So., 07.02.2016

Volleyball: Damen-Regionalliga BW Aasee bittet Ostbevern zum Tanz

Bis hierhin und nicht weiter: Maike Schwabe (l.) und Pia Kramer machen dicht.

Bis hierhin und nicht weiter: Maike Schwabe (l.) und Pia Kramer machen dicht. Foto: Pjer Biederstädt

Münster - 

Einen ganz starken Auftritt boten die Volleyball-Damen von Blau-Weiß Aasee. Im Spitzenspiel der Regionalliga bezwang der Aufsteiger den BSV Ostbevern mit 3:0 und revanchierte sich damit für die Niederlage aus dem Hinspiel – sehr zur Freude von Coach Nils Kaufmann, der an der Seitenlinie mitfieberte.

Von Pjer Biederstädt

Mit einem dicken Ausrufezeichen haben die Regionalliga-Volleyballerinnen von Blau-Weiß Aasee Rang zwei verteidigt und der Liga-Spitze den Kampf angesagt. Im Top-Spiel ließen die Gastgeberinnen dem drittplatzierten BSV Ostbevern beim 3:0 (25:22, 25:10, 31:29)-Erfolg zwei Sätze lang kaum Chancen. Als auch noch der enge dritte Durchgang mit Kampf, Wille und einer Vorratspackung Emotionen gedreht wurde, kannte der Jubel keine Grenzen.

Wie der abging! BWA-Trainer Nils Kaufmann feuerte an, brüllte und litt mit. Mal sprang er, dann fiel er, einmal tanzte er sogar die Seitenlinie entlang. Nach dem Drama in Satz drei war er fix und alle. „Das war mein Job heute. Ich war für die Emotionen zuständig“, sagte er später fast so durchgeschwitzt wie seine Spielerinnen. Dass die Blau-Weißen den dritten Satz, in dem sie bis zum Matchball nur einmal beim 18:17 geführt hatten, noch gewannen, bewies, dass Kaufmann seinen Job gut gemacht hatte.

Pia Kramer überragend

Den Sack zugemacht hatte beim 29:28 ein Block von der überragenden Pia Kramer. Das war insofern bezeichnend, da das Element Block-Feldabwehr den Grundstein für den siebten Sieg in Serie legte. Doch es gab weitere Faktoren für die zwei Sätze währende Überlegenheit: Das Service war konstant, die Annahme solide und die Regie variantenreich, das Team auf Ostbeverns Spiel gut eingestellt. Dazu punktete Außenangreiferin Meike Schepers in Satz eins wie sie wollte. Blau-Weiß Aasee setzte sich bis zum 24:19 peu à peu ab. Drei Satzbälle wurden aus zittrigen Händen gegeben, ehe Ostbeverns Sabrina Roer per Service-Fehler für Erleichterung sorgte.

BSV-Annahme wackelt

Neuer Satz, alte Verhältnisse. Und zudem wies die Gäste-Annahme plötzlich eklatante Schwächen auf. Der BSV kapitulierte förmlich, wie schon letzte Woche gegen Tabellenführer VC Allbau Essen. „Doch da haben sie das Ding noch gedreht. Ich glaube, wenn wir den dritten Durchgang nicht gewonnen hätten, wäre das noch eine ganz enge Kiste geworden“, orakelte Kapitänin Saskia Schafberg. Doch der Wille rettete den elften Saisonsieg und die Revanche für die 0:3-Hinspielpleite über die Ziellinie. „Es hat die ganze Zeit geknistert, es war am Ende Kampf bis aufs Blut, doch die Mädels haben dafür trainiert wie die Tiere und verdient gewonnen“, sagte Kaufmann, der den Aufsteiger zusammen mit Johanna Paetz doch nicht etwa Richtung Durchmarsch führen will? „Der Präsident hat gesagt, wir dürfen noch zweimal ohne zu fragen aufsteigen.“ Na dann, weiter so.

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