So., 14.02.2016

Fußball: 3. Liga Preußen und Steffen unterziehen sich Beziehungscheck nach erster Pleite

Horst Steffen bleibt auch nach der ersten Niederlage mit den Preußen Optimist.

Horst Steffen bleibt auch nach der ersten Niederlage mit den Preußen Optimist. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Schade um die schöne Euphorie: Nach zwei Siegen unter Horst Steffen erwischte es die Preußen ausgerechnet zu Hause und ausgerechnet gegen die tabellarisch eher unscheinbaren Hallenser. Doch der Coach ließ sich durch diesen Rückschlag nicht die Stimmung verderben.

Von Ansgar Griebel

Beziehungen von Vereinen zu ihren Trainern sind grundsätzlich nicht auf lebenslange Haltbarkeit angelegt, dennoch sollte eine gedeihliche Zusammenarbeit im Fußball wie in einer handelsüblichen Ehe gute wie schlechte Zeiten überstehen können. Gute Zeiten hat der SC Preußen mit seinem neuen Trainer bereits gründlich ausgetestet: zwei Spiele, zwei Siege – und Horst Steffen präsentierte sich stets entspannt, lächelnd, optimistisch, aber auch kritisch. Am Samstag wurden die Zeiten erstmals in der jungen Beziehung schlechter, und wie gab sich der neue Trainer jetzt? Die Antwort mag überraschen, macht aber allemal Mut, denn Steffen präsentierte sich in schlechten wie in guten Zeiten: entspannt, lächelnd, kritisch, aber auch optimistisch. Diese Niederlage zumindest konnte dem Trainer die Lust am Fußball im Allgemeinen und an den Preußen im Besonderen nicht vermiesen. „Von Ergebnissen lasse ich mir die Stimmung nicht verderben“, sagte der 46-Jährige direkt im Anschluss an die enttäuschende 0:1-Niederlage gegen den Halleschen FC. „Natürlich verliere ich nicht gerne, aber dieses Spiel ist jetzt vorbei und nicht mehr zu ändern. Wir schauen auf das nächste.“

Und bange machen lässt sich Steffen auch nicht von der zunehmend ratlosen Vorstellung seiner Mannen im zweiten Spielabschnitt gegen Halle: „Ich schaue auf das, was wir in der ersten Halbzeit gezeigt haben. Das war die Art und Weise, wie wir Fußball spielen wollen.“ Im Optimalfall dann auch mit den passenden Abschlüssen nebst Toren. „Daran müssen wir arbeiten. Wenn wir früh unsere Angriffe zu Ende bringen und mit ein oder zwei Toren in Führung gehen, dann sieht das ganz anders aus. Auch diesmal wäre das möglich gewesen. Dann stünde ich wahrscheinlich hier und würde über einen verdienten Sieg sprechen.“ So war es eine verdiente Niederlage, aber kein Grund, in Panik zu verfallen. Auch nach der ersten Pleite stimmt die Chemie noch – in guten wie in schlechten Zeiten ...



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