Mo., 08.02.2016

Volleyball: Bundesliga USC mit dem Sprung in die Top vier

Zum Höhenflug setzt nicht nur Youngster Hanna Orthmann an. Fünf Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde liegt der USC auf dem angepeilten vierten Platz.

Zum Höhenflug setzt nicht nur Youngster Hanna Orthmann an. Fünf Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde liegt der USC auf dem angepeilten vierten Platz. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Der USC Münster hat am Wochenende da angeknüpft, wo er am vergangenen Mittwoch aufgehört hatte – mit einem Sieg, der drei Punkte brachte. Und der Sieg gegen Aachen war wichtig für die Tabelle, in der sich das Rennen um die Platzierungen für die Playoffs weiter zuspitzt.

Von Henner Henning

Die Wochen der Wahrheit haben in der Volleyball-Bundesliga begonnen. Die Mannschaften buhlen fünf Spieltage vor dem Ende um die beste Ausgangsposition für die Playoffs oder kämpfen mit allen Mitteln gegen den drohenden Abstieg. Da tut jeder gewonnene Punkt doppelt gut, jeder verlorene Zähler schmerzt umso mehr.

Nur gut, dass sich der USC Münster beim 3:1-Erfolg gegen die Ladies in Black schadlos hielt und dank der Dresdner Schützenhilfe vorbei am zuvor punktgleichen VC Wiesbaden auf Rang vier zog. Eine Platzierung, die das Team von Trainer Andreas Vollmer mindestens verteidigen will, um so im Playoff-Viertelfinale in einem möglichen dritten Spiel Heimrecht zu genießen. Da kam es Vollmer und seinen Schützlingen gelegen, dass der USC zum fünften Mal in Serie erfolgreich war und trotz einiger Schwächen die optimale Ausbeute einfuhr. „Der Sieg war sehr wichtig. Wenn wir Dritter oder Vierter werden wollen, müssen wir solche Spiele gewinnen“, so Angreiferin Ines Bathen.

Ein junger Trumpf

Ein Trumpf im Rennen um Rang drei oder vier könnte Hanna Orthmann werden, die wie Bathen im zweiten Satz eingewechselt wurde – und erneut überzeugte. Seit Beginn des Jahres gehört die gerade 17-jährige Junioren-Nationalspielerin zum Bundesliga-Kader des USC und sorgt mit ihrer unbekümmerten Art für frischen Wind. Schon beim 0:3 gegen Nawaro Straubing avancierte die Angreiferin aus Lüdinghausen zur wertvollsten Spielerin ihrer Mannschaft und wiederholte dieses Kunststück gegen Aachen. „Das habe ich vor der Partie nicht erwartet und ist ein super Gefühl“, sagte Orthmann, die in der kritischen Phase zu Beginn des dritten Satzes fast wie selbstverständlich ihre Mannschaft mit einer Aufschlagserie zurück auf Kurs brachte. Ganz unaufgeregt wie auf dem Feld gab sich Orthmann auch nach ihrer Auszeichnung. „Die Erwartungen und der Druck sind nicht so hoch. Ich bin mutig ins Spiel gegangen und es hat sehr gut geklappt“, sagte Orthmann, die vom Coach ein Lob bekam. „Hanna zieht ihre Sachen wie im Training durch, macht es im Aufschlag und Angriff gut“, so Vollmer.

Gegen den Ex-Club

So gut, dass Münster über drei Punkte strahlen durfte und am Sonntag mit weiter gewachsenen Selbstvertrauen in das richtungsweisende Duell gegen Vollmers Ex-Club Wiesbaden gehen kann. Legt der USC mit dem sechsten Sieg am Stück nach, betrüge der Vorsprung auf die Hessen mindestens vier Punkte. „Die Abstände sind sehr eng, da war das Resultat gegen Aachen extrem wichtig. Zumal wir kleinere Übel und Leiden im Training mittragen müssen“, sagte Vollmer mit Blick auf einige Blessuren der letzten Wochen, in denen Ashley Benson, Michala Kvapilova oder auch Libera Linda Dörendahl immer mal wieder pausieren mussten. „Man hat gemerkt, dass uns gegen Aachen ein wenig die Frische gefehlt hat“, gestand Dörendahl. Da passt es dem USC in den Kram, bis Sonntag keine Partie mehr bestreiten zu müssen – anders als der VCW, der am Dienstag im Challenge Cup sein Viertelfinale gegen CSM Bukarest bestreiten muss.



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