Do., 21.01.2016

37. Hochschulsportschau Lebendig und staubfrei

Fliegen, tanzen, kämpfen: Die Show des Hochschulsports hatte wieder eine Menge zu bieten

Fliegen, tanzen, kämpfen: Die Show des Hochschulsports hatte wieder eine Menge zu bieten. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Eine Tradition wirklich lebendig zu halten und staubfrei anzubieten ist eine Kunst. In ihr üben sich Jahr für Jahr etliche in Münster studierende Sportlerinnen und Sportler, wenn es darum geht, die Hochschulsportschau neu aufzulegen.

Von Thomas Austermann

Und Jahr für Jahr gelingt das beispielhaft enthusiastisch wie fantasievoll im großen Rahmen. Die 37. Folge dieser szenisch wie musikalisch aufgeladenen Breitensport-Schau am Mittwoch hatte es vor rund 800 Zuschauern in der Unihalle wieder in sich.

Organisator Harry Melching greift im Vorfeld und am Abend auf ein bewährtes Team zurück. Über 300 Aktive zeichneten in elf Gruppen einen Ausschnitt des umfassenden Angebots des von Jörg Verhoeven geleiteten Hochschulsports, der wöchentlich 750 Stunden Sport anbietet. Der Kabarettist und das „Storno-Drittel“ Thomas Philipzen (46), der 1995 sein WWU-Studium (Germanistik, Sport, Pädagogik) abschloss, moderierte zum zweiten Mal den langen Abend am Horstmarer Landweg ideal und erklärte, wo es nötig war.

Ratz-fatz geht es immer von einer Sportart zur folgenden, von einem Punkt zum anderen, von einer Stimmungslage in die nächste. Und immer ist man schon neugierig auf das, was noch kommt. Die oftmals von Videos unterstützte Gesamtinszenierung ist ein rundes Bild mit bewährter Schlusssequenz – dem Auftritt aller Mitwirkenden auf engstem Raum.

Fotostrecke: 37. Hochschulsportschau

Hoch hinaus sprangen gleich 16 Trampolin-Asse, von denen einige die Nähe zur Hallendecke zu suchen schienen. „Brazilian Jiu-Jitsu“ kannte Philipzen auch nicht. Dankenswerterweise zeigten zwei Experten auch in Zeitlupe und begleitet von einer launisch-erklärenden Moderation Christian Vondenhofs, was es mit dieser Kampfkunst auf der Matte auf sich hat. Eva Scholls 13-köpfige Jonglagegruppe vollführte Geschicklichkeit und Konzentration zu wechselnder Musik. Ihre eigene nutzte die Bachata-Tanzgruppe, die diese gefühlsbetonte Art von Salsa vorführte. Selbstverständlich tanzten sich auch andere Sparten in die Herzen der Besucher – das gipfelte in der rund 200-köpfigen Einheit, die Hip-Hop mit Jazz- und Modern Dance verknüpfte.

Inliner-Skaterhockey gab es, nur Zentimeter vor den ersten Rängen und daher betont vorsichtig. Die Rasanz dieser behelmten Spezies ließ sich gleichwohl nachvollziehen. Turnen durfte nicht fehlen als „absolutes Highlight“ (Philipzen) und mitreißend innovativ packten Männer und Frauen ihr Programm an Barren, Schwebebalken und auf Matten in eine Art Musical. Mit Teakwondo, Akrobatik und dem Crosstraining spurtete der Abend dem umjubelten Ende entgegen.► 2015 nutzten 50 000 Teilnehmende die 140 verschiedenen Hochschulsportarten. Rund 500 Engagierte sind damit beschäftigt, die Stunden zu leiten.

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