Fr., 29.01.2016

Fußball: 3. Liga Preußen gegen Erfurt – Steffens Mission, Teil eins

Erster Einsatz 2016: Felix Müller dürfte in der Abwehrkette des SCP gesetzt sein. Gleiches gilt auch für Tormann Niklas Lomb.

Erster Einsatz 2016: Felix Müller dürfte in der Abwehrkette des SCP gesetzt sein. Gleiches gilt auch für Tormann Niklas Lomb. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Es geht wieder los. Preußen Münster nimmt die Drittliga-Saison am Samstag gegen RW Erfurt wieder auf. Dabei zeichnet sich allmählich eine Wunschformation von Trainer-Debütant Horst Steffen ab. Die Positionen hinten rechts und vorne links sind noch umkämpft.

Von Alexander Heflik

Man könnte vermuten, dass Horst Steffen vor seinem ersten Punktspiel im ehrwürdigen Preußenstadion – mit bis zu 7500 Zuschauern wird gerechnet – nervös und angespannt daherkommen würde. Ist aber nicht so. Nach dem Ausfall des Auswärtsspiels in Würzburg erwartet der neue Trainer des SC Preußen Münster am Samstag (14 Uhr) nun RW Erfurt. „Ich bin gespannt, ja, aber nicht nervös. Ich tüftel noch bis zum letzten Augenblick.“ Sagt er und spricht sich frei von Druck und äußeren Umständen: „Ich halte das immer gleich. Ich analysiere den Gegner, stelle unser Team zusammen und lasse mich möglichst von nichts ablenken.“

Sechs Punktpartien ohne Sieg, schlechte Stimmung auf den Rängen, mieses Karma im Dezember – das alles juckt Steffen bei der ersten Kraftprobe herzlich wenig. Er strahlte, wie immer, vor dem Abschlusstraining. Bis zuletzt wird er die Startelf unter Verschluss halten. Eine Stunde vor Anpfiff werden die elf Akteure wissen, das sie zu Beginn auf dem Rasen stehen werden. Nicht früher. „Im Kopf“, erklärt Hoffnungsträger Steffen süffisant, „steht die Mannschaft bis auf ein oder zwei Positionen.“ Möglicherweise gibt es im Angriff zwischen Abdenour Amachaibou und Rogier Krohne ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die linke offensive Außenbahn. Und wer mit der Reservebank vorliebnehmen muss, soll sein Schicksal mannhaft tragen. So will es der 46 Jahre alte Fußballlehrer: „Die Jungs sollen erwachsen sein und damit umgehen können, wenn sie nicht spielen.“

44 Betretungsverbote

Vor der Partie des SC Preußen gegen RW Erfurt verschickte die Polizei sogenannte Anhörungen für Bereich-Betretungsverbote. Betroffen davon waren 56 Anhänger, rund die Hälfte beantwortete die Fragen, die anderen Hälfte nicht. Am Ende, als abgerechnet wurde, standen 44 Bereich-Betretungsverbote, die in der Regel den Sektor des Hauptbahnhofs, des Hiltruper Bahnhofs und das direkte Stadionumfeld betreffen. Von den 44 nun betroffenen Personen hatten bereits 33 ein Stadionverbot für Vorfälle in der Vergangenheit erhalten, die weiteren elf betroffenen Personen hätten laufende Verfahren wegen eines Stadionverbots anhängig. Es seien „polizeiliche Maßnahmen zur Gefahrenabwendung“, erklärte die Polizei diese Schritte, die für die nächsten vier Heimspiele des SCP gegen Erfurt, Halle (13. Februar), Chemnitz (27. Februar) und Osnabrück (6. März) Gültigkeit haben. Stadionverbote werden vom Verein ausgesprochen, Betretungsverbote nur von der Polizei.

Es sei ja kein Liebesentzug oder eine Entscheidung, die auf alle Ewigkeit Bestand haben werde, fügt er an. Also, gegen 13 Uhr wissen alle, woran sie sind. Dann gibt es noch eine zehnminütige Kabinenpredigt, fertig, und raus aufs Feld.

Nach dem erneuten Ausfall von Simon Scherder, bei dem sich Probleme am operierten Kreuzband aufgetan haben, wird der Verein bis zur Schließung des Transferfensters am Montag auf dieser Position nicht mehr aktiv werden. Eigentlich ist der Etat beim SCP ausgereizt. Kurzfristige Transfers wären sowieso ein Vorgriff auf die nächste Saison und müssten wohl kostenneutral oder extern finanziert werden.

►  SCP: Lomb – Schöneberg, Pischorn, Heitmeier, Müller – Kara, Philipps, Schwarz – Hoffmann, Reichwein, Amachaibou.

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