So., 24.01.2016

Handball: Landesliga 21:19 – Gremmendorf/Angelmodde triumphiert erneut gegen Westfalia

Simon Marchand (r.) war der wichtigste Mann der HSG. In dieser Szene schüttelt er symptomatisch den Kinderhauser Eike Siering beim Tempogegenstoß ab.

Simon Marchand (r.) war der wichtigste Mann der HSG. In dieser Szene schüttelt er symptomatisch den Kinderhauser Eike Siering beim Tempogegenstoß ab. Foto: Wilfried Hiegemann

Münster - 

Schon das Hinspiel gewann die HSG Gremmendorf/Angelmodde, damals auswärts bei Westfalia Kinderhaus. Nun triumphierte der Aufsteiger auch im zweiten Saisonderby. Diesmal schlug das Team den Nachbarn in eigener Halle mit 21:19.

Von Thomas Austermann

Den Direktvergleich gewinnt Aufsteiger HSG Gremmendorf/Angelmodde nach dem 21:19 (13:11) im torarmen Derby gegen die etablierte Westfalia aus Kinderhaus und zieht mit dem sechsten Heimsieg am Stadtkonkurrenten vorbei. Aus dem Schneider, sprich: aus dem Abstiegskampf heraus, sind beide Teams noch lange nicht. Warendorf muckt auf im Keller.

Schon das Hinspiel ging mit 20:19 an die HSG, die seither nie wieder auswärts siegte. Vor rund 200 Zuschauern aber bewies die homogene und taktisch flexible Truppe, warum sie eine Heimmacht darstellt. In Florian Mende und Max Menge stellte Gremmendorf zudem die klar besseren Torleute – Kinderhaus verwarf auch vier von sechs Siebenmeter im durchweg fairen Abtausch in der harzfreien Halle. „Wir haben uns zwar zwischendurch defensiv stabilisiert, aber offensiv haben wir derzeit nicht die Lösungen“, sagte Westfalia-Coach Slawomir Cabon, der erstmals seit Monaten wieder Thorsten Wilmsen einsetzte.

Nur Bölscher zuverlässig

In Person von Rückraum-Paket Dirk Bölscher gab es nur einen zuverlässigen Schützen – mit sieben Toren stand der klar im Schatten von HSG-Kapitän Simon Marchand, der zehn seiner elf Treffer aus dem Spiel heraus machte, wenn er wieder mal nach Spielzug den Freiraum zur Attacke bekommen hatte. Zwei Zeitstrafen handicapten den Werfer, der defensiv fortan als Außenspieler aus dem Brennpunkt genommen wurde.

Gremmendorfs schnelleres Spiel mit und ohne Ball sowie die giftige 5:1-Abwehr legten den Grundstein für die Führungen. Nach dem 9:5 (20.) und allein durch sechs Marchand-Treffer bis hierher kam Kinderhaus umgestellt dank Bölscher und Henning Spreer heran. Für die HSG trat Spielertrainer Michael van Husen nach dem Seitenwechsel als zentraler Abwehrmann mit Durchblick auf. Trotzdem erzielte Bölscher vier Tore.

Kurzzeitig gleichauf

Nach Jens Mickes Tempogegenstoß lagen die Teams mit 18:18 gleichauf (49.), aber Swen Bieletzki verwarf seinen dritten „Kurzen“ und erlebte weitere Fahrkarten seiner Kollegen. Die HSG blieb kühl genug, Marchand einzusetzen und spielte es clever herunter. Axel Binnenbruck, der als Coach geforderte zweite Spielertrainer, wusste, „dass dieser Sieg ganz wichtig war. Wir halten ja meistens mit, aber wir müssen auch gewinnen.“ Er lobte die Kampfmoral und seinen Hauptschützen: „Simon ist der stärkste Mann. Er zieht die anderen mit!“

HSG : Menge, Mende; Marchand (11/1), Horn (3), Heiming (2), Plettenberg, Spanuth, Broer, Kempkes, Richter (je 1), van Husen, Igelmann. – Westfalia : Sommerfeld, Siegmann; Bölscher (7/1), Micke, Spreer (je 3), Aleff, Siering (je 2), Bieletzki, Heinig (je 1), Wilmsen, Dreskornfeld, Schöler, Schulz.



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