So., 07.02.2016

Volleyball: Damen-Bundesliga USC kämpft sich zu drei wichtigen Punkten

Auf Hanna Orthmann waren am Sonntag viele Blicke gerichtet. Eingewechselt im zweiten Satz trumpfte der erst 17 Jahre alte Youngster auf und hatte einen großen Anteil am 3:1-Erfolg des USC über die Ladies in Black Aachen.

Auf Hanna Orthmann waren am Sonntag viele Blicke gerichtet. Eingewechselt im zweiten Satz trumpfte der erst 17 Jahre alte Youngster auf und hatte einen großen Anteil am 3:1-Erfolg des USC über die Ladies in Black Aachen. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Die Bundesliga-Volleyballerinnen des USC Münster haben sich am Sonntag den fünften Sieg in Folge erspielt. Beim 3:1 (25:21, 20:25, 25:19, 25:19)-Erfolg über die Black Ladies aus Aachen gönnten sich die Münsteranerinnen eine kurze Auszeit in Durchgang zwei, beherrschten die Partie ansonsten aber souverän.

Von Henner Henning

Im Fußball würden man den 3:1 (25:21, 20:25, 25:19, 25:19)-Erfolg des USC Münster gegen die Ladies in Black Aachen wohl als einen Arbeitssieg kategorisieren. In den 97 Spielminuten taten sich die Unabhängigen über weite Strecken der Partie schwer, jubelten aber dank der höheren Qualität des Kaders und einer Steigerung in den Sätzen drei und vier über den fünften Sieg in Serie. Der spülte den USC auf Rang vier, da schon am Samstag der direkte Konkurrent VC Wiesbaden gegen den Dresdner SC (0:3) verlor.

„Mit dem Ergebnis bin ich absolut zufrieden, das Resultat und die drei Punkte sind wichtig“, meinte Münsters Coach Andreas Vollmer, der allerdings einen wechselhaften USC sah. Schon der Start verlief schleppend, bis zum 10:9 lagen die Gäste vorne. Sarah Petrausch mit drei Punkten am Stück brachte Münster die erste Führung, am Ende des 10:2-Laufs verwertete Ashley Benson ein Top-Zuspiel von Amanda Sá, die in diesem Ballwechsel gleich zweimal Dora Grozer geblockt hatte. Auch die folgende hektische Phase überstand der USC, für den Petrausch die Satzführung perfekt machte.

Für Ruhe aber sorgte dies nicht, im Gegenteil. Aachen stiftete mit deutlich mehr Risiko im Aufschlag eine Menge Verunsicherung auf münsterischer Seite, Libera Linda Dörendahl, Sina Fuchs und Sarah Petrausch hatten ihre liebe Mühe. Alle sechs ersten Ballwechsel gewann LiB und bürdete dem USC damit eine Hypothek auf, die zu schwer für eine Aufholjagd war. Der Abstand blieb konstant, die Gäste glichen angeführt von der starken Tatiana Crkonova (27 Punkte) aus. „Bei uns wackelte die Annahme. Aber ich habe schon im zweiten Satz gespürt, dass wir wieder in der Partie sind“, so Vollmer.

Dies hing ganz stark an Hanna Orthmann und Ines Bathen, die der Trainer auf das Feld schickte. Während die letztjährige Kapitänin Bathen mit ihrer Routine die Annahme stabilisierte, trumpfte Youngster Orthmann mit ihrer unbekümmerten Art auf und war zu Beginn des dritten Abschnitts dafür verantwortlich, dass der USC wieder in die Spur kam. Erst verkürzte die 17-Jährige zum 2:3 und legte nach einem erfolgreichen Petrausch-Versuch drei direkte Aufschlagpunkte gegen Aachens Grozer nach. „Ich habe doch als junge Spielerin keinen Druck. Der Trainer hat gesagt, ich soll mutig sein. Das hat ganz gut geklappt“, sagte die später zur wertvollsten Akteurin ausgezeichnete Orthmann bescheiden. Am Ende standen 13 Punkte in ihrer Statistik – mit Benson der zweitbeste Wert nach Michala Kvapilova, die erneut Münsters Top-Scorerin war.

Im Verbund steigerte sich der USC in allen Elementen, dazu ließ Aachen nun nach und erlaubte sich mehr Fehler. Kleiner als zwei Zähler (15:13, 20:18) wurde der Vorsprung nicht mehr, der Gastgeber war nun vor 1211 Zuschauern das bessere Team – und blieb dies auch im vierten Satz, auch wenn die tapfer kämpfenden Ladies in Black nie aufgaben und beim 18:19 noch einmal an der Wende schnupperten. „Wir haben gerade noch einmal die Kurve bekommen, auch durch ein bisschen Hilfe von Aachen. Aber das muss man dann halt auch einmal mitnehmen“, bilanzierte Dörendahl, die mit dem blanken Ergebnis zufrieden war.

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