So., 14.02.2016

Fußball: A-Junioren-Bundesliga Preußen feiern beim 3:1 über Duisburg ersten Heimsieg

Orkun Koymali (r.) im Zweikampf mit dem Duisburger Emre Can – weder verwandt noch verschwägert mit dem gleichnamigen deutschen Nationalspieler.  

Orkun Koymali (r.) im Zweikampf mit dem Duisburger Emre Can – weder verwandt noch verschwägert mit dem gleichnamigen deutschen Nationalspieler.   Foto: Wilfried Hiegemann

Münster - 

Die A-Junioren von Preußen Münster kommen langsam in Fahrt und lassen sich von großen Namen nicht mehr beeindrucken. Gegen den MSV Duisburg – mit Torschütze Emre Can – landete der SCP einen 3:1-Erfolg, den ersten auf heimischem Geläuf.

Von Thomas Austermann

Dieser Bann ist dann auch mal gebrochen. Endlich. In der A-Junioren-Bundesliga gelang dem SC Preußen Münster mit dem verdienten 3:1 (2:1) über den MSV Duisburg der erste Heimdreier. Und Stürmer Maximilian Wüst aus dem Sportinternat sorgte mit seinem Dreierpack für die Krönung eines ansehnlichen wie zwingenden Vortrags, der dem Nachwuchs-Team erstmal viel Luft verschafft zu den Abstiegsrängen.

Die Kräfteverhältnisse haben sich geändert in der West-Staffel. Die Zebras von Trainer und Ex-Profi Carsten „Erle“ Wolters (46) sind nach sieben Niederlagen am Stück derbe abgestürzt. Die Preußen sammelten in dieser Phase elf Punkte. Bei der Heimpremiere in 2016 lebte die Truppe trotz des Rückstands auf und zeigte die gewünschte Körpersprache. Erstmals gelangen der Elf zwei Siege nacheinander.

„Das war diszipliniert, konzentriert und spielerisch teilweise gut“, sagte Trainer Cihan Tasdelen, der unbedingt auch in der kommenden Serie erstklassig trainieren will. Seine Umstellungen griffen erneut: Mit Zübeyir Kaya, einst auf der linken Seite platziert, spielt ein zweiter Sechser an der Seite von Aufbauspieler Serkan Gül sehr wirkungsvoll und ballsicher, mit Serhat Kot belebt ein schneller Akteur die linke Außenbahn. Und Stürmer Wüst, als Mitspieler des langen Rackerers Tobias Warschewski zugleich vom Typus her ein nicht weniger einsatzfreudiges Gegenstück, lieferte ein enormes Pensum inklusive Abschlussqualität im Angesicht des Vierecks.

Die neue Formation ist auch ein Stück erwachsener geworden: Nach Niklas Middrups Patzer vor dem MSV-Führungstor, das Emre Can im dritten Anlauf erzielte (13.), reagierten die Preußen direkt mit gradlinigem Tempospiel über die Flügel. Wüst traf schnell zum 1:1 (16.) und spielte dann einen Doppelpass mit Kot vor dem 2:1 (23.) – das war ein bildschöner Treffer.

Duisburg kam, angeführt vom Sechser Tim Kadesreuther, vor der Pause ein wenig besser ins Spiel – und aus der Kabine mit drei frischen Kräften. „Wir wollten beobachten, was sich verändert“, begründete Tasdelen die zunächst etwas abwartende Haltung der Preußen, deren Defensive auch jetzt kaum vor Probleme gestellt wurde. Vorne konnte Kaya sogar treffen (63.), aber er ließ dem richtig torhungrigen Wüst auch den dritten Streich (73.).

Preußen: Mißner – Weid, Koymali, Middrup, Gül – Möllmann (78. Weber), Gül, Kaya, Kot (90.+2 Conze) – Warschewski (90.+2 Erdogan), Wüst (80. Enning).



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