So., 31.01.2016

Basketball: 1. Regionalliga WWU Baskets Münster: Ernüchterung in Dorsten

Münsters Bester in Dorsten: Marley Jean-Louis war mit 17 Punkten erfolgreichster WWU-Schütze.

Münsters Bester in Dorsten: Marley Jean-Louis war mit 17 Punkten erfolgreichster WWU-Schütze. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Schalke zittert sich zum Sieg gegen die Giants Düsseldorf, die BG Hagen kassiert eine mächtige Klatsche in Grevenbroich und die WWU Baskets aus Münster nutzen die Gelegenheit – nicht! 39 Minuten lang führen die Kappenstein-Schützlinge in Dorsten, 30 davon präsentieren sie sich in Bestform – und dann geht der Schuss doch nach hinten los.

Von Ansgar Griebel

Philipp Kappenstein war am Sonntagvormittag mit Frau und Töchterchen im Zoo. Ein Familienausflug mit therapeutischen Hintergedanken: Aber so ganz konnte der Trainer der WWU Baskets Münster den Samstagsfrust bei Panther, Tiger und Co. dann doch nicht loswerden. Die 80:84 (47:38)-Schlappe bei der BG Dorsten nagte noch mächtig am Gemüt des frustrierten Familienvaters. „Ganz ehrlich, dieses Ergebnis kotzt mich an“, so Kappenstein, der auch am Tag nach der fünften Saisonniederlage mit möglicherweise verheerenden Folgen für die Aufstiegsträume noch keine schlüssige Erklärung für die Geschehnisse in der Kia-Baumann-Arena zu Dorsten hatte.

Drei Viertel lang hatte sich sein Team im Stile einer Spitzenmannschaft vorgestellt, hatte Partie und Gegner locker im Griff, um dann im finalen Abschnitt komplett einzubrechen. Sieben Punkte erzielten die Baskets im Schlussabschnitt. Und je mehr der Gast ins Grübeln geriet, um so mehr kam der Gastgeber in Fahrt – und dennoch: Noch in der 40. und letzten Spielminute lag Münster in Front, ehe Dorsten erstmals, aber dann auch gleich entscheidend in Führung ging. Mit 80:76 führte Münster, ehe Dorsten zu einem finalen 8:0-Lauf ansetzte.

„Uns ist die Luft ausgegangen – schon wieder“, bemängelte Kappenstein die fehlende Konstanz im Spiel seiner Mannschaft und sieht, dass sich da möglicherweise ein Fehler im System abzeichnet. „Wir haben es noch nicht einmal in diesem Jahr geschafft, 40 Minuten lang unsere Leistung zu bringen. 30 Minuten, 35 – ja, aber dann ...“ Dann fehlen den Baskets Mut, Entschlossenheit, Ausdauer und vielleicht auch der Mann, der das Spiel in die Hand nimmt. „Unsere Stärke ist das Team, nicht die Individualisten – vielleicht macht sich das jetzt negativ bemerkbar.“

Dass am selben Abend Spitzenreiter BG Hagen mit 64:92 in Grevenbroich unterging und Verfolger Schalke nur hauchdünn gegen die Giants Düsseldorf gewann, war auch kein Trost – eher das Gegenteil.

Baskets: Marley (17), Johnson (15), A. König, J. König, Narendorf (alle 9), Hartmann (8), Tota (6), Kreutzer (3), Göknil (2), Henrichs (2),

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