So., 24.01.2016

Volleyball: Damen-Bundesliga Perfekte USC-Ausbeute durch 3:0-Sieg in Potsdam

Die Rückkehr von Ashley Benson, hier im Angriff, tat dem USC richtig gut – zumal auch Michala Kvapilova (vorne) wieder voll mitwirken konnte.

Die Rückkehr von Ashley Benson, hier im Angriff, tat dem USC richtig gut – zumal auch Michala Kvapilova (vorne) wieder voll mitwirken konnte. Foto: Gerhard Pohl

Potsdam - 

Das war ein satter Auftritt des USC Münster. Einen Tag nach dem 3:0 beim Schlusslicht VCO Berlin gewann der Bundesligist ohne Kräfteverschleiß mit dem gleichen Ergebnis beim SC Potsdam. Dadurch schob sich das Team wieder auf Rang drei.

Von Henner Henning

Innerhalb von 21 Stunden hat der USC Münster ein dickes Ausrufezeichen an die Liga gesendet. Nach dem Erfolg am Samstag beim VCO Berlin legten die Unabhängigen beim SC Potsdam nach. Sechs Punkte, 6:0 Sätze – mehr geht nicht, besser geht es nicht. Schöner Nebeneffekt: Der USC ist in der Tabelle wieder Dritter – dank eines bärenstarken Auftritts beim SCP. „Mit der Leistung bin ich echt zufrieden. Das war von der Konstanz eines der besten Spiele von uns“, sagte Trainer Andreas Vollmer.

So eng wie es derzeit im Ranking der Volleyball-Bundesliga zugeht, so eng waren auch die beiden Kontrahenten anfangs beisammen – mit leichten Vorteilen für den Gastgeber, der mit dem 8:7 in die Technische Auszeit ging. Aus der kam der USC mit mächtig Schwung und startete eine – zumindest für den Satz – vorentscheidende Serie. An der hatte Sarah Petrausch maßgeblichen Anteil, die mit ihren Aufschlägen besonders Regina Mapeli Burchardt – sie brachte nur sieben Prozent ihrer Annahmen zur Mitspielerin – und auch Libera Lisa Rühl mächtig Feuer machte und ihrem Team so einfache Punkte bescherte. Der 7:0-Lauf beflügelte die Vollmer-Mannschaft, die auch den Potsdamer Konter (14:12) wegsteckte. Sina Fuchs war es schließlich vorbehalten, Abschnitt eins mit einem Angriff aus dem Hinterfeld zu beenden.

Wichtige Rückkehrer

Es passte beim USC, dem das Mitwirken von Michala Kvapilova und Ashley Benson richtig gut tat. Der Block stand, der Aufschlag entfachte Druck und in Angriff wie Annahme machte der Gast nur wenig Fehler. Münster war wach, Münster war gefestigt, Münster war einfach stark – und marschierte weiter. Wieder sorgte eine kleine Serie von 11:10 auf 16:10 für die nötige Luft nach hinten, auch der Wechsel von SCP-Coach Alberto Salomoni in der Zentrale von Marina Katic auf Luisa Sydlik zeigte keine Wirkung, das USC-Kollektiv offenbarte keine Schwächen. Kvapilova, Petrausch, Benson und auch Kapitänin Leonie Schwertmann punkteten beständig, dazu fischte Libera Linda Dörendahl so manch schwierigen Ball aus der Gefahrenzone. Es lief prächtig für Münster, das folgerichtig auch den zweiten Durchgang nach Hause brachte und nach 47 Minuten zumindest schon einmal den vierten Zählers seines Osttrips in der Tasche hatte.

Drei Fragen an Leonie Schwertmann

Es war ein ganz starker Auftritt des USC. Spürt man an solchen Tagen, dass man die Partie nicht verlieren kann?Leonie Schwertmann: Wir haben auf dem Feld schon registriert, wie gut wir gespielt haben. Aber wir haben nicht den Fehler gemacht, uns zu sicher zu fühlen, sondern haben daraus Kapital geschlagen. Das war eine unglaublich starke Teamleistung.Hat sich diese im Training angedeutet oder gab das 3:0 in Berlin am Samstag die Sicherheit?Schwertmann: Die Trainingswoche war gut – und auch der Sieg beim VCO Berlin tat uns gut. Wir wollten nach dem 0:3 gegen Straubing eine Trotzreaktion zeigen.War es die beste Saisonleistung des USC bisher?Schwertmann: Ich denke. So eine Leistung in allen Bereichen haben wir so noch nicht gezeigt.

Am Ende nahmen die Westfalen sogar sechs mit. Denn der USC machte vor 1093 Zuschauern einfach weiter und ließ sich vom zwischenzeitlichen Potsdamer Ausgleich (12:12) nach einer 11:8-Führung nicht beirren. „Auch als wir mal drei, vier Punkte am Stück kassiert haben, hatten wir nie das Gefühl, dass es noch kippen kann. Wir haben Potsdam immer klein gehalten, das war eine richtig gute Teamleistung, das war unglaublich“, so Petrausch und lag damit absolut richtig.

Sa beste Spielerin

Es dürfte Vollmers Trainerkollegen Salomoni nicht einfach gefallen sein, eine USC-Akteurin für die Wahl zur wertvollsten Spielerin zu benennen. Er entschied sich für die Brasilianerin Amanda Sa, die im Zuspiel brillierte. Aber auch jede andere ihrer Teamkolleginnen hätte die Auszeichnung verdient gehabt. „Das war der USC wie etwa in Vilsbiburg, als wir das Spiel auch so stark durchgezogen haben. Wir haben alles richtig gemacht“, sagte Vollmer.

Die Statistik belegte den 49-Jährigen, die Werte waren eine Klasse besser als bei den Gastgebern, die nach 70 Minuten bedröppelt dem direkten Kontrahenten im Kampf um eine gute Ausgangsposition für die Playoffs gratulieren mussten. Der USC dagegen machte sich vergnügt auf den Heimweg, nach dem 0:3 gegen Nawaro Straubing taten die sechs Punkte einfach gut.

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