Fr., 12.02.2016

Volleyball: 1. Damen-Bundesliga USC plant Revanche gegen Wiesbaden – und damit mehr als ein Pünktchen

Ines Bathen (l.) hat ihre Sprunggelenksverletzung endgültig überwunden und soll gegen Wiesbaden zu einem starken USC-Kollektiv beitragen.

Ines Bathen (l.) hat ihre Sprunggelenksverletzung endgültig überwunden und soll gegen Wiesbaden zu einem starken USC-Kollektiv beitragen. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Mit einem Sieg gegen den 1. VC Wiesbaden könnte der USC Münster am Sonntag einen riesengroßen Schritt auf dem Weg zum angestrebten Platz unter den besten vier Teams der Hauptrunde machen. Die Ex-Mannschaft von Trainer Andreas Vollmer kommt als erster Verfolger zum Berg Fidel.

Von Wilfried Sprenger

Die Rückkehr in seine „alte Heimat“ war für USC-Trainer Andreas Vollmer nicht von Erfolg gekrönt. Münster verlor das Auswärtsspiel beim VC Wiesbaden im November 2015 nach einer Berg- und Talfahrt mit 2:3. Ein Pünktchen nahmen die Unabhängigen damals mit. Im zweiten Vergleich am Sonntag (14.30 Uhr, Sporthalle Berg Fidel) soll es ein bisschen mehr sein. Vollmer mag nicht von einer Revanche sprechen. Er sagt: „Es gibt da noch einiges abzuarbeiten.“

Der erfahrene Coach, der immerhin vier Jahre in Wiesbaden tätig war, hat noch gute Kontakte zum Ex-Verein. Er kennt das aktuelle VCW-Team gewiss nicht so gut wie sein eigenes, aber gewiss besser als jedes andere in der Bundesliga. Nach wie vor sehr aufmerksam verfolgt er das Geschehen beim hessischen Spitzenclub, dessen jüngste Ergebnisse ein wenig ernüchternd waren. In den Heimspielen gegen Dresden und Bukarest (Viertelfinale im Challenge Cup) blieb der Tabellenfünfte jeweils ohne einen Satzgewinn. Da könnte das Selbstvertrauen ein wenig angeknackst sein. „Es ist unsere Aufgabe, Wiesbaden an seine Schwächen zu erinnern“, sagt Vollmer.

Noch kein Enthusiasmus der Fans

Aufbruchstimmung? Der USC Münster ist in der Bundesliga wirklich gut unterwegs. Tabellenvierter, Tuchfühlung zum Dritten – das gab es schon einige Zeit nicht mehr. Im Umfeld ist die positive sportliche Entwicklung noch nicht so recht angekommen. An den Zuschauerzahlen lässt sich die gewünschte und propagierte Aufbruchstimmung jedenfalls nicht wirklich festmachen. Im Schnitt 1216 Anhänger besuchten bislang die Heimpartien der Unabhängigen, da ist noch Luft nach oben. Die Saisonrekordkulisse gab es direkt am ersten Spieltag. Gegen Dresden füllten 2182 Besucher die Ränge, nur 519 kamen zum zweiten Spiel gegen VC Olympia Berlin. Zuletzt stieg das Interesse kontinuierlich an. In den noch ausstehenden Partien gegen Wiesbaden (morgen), Schwerin (21. Februar) und Hamburg (5. März) sollte sich der Schnitt verbessern lassen. Vielleicht wird die 2000er-Marke ja sogar noch vor den Playoffs ein zweites Mal geknackt.

Die Begegnung mit dem Nachbarn im Ranking ist für Münster von nicht zu unterschätzender Bedeutung. In den letzten Wochen vor dem Hauptrundenkehraus sortiert sich das Feld für die Playoffs im März. Der USC wird sich direkt für das Viertelfinale qualifizieren. Wichtig ist nun, den Platz unter den ersten vier Teams zu stabilisieren. Das würde in der best-of-three-Serie Heimreicht in einem möglicherweise notwendigen dritten Spiel garantieren. „Von Rang drei bis fünf ist für uns alles drin“, sagt Vollmer mit dem Verweis, alles selbst in der Hand zu haben. Tatsächlich stehen die direkten Duelle mit Wiesbaden und Stuttgart (auswärts) noch aus. Zudem kommt auch der Tabellenzweite an den Berg Fidel, aktuell ist der Schweriner SC den Münsteranerinnen fünf Punkte voraus.

Sechster Sieg am Stück?

Der USC hat zuletzt fünf Siege in Serie eingefahren, morgen würde er das halbe Dutzend sehr gern vollmachen. „Das funktioniert aber nicht im Vorbeigehen“, sagt Vollmer. „Gemessen an den Budget-Möglichkeiten wird in Wiesbaden wirklich hervorragende Arbeit geleistet.“ Beim VCW bleiben sie trotz der deutlichen Niederlagen gegen den DSC und Bukarest gelassen. „ Es war zu erwarten, dass unsere junge Mannschaft nach so vielen englischen Wochen und einer ganzen Reihe intensiver Spiele eine Phase erlebt, in der nicht alles funktionieren kann. Aber wir sind absolut im Soll“, so Vollmer-Nachfolger Dirk Groß (51).

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