Mo., 15.02.2016

Volleyball: 1. Damen-Bundesliga USC-Präsident Adler zittert auf der Tribüne – Playoff-Rennen bleibt eng

Nervenkitzel: Jörg Adler.

Nervenkitzel: Jörg Adler. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Das Rennen um den dritten und vierten Platz in der Bundesliga bleibt eng. Die USC-Damen feierten zwar einen 3:2-Erfolg gegen den direkten Konkurrenten VC Wiesbaden, dieser verlor aber auch nur einen Punkt auf Münster. Präsident Jörg Adler zitterte derweil auf der Tribüne mit. Und am Mittwoch geht es schon weiter.

Von Thomas Rellmann

Aufgewühlt, einen kleinen Tropfen Schweiß auf der Stirn und doch selig lächelnd stand Jörg Adler am Spielfeldrand und schüttelte der Reihe nach ungezählte Hände. Der Präsident des USC schien in diesem Moment nach dem 3:2-Krimi gegen den VC Wiesbaden zu ahnen, wofür sich die harte Arbeit an der finanziellen Regulierung hinter den Kulissen lohnt. Eben für diese Feiertage am Berg Fidel. „Ich habe ein gutes Herz, aber schwache Nerven“, betonte er. „Sowas haben wir hier ja schon mehrfach erlebt. Diesen unglaublichen Kampfgeist, die Halle, die voll hinter dem Team steht.“

Auf seine Zuschauer, das zeigte der Sonntag, kann sich der USC verlassen. Sie peitschten die Spielerinnen nach vorne. 1610 Gäste bedeuteten den zweitbesten Saisonwert und zum fünften Mal in Serie eine Steigerung der Heimspiel-Resonanz.

Sechster Sieg am Stück

Sogar zum sechsten Mal am Stück gewannen die Unabhängigen, was für das Rennen um Rang vier von großer Bedeutung war. Mit einem Spiel weniger hat der VCW nun vier Punkte Rückstand, allerdings auch das etwas leichtere Restprogramm. Münster muss noch beim Dritten Allianz MTV Stuttgart und gegen den Zweiten Schweriner SC ran, kann aber theoretisch aus eigener Kraft auch noch die Schwaben einholen. Jeder Rang am Ende der Hauptrunde kann mit Blick auf die Playoff-Konstellation Gold wert sein.

„Unser Thema ist das nicht“, sagt allerdings Libera Linda Dörendahl, die nach schwachem Beginn gegen Wiesbaden mit der lautstarken Leonie Schwertmann am Netz und der kraftvollen Michala Kvapilova das Ruder noch herumriss. Auch Sina Fuchs in neuer Rolle und Ashley Benson legten passend zu, allgemein wurde der Aufschlag gefährlicher. „Offensiv können wir sicher besser spielen“, so Trainer Andreas Vollmer. „Aber der Gegner war auch extrem engagiert in der Feldabwehr.“

Nicht minder motiviert wird am Mittwoch (19 Uhr) der Köpenicker SC sein – für den Gastgeber geht es noch um die Playoff-Quali.

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