Di., 02.02.2016

Fußball: 3. Liga Wechselspiele: In Stuttgart macht sich Cacau warm

Vor neun Jahren wurde Cacau mit dem VfB Stuttgart Deutscher Meister, jetzt will er den „kleinen“ VfB in Liga drei zum Klassenerhalt verhelfen.

Vor neun Jahren wurde Cacau mit dem VfB Stuttgart Deutscher Meister, jetzt will er dem „kleinen“ VfB in Liga drei zum Klassenerhalt verhelfen. Foto: dpa

Münster - 

Das Wechselfenster ist wieder zu. Ein Glück, denn von draußen zieht es derzeit mitunter ungemütlich rein. Allerdings sind in Liga drei auch etliche Spieler neu reingeweht. Die Preußen zählen mit einem Neuzugang zu den bescheideneren Clubs, Nachbar VfL Osnabrück verzichtete ganz auf frische Kräfte, aber im Osten gibt‘s viel Neues ...

Das Transferkarussell in der 3. Fußball-Liga hat am Ende doch noch einmal Fahrt aufgenommen. Und mit Claudemir Jerônimo Barreto, besser bekannt als Cacau, ist im letzten Moment noch ein besonders namhafter Fußballer hinzugestiegen. Der Deutsche Meister 2007 und WM-Teilnehmer 2010 kehrt nach eineinhalb Jahren zum VfB Stuttgart zurück und verstärkt die Drittliga-Mannschaft. „Ich habe mich entschieden, der zweiten Mannschaft in der schwierigen sportlichen Situation zu helfen“, sagte der 34-jährige Angreifer. Die Preußen aus Münster sehen dieser Personalie vergleichsweise gelassen entgegen, sie haben ihre beiden Spiele gegen die Schwaben bereits hinter sich – und zuletzt im eigenen Stadion auch ohne Cacaus Mithilfe mit 1:2 verloren: Es war das letzte Spiel unter der Leitung von Trainer Ralf Loose. Nachfolger Horst Steffen hat am Dienstag ebenfalls einen neuen Stürmer im Training beobachten dürfen. Adriano Grimaldi soll den Druck auf die beiden Torschützen des neuen Jahres, Rogier Krohne und Marcel Reichwein, erhöhen.

Lazarett bleibt gut besetzt

Keine Entwarnung beim Preußen-Training: Das zuletzt angeschlagene Spieler-Quintett wird auch in Mainz nicht zur Verfügung stehen. Danilo Wiebe, Benjamin Schwarz und Elie Laprevotte konnten am Dienstagvormittag immerhin ihre Runden abseits des Mannschaftstrainings ziehen, Marc Heitmeier hat mit seinem Muskelfaserriss im Bauchbereich noch kein grünes Licht der medizinischen Abteilung für sportliche Betätigungen. Auch Stürmer Jesse Weißenfels ist nach wie vor außen vor, dafür gab Neuzugang Adriano Grimaldi ein „unauffälliges und unaufgeregtes“ Debüt, wie Trainer Horst Steffen befand. Eine Einsatzgarantie für die siegreiche Formation aus dem Erfurt-Spiel Steffen nicht erteilen: „Never change a winning team? Vielleicht, vielleicht auch nicht“, sagt er. „Ich halte nichts davon, an einer Mannschaft, bei der es läuft, so lange festzuhalten, bis es nicht mehr läuft.“

Aus dem Kreis der Aufstiegsaspiranten war Klassenprimus Dynamo Dresden mit 13 Transfers der aktivste Drittligist des Winters. Unter anderen trennte man sich gleich von acht Spielern. Erzgebirge Aue verpflichtete Cebio Soukou (RW Essen) und lieh Pascal Köpke vom KSC. Auch der Tabellendritte Großaspach hat mit Spyros Fourlanos und Roussel Ngankam zwei zuletzt vereinslose Spieler neu im Kader. Und während der FC Magdeburg mit drei namhaften Neuzugängen (Sebastian Ernst/Hannover 96, David Kinsombi/Eintracht Frankfurt/KSC und Nico Hammann/SV Sandhausen) die Muskeln spielen ließ, verzichtete der VfL Osnabrück gänzlich auf Veränderungen.

Insgesamt vermeldeten die 20 Vereine nur 85 Wechsel (46 Zu- und 39 Abgänge).



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