Di., 16.02.2016

Basketball: WBV-Pokal Enttäuschte WWU Baskets fahren zum Halbfinale nach Grevenbroich

Meisterschaft ade, es lebe der Pokal: Die WWU Baskets Münster, hier mit Anselm Hartmann, fiebern dem Halbfinale bei den Grevenbroich Elephants entgegen.

Meisterschaft ade, es lebe der Pokal: Die WWU Baskets Münster, hier mit Anselm Hartmann, fiebern dem Halbfinale bei den Grevenbroich Elephants entgegen. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

In der Meisterschaft ist alles vorbei für die WWU Baskets Münster. Nun gilt es, am Mittwoch wenigstens noch im Pokal-Wettbewerb zu bleiben. Mit den Grevenbroich Elephants wartet aber ein formstarker Regionalliga-Rivale.

Von Jürgen Beckgerd

Nein, es war nicht Spitzenreiter FC Schalke 04 oder der Tabellenzweite BG Hagen, der Regionalligist WWU Baskets Münster „auf den Stock“ gesetzt hat. Es war der Tabellenzehnte, das No-Name-Team vom SV Hagen-Haspe das beim 83:75-Sieg am Samstag aus Sicht der Gäste dafür sorgte, dass nun die ganze Konzentration dem am Mittwoch anstehenden Halbfinale im Pokal bei den Grevenbroich Elephants (19 Uhr) gilt. Das Meisterschaftsrennen dürfte nach der unerwarteten und im höchsten Maße ärgerlichen Niederlage in Hagen-Haspe endgültig das Etikett „erledigt“ tragen. Oder? Drei Siege beträgt der Rückstand auf den aktuellen Tabellenführer in Königsblau.

Philipp Kappenstein erweckt erst gar nicht den Eindruck, dass ihm die Schlappe vom Samstag auch zwei Tage später noch schwer im Magen liegt. „Enttäuscht“ sei er, sogar „sehr enttäuscht, auch wenn wir die Meisterschaft schon zwei Wochen vergeben haben“. Der Coach wirkt im höchsten Maße ernüchtert, konsterniert. Aber er hat weder seinen Plan verlegt noch sein Engagement verloren: „Wir haben jetzt zwei, drei Jahre hintereinander die Perspektive auf den Aufstieg gehabt. Das ist nun auch zu einem mentalen Problem geworden“, betonte er. Schwer, nach dem vermeintlichen Scheitern im Spiel gegen BG Dorsten (80:84) Ende Januar, nun den Hebel umzulegen. „Aber so, wie wir aufgetreten sind, das enttäuscht mich“, sagte Kappenstein. „Die letzten Gegner, die kämpfen in der Liga wirklich ums Überleben, deren Gier ist sicherlich größer als unsere. Und das kann es ja wohl nicht sein.“ Da ist einer ganz schön sauer.

Analytischer Blick zurück

Aber Kappenstein ist auch einer, der sich mit dem Blick zurück höchstens in analytischer Art und Weise beschäftigt, dann jedoch sogleich wieder nach vorne schaut. Und da steht das Pokal-Halbfinale beim Liga-Konkurrenten Grevenbroich auf dem Programm. „Das Endspiel wäre mega-cool, ein absolutes Highlight“, weiß der Trainer, der bereits in den Jahren 2010 und 2013 (mit den damals noch UBC Münster genannten WWU Baskets) WBV-Pokalsieger war. Seine Mannschaft tanzt jetzt nur noch auf einer Hochzeit.

Jetzt muss aber Grevenbroich pokaltechnisch aus dem Weg geräumt werden. „Schwer genug, wenn beide Mannschaften zurzeit gegensätzliche Läufe hat“, weiß Kappenstein, dass die beiden Saison-Siege (84:79 und 93:80) gegen den aktuell Tabellensechsten gar nichts bedeuten müssen. „Grevenbroich ist daher zurzeit ein Riesen-Gegner“, betont der Coach respektvoll. „Aber es ist ja auch nicht so, dass wir es nicht können . . .“

Es gelte, die Spannung immerhin noch fünf Wochen hoch zu halten in seiner Mannschaft. Kappenstein sieht sich verstärkt auch als Psychologe gefragt. Gerade jetzt, da alles auf ein mentales Problem im Team hinweist. Enttäuschung hin oder her.

Wie bewerten Sie diesen Artikel?

Vielen Dank für Ihre Bewertung.

Nur eine Abstimmung möglich!

Ihre Bewertung wurde geändert.

  • Derzeit 0 von 5 Sternen.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Bewertung: 0/5

1 Stern = überhaupt nicht gut; 5 Sterne = hervorragend

Google-Anzeigen


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3811300?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F