So., 14.02.2016

Handball: Landesliga HSG Gremmendorf/Angelmodde bricht beim 23:29 gegen Brockhagen ein

Kein Durchkommen: Gremmendorfs Simon Marchand wird von der Brockhagener Abwehr geblockt.

Kein Durchkommen: Gremmendorfs Simon Marchand wird von der Brockhagener Abwehr geblockt. Foto: Wilfried Hiegemann

Münster - 

Die HSG Gremmendorf/Angelmodde kann sich in der Landesliga sehr gut behaupten. Das hat das Team um das Trainergespann Axel Binnenbruck und Michael van Husen schon oft in dieser Spielzeit bewiesen. Es kann aber auch anders. Beispielsweise beim 23:29 gegen den TuS Brockhagen.

Von Thomas Austermann

Das schlug aufs Gemüt: Handball-Landesligist HSG Gremmendorf/Angelmodde „versteckte“ gegen den TuS Brockhagen aus dem ostwestfälischen Steinhagen in Halbzeit zwei alle Tugenden, die den Aufsteiger zu einer starken Heimfraktion wachsen ließen. Beim 23:29 (12:11) aber riss den jetzt nur noch fahrig spielenden Münsteranern komplett der Faden. An den siebten Heimerfolg war nicht mehr zu denken.

Wohl aber muss nun nach vorne geschaut werden beim Viertletzten. „Jetzt rutschen wir da unten rein“, sagte Spielertrainer Michael van Husen und blickte nur ungern auf die nächste Aufgabe. Sonntag geht es in Warendorf in ein echtes Keller-„Derby“. Van Husen und Mitstreiter Axel Binnenbruck entschieden sich in der kritischen Phase dafür, nur den Zweitgenannten aufs Feld zu beordern. Viel zu retten gab es ab der 51. Minute für den Routinier nicht mehr. Der TuS spielte seine Erfahrung aus, nutzte trocken die Fehlerkette der Gastgeber mit einfachen Mitteln und durfte Torjäger Maurice Grabmeier zu zwölf weiteren Treffern gratulieren.

Aus einem 20:18 für die HSG (42.) wurde ein 21:28 (59.). Und Binnenbruck, der in den Auszeiten noch eindringliche Appelle an die Gruppe richtete, stapfte restlos bedient in die Kabine.

Spanuth fehlt im Aufbau

Dass Aufbauspieler Lennard Spanuth verletzt fehlt, merkte man dem auf Geduld angelegten Gremmendorfer Spiel durchaus an. Nick Kukuk gab sich alle Mühe, aus der Mitte heraus die Aktionen zu steuern. Und Simon Marchand gelangen sieben Treffer vor der Pause – danach kein einziger mehr, als TuS-Spieler Kai Soetebier ganz eng dran die Kreise des Rechtshänders störte. Da auch Keeper Max Menge mit Paraden glänzte, ging es mit der knappen Führung in die Kabinen.

„Dann haben wir direkt die Dinger kassiert“, grantelte van Husen und sah das Unheil kommen. Offensiv haperte es an allen Ecken und Enden. Weder Kukuk noch Lukas Kempken sorgten für planvolles Spiel. Insgesamt strahlte der Rückraum keine Torgefahr mehr aus. Wiederholt sorgen grobe Abspielfehler dafür, dass die HSG schnell wieder den Rückzug antreten musste, statt den Angriff konsequent durchzuziehen. Und die mehr und mehr löchrige Abwehr wirkte indisponiert. Hier und da sah man hängende Köpfe. „Die Präsentation in der zweiten Halbzeit war wirklich ganz schwach. Und diese Körpersprache enttäuscht mich am meisten“, bilanzierte van Husen.

HSG Gremmendorf/Angelmodde: Menge, Bäumer; Marchand (7/3), Plettenberg (4), Broer, Strieth (je 3), Richter (2), Kukuk, Igelmann, Horn, Kempken (je 1), Kosmalla, Binnenbruck.

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