sie meist in der Zweitliga-Reserve auf dem Parkett, diese hat den Klassenerhalt nun so gut wie sicher. „Mir macht es oben richtig Spaß. Ich fühle mich gut und will diesen nächsten Schritt jetzt schaffen. Wenn man einmal dabei war, will man natürlich auch bleiben“, sagt die Außenangreiferin. „Die Mannschaft unterstützt mich toll, ich war auch gar nicht richtig nervös. Schade nur, dass wir bei meinem Debüt verloren haben.“ Auch sie bemühte aber keine Ausreden, sondern analysierte sachlich das Straubing-Spiel: „Auch wenn vielleicht ein paar Wechselmöglichkeiten gefehlt haben, liefen bei uns eher die einfachen Sachen schief.“ Mit Stella Dreisewerd (16) aus der Zweitvertretung stand übrigens das nächste Talent bereits im Spieltagsaufgebot. Als Mittelblockerin kam sie zwar nicht zum Einsatz, aber sollte Benson länger fehlen, wird sie wohl keine Eintagsfliege bleiben.

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