So., 24.01.2016

Basketball: 1. Regionalliga WWU Baskets feiern gegen Grevenbroich Wiedergutmachung und sind wieder dran

Guido Narendorf (r.), der hier Grevenbroichs Marko Boksic davonzieht, feierte mit den WWU Baskets einen wichtigen Sieg.

Guido Narendorf (r.), der hier Grevenbroichs Marko Boksic davonzieht, feierte mit den WWU Baskets einen wichtigen Sieg. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Die Meisterschaft in der 1. Regionalliga ist wieder richtig spannend. Weil die BG Hagen am Freitagabend Spitzenreiter FC Schalke 04 mit 81:64 schlug und die WWU Baskets Münster die Grevenbroich Elephants zu Hause mit 93:80 besiegten, ist es ganz vorne jetzt ganz eng. Als Zugabe gab es am späten Sonntagabend noch einen 72:71-Pokalsieg bei der SG Sechtem.

Von Thomas Austermann

Die Antwort fiel deutlich aus: Eine Woche nach der „Schmach von Schalke“ und erfolgreicher interner Aufarbeitung derselben zeigten sich die WWU Baskets aus Münster gegen die Elephants aus Grevenbroich enorm lebendig, bissig und konzentriert. Mit dem 93:80 (57:35) nach überragender erster Halbzeit und eingedenk der Schalker Niederlage bei BG Hagen gewinnt das Regionalliga-Rennen wieder an Schärfe. Hagen, Münster und die Gelsenkirchener stehen mit je 30 Punkten da.

Trainer Philipp Kappenstein adelte den „Qualitätssieg“, zu dem er und Co-Trainer Christoph Schneider mit klaren Ansagen die Weichen gestellt haben dürften. „Es wurde sehr deutlich, worauf wir den Fokus legen wollten. Was wir in der ersten Halbzeit geboten haben, war das Beste bisher.“ Dass die beiden nächsten Viertel verloren gingen (21:22 und 15:23), durfte eigentlich abgehakt werden. Kappenstein tat sich aber schwer damit: „Über volle 40 Minuten kriegen wir es noch nicht hin.“

Aggressiv am Mann

43 Würfe nahmen sich die Baskets bis zum Seitenwechsel und erlaubten aggressiv am Mann dem hoch eingeschätzten Gast aus dem Rhein-Kreis Neuss nur 30. Bis zur Pause spielten die Münsteraner 18 Pässe, die direkt zum Korberfolg führten – ein bestechender Wert. Der 22 Jahre alte Aufbau- und Flügelspieler Anselm Hartmann war insgesamt für 13 Assists verantwortlich und schwang sich 32 Minuten lang zum absoluten Führungsspieler empor: Präsent, konzentriert, giftig in den Duellen, dazu enorm sicher im Abspiel.

Er setzte seinem Widersacher Farid Sadek zu und drehte das Offensivrad vor allem im Zusammenspiel mit Dallis Johnson, der 86 Prozent seiner Feldwürfe ins Ziel brachte und sich so gut wie nie ablenken ließ. 17:6 stand es nach fünf Minuten, 27:18 nach zehn. Als dann auch die Dreier fielen und Gegenstöße klappten im zweiten Viertel, flogen die Gastgeber auf 55:30 davon. Die Baskets ließen den starken litauischen Werfer Dainius Zvinklys nicht zum Zuge kommen, Center Lenny Jördell agierte mäßig erfolgreich. Shooting-Guard Terrence Williams war der wirkungsvollste Gästespieler. Er nahm sich für seine 28 Punkte auch die allermeisten Würfe. Wenn Sadek mal pausierte, kaschierte Nick Larsen den Qualitätsverlust auf der Position eins nicht. Auch hinter Hartmann haben die Baskets mehr zu bieten mit Aaron Henrichs und Stephan Kreutzer.

Moral gebrochen

Die Moral des Gegners war längst gebrochen, also ließen es die Besseren langsamer angehen. Im dritten Viertel sorgte Atilla Göknil für Aufsehen mit vier Treffern nacheinander. Nicht wirklich im Spiel war Jan König: Schnell foulbelastet krabbelte er nicht mehr aus der mentalen Parterre heraus – nach Schalke zum zweiten Mal in Folge. „Jan muss positiv bleiben – der kann es doch“, so Kappenstein.

Baskets: Johnson (29), Jean-Louis (15/3), Hartmann (13/1), Tota (12/3), A. König (9), Göknil (8), J. König (4), Reckinger (2), Henrichs (1), Kreutzer, Kosel, Narendorf

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