So., 14.02.2016

Tennis: Stadtmeisterschaften Willems und Gracheva gewinnen packende Endspiele beim THC

Varvara Gracheva machte das Rennen bei den Damen. Die Spielerin von BW Soest bezwang im Finale Franziska Kommer aus Halle.

Varvara Gracheva machte das Rennen bei den Damen. Die Spielerin von BW Soest bezwang im Finale Franziska Kommer aus Halle. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Die Sieger der offenen Stadtmeisterschaften beim THC Münster heißen Johann Willems und Varvara Gracheva. Spannende Partien lieferten die Finalteilnehmer. Überraschend früh musste Björn Propst vom 1. TC Hiltrup die Segel streichen.

Von Till Meyer

Die Spannung in der Halle des THC Münster war greifbar, denn die Finalspiele der Tennis-Stadtmeisterschaften hatten es in sich. Der Funke sprang direkt vom Platz auf die Zuschauer über, es entwickelte sich in beiden Endspielen eine knisternde Atmosphäre.

Strahlende Siegerin bei den Damen wurde die erst 15-jährige Russin Varvara Gracheva (BW Soest/ITF-Nummer 42), die im Anschluss ihr Glück selber kaum fassen konnte: „Ich bin so glücklich, hier gewonnen zu haben. Das ist ein riesiger Erfolg für mich.“ Bei den Herren triumphierte Johann Willems vom RTHC Leverkusen – und das in einem nervenaufreibenden Match, in dem es mehr als nur einmal zu Diskussionen kam. Am Ende war dies aber alles vergessen, die Freude hatte bei Willems die Überhand gewonnen. „Ich bin zufrieden, wenngleich noch nicht alles so rund lief.“

Knapper erster Satz

Sein Kontrahent im Finale war Laurentiu Erlic (TP Versmold), der zwar alles in die Waagschale warf, sich aber letztlich dennoch mit 4:6 und 3:6 geschlagen geben musste. Besonders der erste Satz hatte es in sich, da beim Stand von 3:3 das siebte Spiel erst nach gut 15 Minuten ausgefochten war. Dabei waren nicht nur viele lange Ballwechsel zu bewundern. Nur mit seinem Aufschlag war Willems nicht so richtig einverstanden, obwohl er das eine oder andere Ass in petto hatte.

„Ich hatte die ganze Zeit Rückenschmerzen und konnte daher nicht so gut aufschlagen wie gewöhnlich, aber nichtsdestotrotz war es in der Summe noch gut.“ Es war insgesamt eine richtig starke Leistung des neuen Champions, der im Turnierverlauf nicht einen Satz abgab und sich in einer exzellenten körperlichen Verfassung präsentierte. „Ja, wir haben im Training einiges umgestellt – und der Erfolg gibt uns momentan einfach recht“, bestätigte Willems.

Knapper als das Ergebnis klingt

Das Damenfinale war, zumindest mit Blick auf das Ergebnis, viel eindeutiger als das der Herren. Siegerin Gracheva setzte sich souverän mit 6:2 und 6:1 gegen Franziska Kommer (TC BW Halle) durch. So eindeutig wie sich das Ergebnis liest, war das Spiel aber dann doch nicht, da auch die unterlegene Kommer eigentlich voll auf der Höhe war.

„Es war ein richtig schwieriges Match für mich, aber ich habe immer an mich geglaubt, und jetzt werden wir ein bisschen feiern“, ließ sich die neue Titelträgerin noch entlocken und verschwand im Anschluss direkt mit ihrer Trainerin Nina Bratihova in den Katakomben. Wenn man dem Damen-Finale noch einen Titel geben wollte, dann würde sich sicherlich der folgende anbieten: Jugend forscht. Schließlich standen die beiden jüngsten Teilnehmerinnen im Endspiel und drückten dem gesamten Turnier ihren Stempel auf. „In den vergangenen Jahren waren es oft die älteren Spielerinnen, die tonangebend waren. Aberdiesmal war das mal komplett anders“, nahm es auch Turnierleiter Lutz Rethfeld erfreut zur Kenntnis.

Einige Überraschungen

Im Verlaufe des Wochenendes gab es auch die eine oder andere Überraschung. Etwa die Tatsache, dass sich bei den Männern der an Platz eins geführte Björn Propst vom 1. TC Hiltrup bereits in der ersten Runde verabschiedete. Oder dass es die im Vorfeld hoch gehandelte Maren Sundermeier nicht ins Endspiel schaffte. „Für mich standen bei den Herren einfach die beiden fittesten Spieler im Finale“, hatte Rethfeld eine einfache Erklärung für das eine oder andere Favoriten-Ausscheiden bei den Männern parat. Etwas anders sah er da schon die Gemengelage bei den Frauen: „Es standen sich die zwei besten Spielerinnen gegenüber.“

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