Fr., 12.02.2016

Fußball: 3. Liga Preußen sind vor Halleschem FC gewarnt

Hoch das Bein: Philipp Hoffmann ist erste Wahl. Foto: Jürgen Peperhowe

Hoch das Bein: Philipp Hoffmann ist erste Wahl.  Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Noch längst nicht rundum zufrieden ist Preußen-Trainer Horst Steffen trotz der Maximalausbeute aus seinen ersten beiden Partien. Am Samstag ist der Hallesche FC in Münster zu Gast, ein Team das der SCP in der Hinrunde noch mit 3:1 besiegte. Große Änderungen in der Startelf stehen nicht an.

Von Alexander Heflik

Vielleicht sollten sich die Zuschauer im Preußenstadion bei den Gästen aus Halle die Trikotnummern 20 und 35 merken. Es dürfte im Heimspiel am Samstag (Anstoß 14 Uhr) möglicherweise der Schlüssel zum Erfolg sein, wenn die Verteidigung des SC Preußen Münster genau diese Akteure vernünftig in den Griff bekommen würde. Denn Osayamen Osawe (Nummer 35) und Sören Bertram (20) bürgen für 17 von 31 Toren des HFC, jeder bereitete auch sechs Treffer vor. Da lauert die Gefahr.

Also fordert Münsters Coach Horst Steffen: „Die Bereitschaft ist bei meinen Spielern brutal da. So muss es weitergehen.“ Aber auch kein Fitzelchen weniger erklärt er und will auch noch das loswerden: „In der Verteidigung müssen wir uns verbessern, im Mittelfeld die Räume enger machen und vorne mehr Druck auf die Ballführenden ausüben.“ Gerade in Mainz sah der Fußballlehrer zudem „Ungereimtheiten in der Offensive und falsche Laufwege“.

Keineswegs euphorisch

Zwei Siege ist Steffen seit Dienstantritt mit seinen Männern weiter, Erfurt (2:0) und Mainz II (3:2) sind abgehakt. Die Bilanz des 46-Jährigen ist dabei alles andere als euphorisch gefärbt. Sein Mantra: „Es ist ordentlich in Anbetracht der kurzen Zeit, die wir zusammenarbeiten. Aber ich wünsche mir noch mehr Kontrolle. Wir wollen mehr Ballbesitz und weniger hinterherlaufen.“

Schweers erste Wahl

Wie immer will der Preußen-Trainer das Geheimnis der Aufstellung wahren, wobei es nicht gerade viele Gründe für eine Umstellung gibt. Abwehrchef Marc Heitmeier dürfte frühstens beim Auswärtsspiel gegen Werder Bremen II am nächsten Wochenende wieder ein Kandidat sein. Der 19 Jahre alte Lion Schweers bleibt erste Wahl. Und im zentralen Mittelfeld müssen sich Charles Elie Laprevotte und Benjamin Schwarz nach mehrwöchigen Verletzungspausen hinten anstellen, weil Chris Philipps seine Sache gut gemacht hat. Zudem verletzte sich Danilo Wiebe wieder leicht am Knie, Coach Steffen schwante schon Böses. Physiotherapeut Matthias Haase begann dabei die Diagnose mit: „Das Innenband im Knie ist durch.“ Und fügte nach einer Kunstpause an: „...durchgängig erhalten.“ Ein Schelm.

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Der Platz ist tief, der Platz wird leiden.

Preußen-Sportvorstand Carsten Gockel vor dem Heimspiel gegen Halle.

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Wiebe dürfte für die englische Woche mit Gastspielen in Würzburg (Mittwoch, 17. Februar, 19 Uhr) und in Bremen (20. Februar, 14 Uhr) einsatzbereit sein. Ein Debüt vor heimischen Publikum steht dabei Adriano Grimaldi bevor, allerdings wohl nur als Einwechselspieler. Im Winter wollte auch Halle ihn verpflichten, er entschied sich für Münster. Genauso wie es Torwart Niklas Lomb schon im Sommer tat.

►  Mögliche Aufstellung: Lomb – Kopplin, Schweers, Pischorn, Müller – Kara, Philipps, Bischoff – Hoffmann, Reichwein, Krohne.

►   Gelbsperre: Mehmet Kara ist nach seiner vierten Gelbe Karte, die er in Mainz erhalten hat, von einer Gelbsperre bedroht.



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