Do., 04.02.2016

Fußball: Drittligist Münster gastiert am Samstag bei der Bundesliga-Reserve Erst Mainz, dann vielleicht Karneval

Vorteil Philipps: Der luxemburgische Nationalspieler Chris Philipps (Nummer 5) ist im zentralen Mittelfeld von Preußen Münster aktuell gesetzt.

Vorteil Philipps: Der luxemburgische Nationalspieler Chris Philipps (Nummer 5) ist im zentralen Mittelfeld von Preußen Münster aktuell gesetzt. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Vom Karneval in Münster hat Horst Steffen nichts mitbekommen. Auch die Mainzer Fastnacht wird ihn nicht besonders jucken. Vielleicht aber wird der Rheinländer, der in Kaarst nahe Düsseldorf wohnt, sich am Sonntag oder Montag ins Gewühl stürzen. Gegen ein bisschen schunkeln hat der 46-Jährige nichts einzuwenden. Am liebsten wäre ihm, sich mit dem Gefühl des Sieges ins Getümmel zu stürzen, genau dann, wenn sein SC Preußen Münster am Samstag (Anpfiff 14 Uhr) gegen den FSV Mainz 05 II gewinnen sollte.

Von Alexander Heflik

„Wir wollen ein Basispaket schnüren, was es dem Gegner am Bruchweg unangenehm macht“, erklärte derweil FSV-Coach Sandro Schwarz. Seine Mannschaft hat keines des letzten sechs Spiele gewonnen, davor war die spielerstarke Reserve zwischenzeitlich gar Vierter, nun kommt der dicke Brocken aus Münster.

„Die spielen ähnlich wie Erfurt zuletzt. Das ist eine junge und dynamische Mannschaft, die setzen mehr auf Attacke“, glaubt SCP-Coach Steffen. Und fügt trotzig an, nachdem ihm zuletzt mehrfach zu Ohren gekommen sei, dass sich der SCP bislang immer schwer gegen Reserveteams getan habe: „Na und?“

Genau, na und, Steffen ist da selbstbewusst unterwegs. Alte Zöpfe schneidet er nicht ab, er ignoriert sie einfach. Für ihn ist es eine Mär, dass Spiele gegen Zweitvertretungen schwerer sind als alle anderen. „Wer nicht konzentriert ist, wer nicht gut verteidigt, der kann gegen jeden Gegner in der 3. Liga verlieren“, sagt er. Punkt. Die Preußen würden jedenfalls ihre ganze Erfahrung und Qualität ins Geschehen werfen. Nach dem 2:0-Sieg über RW Erfurt darf man gespannt sein, wie sich Steffens Männer nun in der früheren Bundesliga-Arena in Mainz verkaufen.

Personell haben die Adlerträger einige Sorgen. Allerdings ist Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Danilo Wiebe und Benjamin Schwarz sind am Donnerstag wieder ins Mannschafts­training eingestiegen, am Freitag folgt nach wochenlangem Aufbautraining auch Charles Elie Laprevotte. Das dürfte auf Strecke ein schönes Gerangel um die drei Mittelfeld-Positionen geben – Amaury Bischoff, Mehmet Kara und vor allem Chris Philipps werden ihre Plätze nicht freiwillig räumen. Auch Abwehrchef Marc Heitmeier läuft nach einer Bauchmuskel-Verletzung wieder mit.

Die Preußen stehen vor einem interessanten Februar mit den Partien in Mainz, gegen Fortuna Köln, bei den Würzburger Kickers (Nachholspiel), bei Werder Bremen II und gegen den Chemnitzer FC. 15 Punkte stehen zur Abholung bereit, in Mainz will der SCP die ersten drei davon einsacken.

Und dann wäre auch das Geheimnis, das keines ist, gelüftet. Bei Sieg feiert Horst Steffen Karneval am Rhein. In welchem Kostüm? „Das entscheide ich spontan“, sagt er. Vielleicht bietet sich ein Mainzer Trikot dann an...

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