So., 31.01.2016

Handball: Frauen-Verbandsliga Kinderhaus am Ende nervenstark

Frauke Schibilla hatte mit sechs Toren maßgeblichen Anteil am Erfolg der Kinderhauser Verbandsliga-Handballerinnen.

Frauke Schibilla hatte mit sechs Toren maßgeblichen Anteil am Erfolg der Kinderhauser Verbandsliga-Handballerinnen. Foto: Wilfried Hiegemann

Münster - 

Die Handballerinnen von Westfalia Kinderhaus bleiben 2016 ungeschlagen. Am Samstag landeten sie einen weiteren Sieg. Damit bleiben sie einziger Verfolger von Spitzenreiter Netphen.

Von Pjer Biederstädt

Durch den dritten Sieg im dritten Liga-Spiel des neuen Jahres wahren die Verbandsliga-Handballerinnen des SC Westfalia Kinderhaus die Rolle des ersten Verfolgers hinter dem verlustpunktfreien Primus TVE Netphen. Der 29:26 (18:15)-Heimerfolg über die HSG Schwerte/Westhofen war allerdings alles andere als ein Spaziergang.

„Das war ein klassischer Arbeitssieg. Wir haben in den Schlüsselmomenten keine Nerven gezeigt, das hat den Unterschied ausgemacht“, resümierte Anna Klapdor die Energieleistung zum elften Saisonsieg. Die starke Aufbauspielerin war mit sieben Treffern Westfalias beste Schützin. „Gewonnen haben wir dieses Duell aber in der Defensive“, so die Einschätzung von SCW-Trainerin Franziska Heinz. In der Tat ließ die beste Abwehr der Liga kaum Anspiele an den Kreis zu und rieb die Gäste ein ums andere Mal mit beherztem Eingreifen auf. Dass es dafür im gesamten Spiel nur zwei Zeitstrafen gab, lag an dem zu vorsichtig pfeifenden Schiedsrichtergespann. Die Referees Florian Mohr und Lennart Sobota suchten vergeblich nach ihrer Linie, das aber immerhin gleichermaßen zum Nachteil beider Teams.

Schwerte bliebt bis zum 19:19 dran

Die Westfalia konnte sich jedoch trotz guter Arbeit der 6:0-Deckung zu keinem Zeitpunkt entscheidend absetzen. Nach dem verschlafenen Start mit dem ersten Tor zum 1:3 nach knapp sechs Minuten, erkämpfte sich das Team bis zur Pause einen Drei-Punkte-Vorsprung. Die Zielsetzung, nach dem Seitenwechsel das Polster rasch zu vergrößern, ging jedoch nach hinten los. Beim 19:19 klebten die Schwerterinnen wieder wie Kletten am Gastgeber und ließen sich lange nicht abschütteln. Die Gründe: Die Vorteile in puncto Tempo, Passspiel und Laufweg versandeten zu oft in der falsch gewählten Wurfoption. „Und wir haben uns zu viele technische Fehler erlaubt, zudem deren linken Rückraum nicht kontrolliert bekommen“, analysierte Trainerin Manja Görl. Dort stieß Sally Unger bei ihren sieben Treffern auf zu wenig Widerstand. Dafür nahm Kinderhaus die gefährlichen Außenläuferinnen gut aus dem Spiel. So kam die viertbeste Schützin der Liga, Katharina Petri, nur zu vier Torerfolgen. Erst in der Crunch Time entkam der SCW dem Klammergriff: Zwei unkonzentrierte HSG-Abspiele nutzten Katharina Petermann und Frauke Schibilla nervenstark zur entscheidenden 27:24-Führung, wobei sich Petermann allerdings verletzte.

Westfalia Kinderhaus: Egyed, Klapdor (7), Schibilla (6/1), Glage (5), Volkmer (4), Bode (3), Beckmann (3/1), Petermann (1), Müller-Deile.

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