Do., 11.02.2016

Fußball: 3. Liga Preußen-Keeper Lomb hat gute Erinnerungen an Halle

Niklas Lomb hat in seinen 23 Partien für die Preußen fast immer überzeugt. Im Sommer muss er vertragsgemäß zurück zu Bayer Leverkusen, doch auch einen Verbleib in Münster schließt er nicht aus.

Niklas Lomb hat in seinen 23 Partien für die Preußen fast immer überzeugt. Im Sommer muss er vertragsgemäß zurück zu Bayer Leverkusen, doch auch einen Verbleib in Münster schließt er nicht aus. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Sowohl Niklas Lomb als auch Marcel Reichwein haben gute Erinnerungen an den Halleschen FC, der am Samstag Gast der Preußen ist. Der Keeper spielte in der Vorsaison selbst stark bei den Sachsen-Anhaltinern, der Torjäger traf im Hinspiel beim 3:1 doppelt. Wo Lomb künftig spielt, ist noch offen.

Von Thomas Rellmann

Wie wenig Sorgen die Preußen in dieser Saison zwischen den Pfosten haben, kann der nächste Gegner nur allzu gut nachempfinden. Schließlich stand Niklas Lomb in der Rückrunde der Vorsaison auch 13 Mal im Kasten beim Halleschen FC, der um 14 Uhr am Samstag an der Hammer Straße gastiert, im Tor und hielt dort ähnlich exzellent, wie er es nun in Münster tut. Ein Notenschnitt von 2,7 dokumentiert dies genauso gut wie die Gegentrefferquote von exakt 1,0. Zuletzt beim 3:2-Sieg in Mainz rettete der 22-Jährige mehrfach hervorragend.

Sein erstes Lob gilt allerdings den Kollegen: „Wir stehen gut und kompakt, sind immer konzentriert. So kommen die wenigen kassierten Tore zustande.“ Ob Lomb dem SCP auch in der neuen Spielzeit noch zur Verfügung steht, bleibt vorerst fraglich. Sein Vertrag bei Bayer Leverkusen wäre zwar eigentlich 2016 ausgelaufen, doch für das Leihgeschäft mit den Preußen musste dieser bis 2017 verlängert werden. „Es gibt noch keine Tendenz, allein kann ich das ohnehin nicht entscheiden“, so der Keeper. Ihm ist schnell anzumerken, dass er nicht nur das junge Leben in Münster („ein hoher Wohlfühlfaktor“) schätzt, sondern auch sein Standing als aktuell unangefochtene Nummer eins – und damit auch die Spielpraxis. Andererseits hätte der Werksclub ihm kein neues Arbeitspapier ausgestellt, wenn er keine Pläne mit ihm hätte. Da die Kontrakte der aktuellen Ersatzleute hinter Bernd Leno enden, könnte er ein Thema als Nummer zwei werden, womöglich winken sogar europäische Weihen. Lomb aber winkt ab: „Ich glaube, es ist gut, wenn ich mich erstmal auf den SCP konzentriere.“ Und auch beim Thema Aufstieg blockt der Nachwuchsmann ab: „Das Hauptaugenmerk sollte darauf liegen, dass wir unsere taktische Marschroute verfestigen.“ Trainer Horst Steffen verlangt da eine Menge von seinen Spielern, doch die Erfolge geben ihm Recht. Was Spieler wie Lomb noch nicht zum Anlass nehmen, zu Lautsprechern zu werden.

Voller Trainingsplatz

Es ist ziemlich voll auf dem Trainingsplatz in diesen Tagen, wenn die Preußen ihre Runden drehen. Nur Jesse Weißenfels und Simon Scherder, die Dauerpatienten, fehlten am Donnerstag als einzige auf dem Rasen. Marc Heitmeier und Chris Philipps arbeiteten individuell, wobei der Luxemburger nur prophylaktisch wegen latenter muskulärer Beschwerden kürzer trat. Der Rest – inklusive U-23-Akteur – Bennet Eickhoff waren an Bord. Vor allem durch die Rückkehr von Danilo Wiebe, Benjamin Schwarz und Elie Laprevotte bieten sich Alternativen im Mittelfeld. Noch aber gibt es nach zwei Siegen am Stück eigentlich wenig Gründe zu wechseln. Coach Horst Steffen darf sich aktuell komfortabel schätzen.

Etwas offener formuliert da schon Marcel Reichwein die Ziele: „Oben dran bleiben und dann schauen, was geht“, sagt der Stürmer, der wie sein Torhüter beste Erinnerungen an den HFC hat. Nicht, weil er dort mal selber aktiv war, sondern weil er als zuvor verletzter Joker in der Hinrunde doppelt traf und damit nicht nur den 3:1-Sieg, sondern auch den damaligen Aufschwung des Teams einleitete.

„Dieses Spiel hat den Ausschlag für die Serie gegeben“, so der Angreifer. Insgesamt war er mit seiner Ausbeute bis zum Winter (vier Treffer in 17 Partien) nicht zufrieden, doch nun scheint der 29-Jährige seine Form gefunden zu haben, war in diesem Jahr in zwei Begegnungen dreimal erfolgreich. „Ich bin fit, das sieht man. Aber es liegt auch an der anderen Spielanlage. Die kommt uns Stürmern zugute, wir spielen ja beinahe zu dritt vorne. Und wenn die Flanken kommen, ist es meine Aufgabe, zur Stelle zu sein.“ Was zuletzt prima gelang.

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