So., 31.01.2016

Leichtathletik: Westdeutsche Meisterschaften Preußen-Bilanz lässt aufhorchen

Überraschte mit dem zweiten Platz bei den westdeutschen Titelkämpfen: Björn Ole Klehn vom SC Preußen Münster knackte in Leverkusen zudem die DM-Norm.

Überraschte mit dem zweiten Platz bei den westdeutschen Titelkämpfen: Björn Ole Klehn vom SC Preußen Münster knackte in Leverkusen zudem die DM-Norm. Foto: Wolfgang Birkenstock

Münster - 

In Leverkusen holt die SCP-Riege Gold mit der Staffel, Silber durch Weitspringer Björn-Ole Klehn und schafft einige DM-Normen. LG Brillux Münster freut sich über Bronze von Stabhochspringerin Carolin Dihr und ist durch eine Grippewelle geschwächt.

Von Jürgen Beckgerd

Die Athleten des SC Preußen Münster lassen auch in der Hallensaison aufhorchen. Bei den westdeutschen Meisterschaften am Sonntag in Leverkusen mussten zwar einige krankheitsbedingte Ausfälle kompensiert werden. Am positiven Urteil der beiden Trainer Elke und Frank Bartschat änderte das jedoch nur wenig. „Rundum gut“ fand der Coach den Auftritt der starken SCP-Riege, „sensationell“ fügte die Trainerin hinzu und meinte insbesondere den Auftritt von Weitspringer Björn Ole Klehn. Der 18-Jährige aus dem münsterischen Sportinternat steigerte nicht nur seine Bestweite auf 7,46 m in der Halle, sondern legte mit einer Serie von fünf gültigen Sprüngen deutlich jenseits der sieben Meter auch eine bemerkenswerte Konstanz hin. Nicht zuletzt: Die Norm für die Deutschen Hallenmeisterschaften (7,45 m) war mit der Bestweite geknackt.

Lena Malkus ließ es hingegen ruhig angehen. Bei der Deutschen Meisterin kam es ohnehin insbesondere auf die Anlaufkontrolle an. Mit 5,79 m blieb sie klar unter ihren Möglichkeiten. Imke Dahlmann schlug sich ebenfalls unter Wert, da sie den Absprungbalken nie auch nur annähernd optimal traf, aber mit 5,53 m immerhin Dritte wurde.

Sehr zufrieden konnten die Preußen-Athleten mit dem Abschneiden der 4x200-Meter-Staffeln sein. Das erste Quartett mit Luisa Bodem, Lena Malkus, Maren Silies und Imke Daalmann lief in 1:38,83 min „so schnell wie nie vor einer DM“ (Bartschat), sicherte sich damit klar den Sieg und die Goldmedaille und unterbot die DM-Norm deutlich. Und das, obwohl Lena Malkus wegen Beugerproblemen im Oberschenkelmuskel gar nicht voll durchziehen konnte. „Da ist in Leipzig noch Luft nach oben“, frohlockte Frank Bartschat mit Blick auf die DM im Februar. Das konnte er auch für die zweite Staffel, die in der Besetzung Meike Gerlach, Lea Kurdelbaum, Judith Weßling und Finja Wüller auf Rang fünf in 1:41,73 (DM-Norm: 1:48,00) lief.

Maren Silies wurde über 400 Meter von einer Leverkusener Konkurrentin in der letzten Kurve ausgebremst und um ein besseres Resultat als Platz vier in 55,99 sek gebracht. Christian Kupper lief auf Platz vier in 49,47 über 400 m, Luisa Bodem verpasste die DM-Norm über 60 m in 7,76 sek um sechs Zehntel. Imke Dahlmann (U 18) schafft die Norm mit 7,99 und Lukas Genenger lief über 60 m auf Platz vier des B-Finales in 7,52.

Auch die Sportler der LG Brillux mussten mit krankheitsbedingten Ausfällen hadern: „Aus dem 13-köpfigen Kader mussten sich wegen Grippe fast 50 Prozent erkrankt abmelden“, schilderte Trainer und Sportwart Jörg Riethues. Dabei traf es ausgerechnet die zuvor hoch gehandelten Tom Thiemann (1500 m / U18) und Nils Voigt­ (1500 Meter). Bitter, dass zudem die 4x200-Meter-Staffel der U 18 gesprengt wurde. Dafür sprang jedoch Newcomerin Carolin Dihr in die Bresche. Mit persönlicher Bestleistung überwand die Stabhochspringerin 3,95 Meter und holte Bronze. An 4,05 Metern scheiterte die 22-Jährige aus Werne, seit Anfang des Jahres für die LG Brillux startberechtigt, dann aber knapp. Silber über 60 m in der U 18 sicherte sich Luka Herden. Am Samstag noch mit einigen Mannschaftskameraden beim „Ball des Sports“ im Ehrungsmarathon durch OB Markus Lewe gefordert, war Herden nun in Leverkusen hellwach. In 7,26 sek stellte er im Vorlauf eine Bestzeit vor, die er im Finale auf 7,13 sek drückte. Platz zwei. Fünfter wurde Ben Rose (U 18) über 200 Meter in 23,55 sek; über 60 m sprintete er in 7,30 auf Platz zwölf. Margit Julia Wyrwoll lief über 800 m in 2:18,74 min auf Rang sieben.



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