Sa., 13.02.2016

Fußball: 3. Liga Preußen enttäuschen auf ganzer Linie

Fußball: 3. Liga : Preußen enttäuschen auf ganzer Linie

Alle Bemühungen waren umsonst: Preußen Münster verlor gegen den Tabellenneunten im eigenen Stadion mit 0:1. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Preußen Münster hat das Heimspiel gegen den Halleschen FC mit 0:1 vor heimischem Publikum verloren. Nach Siegen gegen Erfurt und Mainz war das die erste Niederlage für den neuen Coach Horst Steffen. Bereits am Mittwoch steht das Nachholspiel bei den Würzburger Kickers an.

Von Alexander Heflik

Rückschlag für den SC Preußen Münster. Im dritten Punktspiel unter Trainer Horst Steffen gab es eine 0:1 (0:1)-Heimniederlage gegen den Halleschen FC, die erste im Jahr 2016. Vor 6781 Zuschauern erzielte Tobias Müller (41.) das Tor des Tages. Eine ratlose Preußen-Elf zeigte sich in der Abwehr wacklig und in der Offensive ohne jede Durchschlagskraft. Nach Siegen über Erfurt und in Mainz war das eine kalte Dusche.

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Vor dem Spiel gab es erwartungsgemäß keine Überraschungen. Die Preußen vertrauten auf die Startelf, die zuletzt in Mainz beim 3:2-Sieg aufgelaufen war. Horst Steffen vertraute seinem 4-3-3-System. Halle antwortete ähnlich, setzte auf seine 4-2-3-1-Ordnung. 

Die Preußen begannen gar nicht mal so schlecht. Kapitän Amaury Bischoff hatte einige gute Szenen in der Anfangsphase. Zwei Mal setzte er Philipp Hoffmann in Szene, dann köpfte Marcel Reichwein nach einer Ecke gefährlich. Nach einer Viertelstunde hatten die Hausherren die besseren Aktionen nach vorne gehabt. Selbst Linksverteidiger Felix Müller setzte sich mit einem Dribbling hinein in den Strafraum des HFC in Szene.

Fotostrecke: Preußen Münster gegen Hallescher FC

Halles erste gefährliche Torannäherung forderte dann ersten Tribut, als ein Schuss von Toni Lindenhahn im Gesicht von Marco Pischorn landete. Das tat weh. Die anfangs zügige Partie verflachte nun, beide Team gingen auf Nummer sicher. Den Angriffsaktionen fehlte auf beiden Seiten die Wucht. Es dauerte, ehe die Preußen wieder gefährlich wurden. Einen langen Ball von Bischoff nahm Rogier Krohne an, verschaffte sich geschickt Platz im Strafraum – und jagte nach 35 Minuten die beste SCP-Möglichkeit in die Wolken.

Treffer ohne Gegenwehr

Alles lief dann so dahin, die ersten VIP's wanderten bereits in die Gastronomie ab, viele glaubten an eine torlose Halbzeitpause. Die Rechnung wurde ohne Halle gemacht. Eine Flanke des immer stärker werdenden Osayamen Osawe fand den Kopf des alleinstehenden Tobias Müller, der zum 0:1 ungehindert einköpfen konnte. Wo waren die Innenverteidiger des SCP in diesem Moment? Nach ordentlichem Beginn hatte der SCP den Gästen immer mehr das Feld überlassen, die Führung für Halle war gar nicht mal unverdient.

Nach dem Wechsel: Die erste Chance hatte Halle durch einen Weitschuss vom Torschützen Müller (48.). Die Preußen suchten nach einer Lücke, nach Geschwindigkeit, nach einem Rezept, um den HFC knacken zu können. Auch ein Freistoß von Sören Bertram (53.) segelte knapp am Preußentor vorbei. Halle schien dem zweiten Tor näher als der SCP dem Ausgleich. Dann zog Sascha Pfeffer (57.) von der Strafraumgrenze ab, wieder Alarmstufe rot bei den Preußen. Und wenige Augenblicke später schloss Osawe einen Konter schwach ab, der SCP stand unter Druck, wusste nicht vor und nicht zurück.

Fotostrecke: Die SCP-Spieler in der Einzelkritik

Offensiv harmlos

Nach einer Stunde setzte sich Trainer Horst Steffen, der sonst immer am Spielfeldrand steht, kurz hin. Er wartete auf eine Eingebung, wie seine Mannschaft das Ding noch drehen könnte. Endlich mal wieder tauchte Björn Kopplin gefährlich am Strafraum der Hallenser auf. Und dann feierte Adriano Grimaldi sein Heimdebüt, er kam nach 62 Minuten für den dieses Mal glücklosen Marcel Reichwein. Weniger später kam auch Abdenour Amachaibou für Krohne, Steffen versuchte frischen Wind ins Spiel zu bringen.

Doch so richtig änderte sich wenig, der SCP war anfällig für Konter, und in der Offensive passierte herzlich wenig. Torchancen nach der Pause bis zur 75. Minute: keine. Glücklicherweise gelang auch Halle nach vorne ersteinmal auch nicht mehr so viel, wobei zu sagen blieb, dass die Gäste deutlich gefährlicher und spritziger wirkten.

81 Minuten waren vorüber, als Adriano Grimaldi endlich mal wieder im Strafraum der Gäste auftauchte, so wenig bekam der SCP offensiv auf die Reihe. War das der Beginn der Schlussoffensive? Nein, das war es schon, Münster verlor sang- und klanglos mit 0:1.

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